Mittelalterprojekt am Deutschhaus-Gymnasium
Wie lebten die Menschen im „finsteren Mittelalter“? Welche Bedingungen, welche Umstände, welche Werte prägten ihr Leben?
In drei Projekttagen gingen Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen am Deutschhaus-Gymnasium diesen Fragen nach. Dazu hatten die Lehrkräfte abwechslungsreiche und ansprechende Lernaufgaben aus den Fächern Geschichte und Deutsch entwickelt, die auf fachlicher Grundlage zu einer eigenständigen und gestaltenden Auseinandersetzung mit der mittelalterlichen Lebenswelt anregten. Da konnte z.B. ein Psychotest mit der Fragestellung „Eigne ich mich als Ritter?“ entwickelt werden, der sich mit den Verhaltensregeln des Rittertums beschäftigte. Oder man konnte in der mittelalterlichen Regebogenpresse die neuesten Entwicklungen in der Adelswelt nachlesen.
Die Siebtklässlerinnen durfte selber aussuchen, welche Aufgaben sie bearbeiten wollten, und nutzten diese Freiheit gerne. Entsprechend bunt und vielfältig waren die Ergebnisse, die man am Ende der Projekttage bewundern konnte. Da gab es selbst gemalte Wappen und Wandteppiche zu besichtigen; es wurden liebevoll bestückte Kräuterapotheken und detailreiche Klostermodelle aufgebaut. Spannende Radio-Reportagen zu mittelalterlichen Ritterturnieren übertrugen das Wettkampfgeschehen spektakulär in die Neuzeit. Besonders beliebt: Aufgaben, bei denen man selber werkeln durfte!
Die Klassen haben das gemeinsame Arbeiten sichtlich genossen; auf die Frage, was man in den nächsten Jahren besser machen könnte, antworten die Schüler der Klasse 7c: Das Projekt sollte vier Tage dauern.
Text: Ute Meyer
Foto: Ute Meyer