Urnengang in der Schule: Juniorwahl am Deutschhaus-Gymnasium

Was bei der Landtagswahl in Bayern am 8. Oktober noch nicht möglich war, konnten die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe am DHG am 5. Oktober ganz real tun: bei der Juniorwahl zum Bayerischen Landtag ihre Stimme für eine der zehn in Unterfranken kandidierenden Parteien abgeben - die Erststimme für den Stimmkreis Würzburg-Stadt, die Zweitstimme für den Wahlkreis Unterfranken.

Das Projekt Juniorwahl, das für sich als eines der größten deutschen Schulprojekte wirbt, hat seit 1999 über 5,3 Millionen Schülerinnen und Schülern das Abgeben ihrer eigenen Stimme bei Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen ermöglicht. Eine Wahl am DHG fand erstmals seit 2019 wieder statt. Ohne die zuvor zugestellte Wahlbenachrichtigung und einen Ausweis bekam man - wie auch bei der tatsächlichen Wahl - keine Stimmzettel vom Wahlhelfer-Team, wenngleich der Wahlvorstand zahlreiche ihm bekannte Wähler trotzdem in die Wahlkabine ließ. Nach 45 Minuten hatte auch jeder noch so unentschlossene Wahlberechtigte seine Wahlzettel in einer der in der Kleinen Aula aufgebauten Wahlkabinen ausgefüllt, zusammengefaltet und in die Wahlurne eingeworfen. Danach begann die Auszählung aller Stimmen, an die sich die Wahlhelfer mit der begleitenden Lehrkraft Frau Grypa sogleich machten. Auch wenn die auszuwertenden Stimmzettel nur einen winzigen Bruchteil der in ganz Bayern auszuzählenden Stimmen darstellten, ergaben sich für das Team einige Herausforderungen. Nach der Klärung der Mysterien um Wahlzettel mit zwei durchgestrichenen Kreuzchen, leere oder nicht eingeworfene Stimmzettel konnte das Ergebnis für das Deutschhaus-Gymnasium an die zentrale Wahlkommission des Juniorwahl-Projekts vermeldet werden. Bis zum 8. Oktober um 18:00 - dem Zeitpunkt der Schließung der Wahllokale der Landtagswahl - hüllten sich die Beteiligten allerdings in Schweigen, um die Wahl nicht zu beeinflussen.

Mit den in die Urne eingeworfenen Stimmzetteln nahm jeder ein Stück neue Erfahrung mit, das er in fünf Jahren bei der nächsten Landtagswahl in Bayern, aber auch bei der Bundestagswahl in zwei Jahren oder der Europawahl im kommenden Jahr gebrauchen kann.

Text: Benedikt K., 11m