Digitale Courage am DHG – mit Toleranz, Teamgeist und kritischem Blick
In einer Welt, die immer komplexer wird, zeigt sich „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" zunehmend auch im digitalen Raum. Deshalb freuen wir uns, dass wir in einigen Mittelstufenklassen zwei besondere Projekte realisieren konnten.
Jede unserer vier 10. Klassen konnte an dem Workshop „Bis die Blase platzt – Social Media, Filterblasen und politische Meinungsbildung“ teilnehmen. Ermöglicht wurde dieses Angebot durch eine ehemalige DHG-Schülerin. Denn Laura Issing, die heute pädagogische Mitarbeiterin beim Kreisjugendring (KJR) ist, vermittelte uns die Kooperation mit dem Referenten. Magnus Meier, der bereits als Experte für Social Media im Bundestag gearbeitet hat, gestaltete den Workshop auf äußerst interaktive Weise und kam so mit den Schülerinnen und Schülern in einen lebendigen Austausch. Dabei stand die Frage im Zentrum: Welche Rolle spielen Algorithmen und Filterblasen für unsere eigene politische Meinungsbildung? Schnell wurde deutlich, wie sehr Social Media unsere Sichtweisen prägt – und manchmal eben auch verengt. Gemeinsam wurde beleuchtet, wie digitale Mechanismen uns in „Blasen“ festhalten können und wie wichtig es ist, offen und tolerant mit verschiedenen Perspektiven umzugehen.
In Klasse 8 moderierte Laura Issing ein Detektivspiel, das sich thematisch an der bevorstehenden Kommunalwahl orientierte. Das Szenario war dabei so realistisch wie knifflig: Ein Täter, der gezielt Fake News verbreitete, musste entlarvt werden. Von den fiktiven Kandidatinnen und Kandidaten hätten alle durchaus Gründe gehabt, die Konkurrenz zu diskreditieren. Doch wer war es wirklich? In Gruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler daran, Beweise zu sichten, Quellen zu prüfen und digitale Spuren zurückzuverfolgen. Am Ende lösten sie den Fall und waren sich einig: Der Schlüssel zum Erfolg lag in der kritischen Analyse der Informationen und in einem starken Teamgeist.
Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage heißt auch, über den eigenen DIGITALEN Tellerrand hinauszuschauen – so das Fazit, das sich aus den beiden Aktionen ziehen lässt.
Ein herzliches Danke gilt dem Kreisjugendring, der die Kosten für diese wichtigen Unterrichtsprojekte übernommen hat.
Text: M. Klement und S. Medler
Foto 1: S. Medler
Fotos 2-4: L. Issing
Foto 5: M. Klement