Crêpes und Bratwurst – ein nicht nur kulinarisch bereichernder Austausch
Dass die 21 Schüler und Schülerinnen des Deutschhaus-Gymnasiums am Marktstand Tripes à la mode de Caen probiert haben, ist eher unwahrscheinlich. Schließlich ist der in Sülze eingelegte Pansen nicht jedermanns Sache, ganz anders als die von allen geliebten Crêpes. Sicher ist, dass sie die Gelegenheit hatten, 9 Tage die Normandie in den Familien ihrer französischen Austauschpartner zu erleben und damit auch in die vielfältigen kulinarischen Gepflogenheiten der Region einzutauchen.
Nachdem die Gruppe des DHG ihre Austauschpartner bereits im Oktober in Würzburg empfangen hatte, erfolgte der Gegenbesuch im April. Neben der gemeinsamen Projektarbeit, einer Collage mit Besonderheiten der beiden Städte, hatte das Lehrerteam dank der finanziellen und organisatorischen Unterstützung durch Erasmus+ und europafels ein abwechslungsreiches Programm organisiert.
Auf vielfältige Weise tauchte die Gruppe in die Geschichte der Region ein. Der Besuch des Mémorial führte unseren Schülerinnen und Schülern auch 80 Jahre nach der Landung der Alliierten vor Augen, wie wichtig die deutsch-französische Freundschaft ist. Beim Rundgang durch Caen ging es nicht nur über den wunderschönen historischen Markt, sondern auch vorbei an der Ruine aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit der Besichtigung des Teppichs von Bayeux absolvierte die Gruppe einen Zeitsprung von 1000 Jahren in die Zeit von Guillaume le Conquérant (Wilhelm dem Eroberer) und landete mit dem Besuch des Atom-U-Boots in Cherbourg fast wieder in der Gegenwart. Daneben gab es Strandspaziergänge bei Sonnenschein und Wind, eine spritzige Kajak-Tour auf dem Kanal, Ausflüge mit der Familie und natürlich Paris! Die Hauptstadt zeigte sich an diesem sonnigen Frühlingstag von ihrer besten Seite. Nach 9 Tagen in der Normandie und insgesamt 18 Tagen deutsch-französischen Austauschs waren sich alle einig: Crêpes und Bratwurst passen hervorragend zusammen!
Text: Susanne Bach
Fotos: Steffen Lampert