Die Europawahl im Blick: Deutschhaus-Schüler diskutieren mit Abgeordneten

Gleich drei Abgeordnete des Bayerischen Landtags standen den Schülerinnen und Schülern des Deutschhaus-Gymnasiums eineinhalb Stunden zum Thema „Europa“ Rede und Antwort: Kerstin Celina (Grüne), Volkmar Halbleib (SPD) und Manfred Ländner (CSU) stellten sich den Fragen von über 120 Abiturientinnen und Abiturienten. Moderiert wurde die Veranstaltung von zwei Schülern der Q12. Bei allen Differenzen im Detail waren sich die drei Abgeordneten in einer Frage völlig einig: Europa ist unsere Zukunft – und: Ohne Europa ist alles nichts.

Schulleiter Michael Schmitt hatte die drei Volksvertreter dazu eingeladen, vor der Europawahl ihre Positionen zu Europa darzustellen und mit den Schülerinnen und Schülern zu diskutieren. Alle drei hatten Ihrerseits vor der Einladung ihr Interesse an einer solchen Veranstaltung signalisiert, was für Schmitt ein wichtiges Argument war: „Die Vertreter der Politik haben mir schon in ihrer Anfrage deutlich gemacht, dass ihnen die Meinung der Schülerinnen und Schülern wichtig ist.“

Alle drei Abgeordneten sprachen sich für ein geeintes Europa aus. Sie erinnerten an die Geschichte Europas und problematisierten aktuelle Entwicklungen wie den Brexit. Genau deshalb sei die kommende Europawahl, bei der viele der Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs Erstwähler seien, so wichtig. Eine Zustimmung zur EU darf nicht zur passiven Akzeptanz verkommen, wenn Europa und die Europäische Union Gewicht in der Welt haben möchten, so die Volksvertreter. Gerade die Stimmen junger Menschen seien in der Zusammensetzung des nächsten Europäischen Parlaments für die Bildung einer proeuropäischen Mehrheit gefragt.

In der Diskussion wurde die Zukunft Europas unter vielerlei Aspekten erörtert: Wie kann man die Europäische Union für seine Bürger erfahrbarer und attraktiver machen? Was brauchen unterschiedliche  Bevölkerungsgruppen? Wie können Krisen der EU wie etwa der Brexit vermieden und überwunden werden? Daneben wurden brisante Themen der aktuellen Politik angesprochen, etwa der Artikel 13 der EU-Urheberrechtsrichtlinie, über den und über dessen Umsetzung kontrovers debattiert wurde. Der angemessene Umgang mit der „Fridays for Future“-Bewegung wurde ebenfalls thematisiert.

In einem Punkt waren sich Schüler und Abgeordnete einig: Die Europawahl ist eine große Chance, eigenen Positionen einzubringen und sichtbar zu machen. Deshalb ist sie so wichtig.

Text: Yujia Dana Lin/Michael Schmitt
Foto: Deutschhaus-Gymnasium