Chemie hautnah: Leistungskurs besucht LyondellBasell

Wie wird aus Etheen ein Kunststoff, der später in Folien, Verpackungen oder anderen Alltagsprodukten zum Einsatz kommt? Dieser Frage gingen 14 Schülerinnen und Schüler des Chemie-Leistungsfaches Chemie bei einer Exkursion zu LyondellBasell im Industriepark Höchst in Frankfurt nach.

Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Stationen der Kunststoffherstellung. Von der Produktion von Polyethylen über die Veredelung des Kunststoffs mit Additiven bis hin zur abschließenden Granulierung konnten die einzelnen Produktionsschritte besichtigt werden. Besonders spannend war die Möglichkeit, auch die Testproduktion von Werkstücken und Folien zu beobachten und so den Weg vom Polymer zum fertigen Produkt nachzuvollziehen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den zahlreichen Laboren des Unternehmens. Dort werden neue Kunststoffe und Anwendungen erforscht, Produktionschargen kontrolliert und die Materialeigenschaften der Kunststoffe umfassend untersucht. So konnten die in der 13. Jahrgangsstufe noch anstehenden Inhalte aus dem Chemieunterricht – von Polymerisation und Polymerstrukturen über Additive bis hin zu Stoffeigenschaften – unmittelbar in der industriellen Praxis erlebt werden.

Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, wie eng Forschung, Produktion, Verarbeitung und Qualitätskontrolle in der chemischen Industrie miteinander verbunden sind. Für die Schülerinnen und Schüler war der Besuch damit eine spannende Gelegenheit, Chemie einmal außerhalb des Klassenzimmers und im großtechnischen Maßstab zu erleben.

Ein herzlicher Dank gilt der Firma LyondellBasell für die Einladung ins Werk, insbesondere Hr. Johannes Müller, der sich den ganzen Tag Zeit für Schülerinnen und Schüler nahm.

 

 

Text: H. Seefried
Foto: J. Müller/DHG