Zu Gast in der Moschee – Exkursion einer 7. Klasse
Fast hätten wir den Eingang übersehen. Doch dann signalisierte uns dieses Schild sowie eine weit geöffnete Tür, dass wir richtig sind.
In der Moschee trafen wir die drei Gastgeberinnen unserer Führung. Einiges von dem, was sie uns zeigten, hatten wir zuvor schon im Religionsunterricht angesprochen. So sahen wir beispielsweise die Predigtkanzel oder den Teppich, der die Gebetsrichtung vorgibt – nur eben jetzt "in echt".
Die drei Frauen beantworteten aber auch viele unserer Fragen. Wie viel man vom Koran auswendig lernen solle, wollte etwa eine Schülerin wissen. Zwei bis drei Kapitel, lautete die Antwort. Das ergebe sich aus den täglich zu verrichtenden Gebeten. Manche Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft könnten sogar den gesamten Koran auswendig. Ob es manchmal auch Anfeindungen wegen des muslimischen Glaubens gebe, war die Frage eines Schülers. Und in ihrer Antwort berichtete eine der Frauen, eine junge Studentin, dass es in letzter Zeit tatsächlich vermehrt dazu komme, manchmal auch im Zusammenhang mit dem Kopftuch. Was es mit der im Gebetsraum aufgehängten Girlande auf sich habe, lautete eine weitere Frage. So erfuhren wir, dass es sich dabei um eine Dekoration zur Feier des kürzlich beendeten Opferfestes handelt.
Wir freuen uns über diese und viele weitere Antworten. Und wir bedanken uns herzlich für die Gastfreundschaft, die wir erfahren haben.
Text und Fotos: S. Medler