Der Regenwald lebt… auch am DHG!

Verbindungen zum brasilianischen Regenwald gibt es am DHG schon länger: Vermittelt über die Diözesanstelle Weltkirche hatten wir bereits 2016 Besuch vom Amazonas und konnten von einem Yanomami-Indianer etwas über das Leben der indigenen Bevölkerung hören, die im und vom Wald lebt und damit den Regenwald zugleich bewahrt und beschützt.

Zwei Religionskurse aus der Q11 hatten im März die Gelegenheit, Alexander Sitter von der Diözesanstelle Weltkirche zu empfangen, der kürzlich zusammen mit Bischof Dr. Jung die Partnerdiözese Óbidos besucht und lebendige Eindrücke vom aktuellen Zustand des Amazonas-Regenwalds mitgebracht hat.

Amazonien ist nicht nur das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet unserer Erde, es wurde leider in den letzten Jahrzehnten immer mehr bedroht und ausgebeutet von Landspekulanten (Holzwirtschaft, Anbauflächen für Soja und Palmöl und Abbau von Gold und Bauxit, z. B. für Alufolie) sowie gigantische Staudammprojekte. Die Bevölkerung hat es schwer, ihre (Land-)Rechte und den Regenwald als Lebensgrundlage gegen solche Übermacht zu verteidigen.

Cem W., Schüler der Q11, betonte in einem ergänzenden Kurzreferat die Bedeutung des Amazonas-Regenwalds als „grüne Lunge“ der Erde und als riesiger CO2-Speicher. Deswegen ist die Frage virulent, was wir zum Schutz des Amazonas beitragen können. Möbel aus Regenwaldhölzern sollten tabu sein und Alu sparsam verwendet werden. Außerdem hilft weniger Fleischkonsum dabei, den Soja- und damit den Flächenverbrauch zu reduzieren. Insgesamt lud der Vortrag zu ein, über ein „Weniger ist mehr“ nachzudenken.

Am DHG mündete der Vortrag in eine „Regenwaldpause“ mit einem von Fr. Klement initiierten und von Schüler:innen betreuten informativen Aktions- und Verkaufsstand. Religionsschüler:innen verschiedener Jahrgangsstufen steuerten selbst gestaltete Stofftaschen und Klappkarten als nachhaltige Ostergeschenke für den Verkauf bei – daneben gab es (mit Unterstützung des Eine-Welt-Ladens) Produkte, die von Indigenen aus dem Regenwald hergestellt wurden, wie hochwertige Kosmetik, Tee und Snacks sowie Bücher, Bilder & Informationen zum Regenwald. Der Stand lockte viele Interessierte an und lenkte die Aufmerksamkeit auf eine ebenso spannende wie bedeutsame Region unsrer Erde.  

Der Erlös des Pausenverkaufs (100€) fließt in den Bau einer Fabrik in Óbidos, die die lokale Obsternte (u. a. Ananas, Mangos) verarbeiten und damit die Existenz der indigenen Bevölkerung sichern kann. Danke an alle, die mitgewirkt und sich aktiv eingebracht haben!

Text: Margarete Klement und Nadine Bauer
Fotos: Michael Pietschmann