Physik und Klettern – ein Projekt der Klasse 8d
Physik – Profilstunde – Reibung – an sich meist unwillkommen – „beim Experiment kann man halt ne Kraft ausrechnen, einen Holzklotz entlangziehen und gut is…“ - eigentlich aber doch ganz spannend, wozu Reibung einerseits alles gut ist, andererseits zu sehen wo es richtig gefährlich wird.
In der Kletterhalle zum Beispiel: eine schwierige Schlüsselstelle packen, weil man „ auf Reibung antreten“ beherrscht; aufpassen, dass man sich am Sicherungsgerät nicht die Finger verbrennt, wenn man den Kletterpartner aus 14 m Höhe zu schnell ablässt; ganz zu schweigen von der Gefahr der „Seil auf Seil Reibung“.
Und wie ist das eigentlich mit dem freiem Fall – vom 10m Turm aus kommt man mit ca. 50 km/h auf der Wasseroberfläche auf (das kann man ausrechnen), und das tut ziemlich weh, wenn man etwas verkehrt macht. Ein Sportkletterer, 10 m über der letzten Zwischensicherung: er fällt auch 10 m frei, bevor das Seil anfängt ihn zu bremsen. Welche physikalischen Eigenschaften müssen das Material (Seil, Klettergurt, Sicherungsgerät), welche Fähigkeiten der Sicherungspartner haben, damit das gut geht? Stichworte wie Seildehnung, Haltekraft, Sturzzug, Fangstoß, körperdynamisch sichern gilt es physikalisch zu erkunden.
Und all das, vorbereitet in der Schule von den Schülerinnen und Schülern selbst, an verschiedenen Stationen an einem Nachmittag in der Kletterhalle ausprobieren. Wer traut sich mal 1m ins Seil zu fallen? Physik ist halt doch mehr als ein Schulfach!