Kunststofftechnik zum Anfassen: Die 11. Klasse zu Gast an der THWS
Kunststoffe begegnen uns überall, vom Smartphone über die Sportausrüstung bis zur Brille auf der Nase. Wie diese Werkstoffe hergestellt, verarbeitet und untersucht werden, erlebte die Klasse 11d am 17. Juli 2026 ganz praktisch: Im Rahmen einer im LehrplanPLUS verankerten außerunterrichtlichen Aktivität besuchte sie den Studiengang Kunststoff- und Elastomertechnik an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) am Röntgenring.
Durch den Vormittag führten Prof. Dr.-Ing. Melanie Rohde-Tibitanzl und Dr. Stefan Frosch. Sie stellten zunächst den Studiengang vor und machten anschaulich deutlich, warum Kunststoffe für unser modernes Leben so wichtig und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind.
Wie vielseitig sich Kunststoffe untersuchen lassen, zeigte anschließend ein Anwendungsbeispiel aus der Analytik: Mithilfe der UV/Vis-Spektroskopie durften die Schülerinnen und Schüler ihre mitgebrachten Sonnenbrillen vermessen lassen und selbst überprüfen, ob diese tatsächlich ausreichend gegen UV-Strahlung abschirmen. Manch einer war vom Ergebnis überrascht.
In den Laboren wurden die Jugendlichen dann selbst aktiv. In zwei praxisorientierten Workshops verwandelten sie rezyklierte Kunststoff-Flakes im Spritzgussverfahren in kleine Karabiner und stellten aus Kautschuk ihre eigenen Gummiflummis her. Beide Andenken durften sie natürlich mit nach Hause nehmen. Bei Brezeln und Kaltgetränken klang der Besuch aus.
Nach dem offiziellen Programm hatten die Schülerinnen und Schüler noch Gelegenheit, die Röntgen-Gedächtnisstätte zu besuchen, die sich direkt im Gebäude der THWS befindet. Für eine Physikklasse war das ein besonders passender Abschluss, denn genau hier entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen 1895 die nach ihm benannten Röntgenstrahlen, für die er 1901 den ersten Nobelpreis für Physik erhielt.
Text und Foto: S. Roßteuscher