Fachbereich Latein

Im Zeitalter von KI und digitalen Medien fragt sich bestimmt mancher: “Wozu brauche ich heute noch Latein – eine tote Sprache?”

Latinum

Mit dem KMS vom 28.07.22 gilt folgende Regelung:

  • Das sogenannte „Kleine Latinum“ wird bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 9 erreicht. Dieses Kleine Latinum wird in der neuen LPO I z.B. für das Studium des Lehramts an Gymnasien in den Fächern Deutsch, Geschichte, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch als fachliche Zulassungsvoraussetzung gefordert.
  • Das Latinum wird in Jahrgangsstufe 10 oder 11 bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht. Es ist nach wie vor in gewissen Fächern Studien- bzw. Prüfungsvoraussetzung (vgl. dazu www.altphilologenverband.de). 

Antike

Am DHG sind im Rahmen des Stufenkonzepts der Schule bzw. im Rahmen des Unterrichts folgende Aktivitäten vorgesehen:

  • Jahrgangsstufe 6: Besuch des Martin-von–Wagner-Museums
  • Jahrgangsstufe 10: Limes-Exkursion (Saalburg/ Weißenburg etc.)
  • Oberstufe: Studienfahrt nach Rom
  • Lateintag (Theater, Spiel, Rätsel, Realienkunde etc.)

Darüber hinaus ergänzen außerschulische Angebote sowie die Arbeit mit den Realien aus dem Fundus der Fachschaft  diesen erlebnisbetonten Zugang zu Latein.

Wir sind mit unserem Latein noch lange nicht am Ende…

Doch hätte es früher Latein nicht gegeben, würdest du heute den Computer „Rechengerät“ nennen, denn computare heißt rechnen. Latein ist also nicht tot, sondern lebt in vielen Sprachen fort. Vor allem ist Latein die Basis aller romanischen Sprachen. Wenn du also nicht nur Französisch, sondern auch Italienisch oder Spanisch lernen willst, kannst du anhand des Lateinischen die Arbeit mit grammatikalischen Strukturen exemplarisch lernen, wodurch du romanische Sprachen leichter erlernst.

Viele Schüler, die Latein lernen, behaupten auch, dass sie erst durch den Lateinunterricht die Grammatik der deutschen Sprache verstanden haben. Viele deutsche Grammatikphänomene sind nämlich im Lateinischen sehr ähnlich oder sogar gleich. Deshalb auch kommen alle Grammatikbegriffe, die wir im Deutschen verwenden (Subjekt, Prädikat, Nomen, Pronomen, …), aus dem Lateinischen.

Gleichzeitig kann man sich mit der Zeit viele schwierige Fremdwörter, die es im Deutschen gibt, von Latein ableiten. Wenn du Latein lernst, wird dir plötzlich klar, was eine Laudatio - Lobrede (von laudare – loben) ist, dass  "intelligent" bedeutet, dass man viel versteht (von intellegere – einsehen, verstehen) etc., ja sogar dieses Kürzel kommt aus dem Lateinischen (et cetera – und Weiteres).

Was keine andere Sprache außer Latein leisten kann, sind aber die sog. Schlüsselqualifikationen, die so ganz nebenbei im Lateinunterricht vermittelt werden, die aber für dich zunächst in der Schule, später im Studium oder Berufsleben wichtig sind: Latein fördert eine exakte Arbeitsweise, ein hohes Maß an Konzentration und vor allem das logische Denken, ähnlich wie in der Mathematik. Bist du vielleicht ein guter Mathematiker? Oder knobelst du gerne? Dann wählst du mit Latein eine Sprache, mit der gerade Schüler, die Mathematik mögen, besser zurechtkommen als mit einer weiteren modernen Fremdsprache.

Zuletzt magst du vielleicht auch etwas über Sagen, Götter oder den Alltag der Römer erfahren. Dabei lernst du die Ursprünge des heutigen Europas kennen: Den Trojaner, der in unsere Computer eingeschleust wird, oder einen wesentlichen Grundsatz unseres Rechtssystems „in dubio pro reo“ – im Zweifelsfall für den Angeklagten! Wenn dich also das Leben der Römer interessiert und du fleißig bist – das musst du übrigens beim Erlernen jeder Sprache sein – wirst du mit unserem Latein bestimmt nicht ans Ende, sondern sicher zum Latinum kommen.

Viel Freude dabei wünscht die Fachschaft Latein

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