Würzburger Leibniz-Preisträger besucht DHG

Mit dieser Frage beschäftigt sich Dag Nikolaus Hasse in seinem gleichnamigen Buch, das von der Klasse 10m mit ihrem Lehrer Herrn Südbeck im Fach Europäisches Denken gelesen wurde. Seine Beurteilungen von „europäischen Werten, europäischen Systemen oder Kultur“ unterschieden sich jedoch zum Teil von den Ansichten der Klasse, sodass Herr Hasse am 19.01.2023 einer Einladung zu einer Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern folgte. Hasse, international anerkannter Historiker der Philosophie mit Spezialgebiet Arabien und Träger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises, des mit 2,5 Millionen Euro dotierten höchsten deutschen Forschungspreises, beantwortete zunächst einige Fragen zu seiner wissenschaftlichen Arbeit als Professor für Philosophie an der Universität Würzburg. Anschließend besprach er mit der Klasse deren inhaltliche Anmerkungen und Fragen zu seinem Buch und diskutierte über Themen wie Nationalgefühl, Aufklärung und Kulturgut. Zudem bezog er Stellung zum „Europa“- Bild und -Begriff der Klasse, das diese vor der Lektüre des Buches in einem selbst verfassten Text dargelegt hatte. Herr Hasse erwies sich als kompetenter Gesprächspartner, der mit den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe angeregt diskutierte und sprach und dem es gelang, die von ihm in seinem Buch aufgestellten Thesen anschaulich zu erläutern und einzuordnen.

„Dass man sagt: ‚Dem stimme ich nicht zu‘, macht Wissenschaft und Philosophie aus.“ – Dag Nikolaus Hasse

Wir danken Herrn Hasse für die interessante Diskussion und nehmen aus der Gesprächsrunde spannende neue Blickwinkel und Perspektiven auf den Begriff „Europa“ mit: Cordoba, Konstantinopel und Kiev liegen nicht jenseits, sondern im Zentrum Europas!

Text: Benedikt (10m)