Kleinkünstlernetzwerk vom DHG holt Forschungspreis bei der First Lego League

Zehn Siebtklässler vom Deutschhaus-Gymnasium konnten nach über vier Monaten Vorbereitung ihre erste Wettkampferfahrung beim Robotik-Wettbewerb „First Lego League - Challenge“ in der Wolffskehlschule in Würzburg sammeln. Im Jahr zuvor hatten alle noch den Anfängerkurs Robotik besucht. Die zum Training verwendeten Lego-Spike-Roboter den Namen „Känguru“, „Marc-Uwe“ und „Pinguin“ hatten sie von ihren Vorgängern übernommen. Drei der Vorgänger hatten sich zudem freundlicherweise als Co-Coaches zur Betreuung bereit erklärt. Der etwas sperrige Teamname „Kleinkünstlernetzwerk“ ergab sich daher als eine Anspielung auf die Känguru-Chroniken.

Das Thema der diesjährigen First Lego League war „Unearthed“ und dabei drehte sich viele um das Thema Archäologie. Beim „Robot-Game“ waren auf der dem Spielfeld dann z.B. Fundstücke zu bergen oder archäologische Werkzeuge zusammenzutragen. Obwohl es hier anfangs noch etwas holprig lief, bastelte das Team während des Tages weiter an Lösungen.

In drei Runden konnte man die Leistung innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit von 2 ½ Minuten kontinuierlich von 115, zu 165 bis auf 235 Punkte steigern. Schließlich schied man mit gleicher Bestpunktzahl nur knapp im Viertelfinale aus. Trotzdem waren alle zufrieden mit dem Erreichten.

Dafür konnte das Team in anderen Bereichen bei der Jury punkten. In der Kategorie „Roboter-Design“ wurden ihre Präsentation z.B. als herausragend bewertet auch wenn es sonst noch Entwicklungspotenzial gab. In der Kategorie „Grundwerte“ (Innovation, Teamwork, Spaß, ...) konnte das sogar noch mehr überzeugen und wurde als eines der besten Teams nominiert. 

Im Bereich „Forschung“ hatte sich das Kleinkünstlernetzwerk besonders ins Zeug gelegt. In mehreren Treffen mit der Archäologin Dr. Petra Reichert-Südbeck wurde der aktuelle Stand bei der archäologischen Forschung beleuchtet und Hilfsmittel zur Kartografierung und Ausgrabung erdacht. Dabei entstand auch die Studie eines universtellen Archäologie-Roboters, der für viele Aufgabengebiete einsetzbar sein soll. Der wegen seiner runden Form von einem der Juroren liebevoll als „multifunktionale Knutschkugel“ bezeichnete Roboter und die Präsentation des ganzen Teams begeisterte die Jury sogar derart, dass das Kleinkünstlernetzwerk hier als bestes Team den Forschungspreis einheimsen konnte.

Ein besonderer Dank gilt dabei dem BegaFö: Durch die freundliche Übernahme der Anmelde- und Materialkosten in Höhe von rund 350 € hat der Förderverein die Teilnahme unseres Teams großzügig unterstützt.

Text und Fotos (soweit nicht anders angegeben): O. Gößwein