20 Jahre „Jugend debattiert“ am Deutschhaus-Gymnasium

Sachlich diskutieren, verschiedene Standpunkte einnehmen, die anderen ernst nehmen, sich eine fundierte Meinung bilden, abwägen, zuhören – das alles sind Fertigkeiten, die im Projekt „Jugend debattiert“ geübt werden. Fertigkeiten von höchster gesellschaftlicher Relevanz, die jedoch in der Dynamik von Social Media verloren gehen.

Umso wichtiger ist heutzutage der von der Hertie-Stiftung ins Leben gerufene Wettbewerb „Jugend debattiert“ in der Bildung und Ausbildung von Schülerinnen und Schülern. Am Deutschhaus-Gymnasium, Projektschule seit 2006, hat das Programm einen festen Platz - zum einen als Schulaufgabenformat im Deutschunterricht, zum anderen im Rahmen des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs, der in zwei Altersstufen ausgetragen wird. Debattiert werden aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. So setzte sich die Sekundarstufe I dieses Jahr zum Beispiel mit der Frage auseinander, ob schriftliche Prüfungen künftig am Computer geschrieben werden sollen oder ob eine Führerscheinpflicht für E-Roller eingeführt werden soll. Im Finale der Sekundarstufe II wurde debattiert, ob Bafög elternunabhängig ausgezahlt werden soll – den Debattierenden zufolge vor allem eine Frage der Bildungsgerechtigkeit.

Mit rhetorischem Geschick konnte in der jüngeren Altersklasse besonders Ronja Hohm überzeugen; in der höheren Altersklasse (Jgst. 11+12) gewann Paulina Herrmann mit klarem Überblick und anschaulicher Darlegung ihrer Argumente. Die beiden Schülerinnen werden zusammen mit den Zweitplatzierten das DHG im Regionalwettbewerb vertreten, dem der Landeswettbewerb in München folgt.

Für die Schule gilt es, einem großen Vorbild nachzueifern. Ein Schüler des DHG erreichte im Jahr 2010 das höchste Debattier-Podest: Er wurde Bundessieger. Ihm nach!

Text und Bild: U. Meyer