Fachprofil

Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt in verschiedensten Räumen. Hierzu lernen sie Fachkonzepte und -methoden kennen, die ihnen helfen sollen, sich räumlich orientieren und raumgerechte Entscheidungen treffen zu können. Neben fachwissenschaftlichen Methoden soll Geographie die SchülerInnen dazu anleiten, verschiedene Sachverhalte beurteilen und bewerten zu können. Oberstes Ziel des Geographieunterrichts ist es, unseren Planeten als Lebensgrundlage des Menschen in seiner Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihm umzugehen. 
Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler mit den wichtigen fachwissenschaftlichen Methoden vertraut gemacht. Im Anschluss daran beschäftigen sie sich mit dem ihnen bekannten Nahraum, um im Anschluss ihr eigenes Land genauer kennenzulernen. Hierbei wenden sie die vorher erworbenen fachwissenschaftlichen Fähigkeiten immer wieder an. Bereits in der 5. Jahrgangsstufe wird am Deutschhaus-Gymnasium besonders in den Fächern Geographie und Natur und Technik die Eigenverantwortung gefördert. Im Rahmen einer eigenverantwortlichen Arbeitsphase (siehe ADAM) lernen sie Inhalte selbständig kennen und erwerben darüber hinaus in gesteigertem Maß Sozial-, Methoden- und Selbstkompetenzen. In den folgenden Jahrgangsstufen werden nach dem fachdidaktischen Ansatz „vom Nahen zum Fernen“ weitere bedeutende Räume der Welt erschlossen. 
 

Eine gute Darstellung des Faches Geographie finden Sie unter:

https://www.lehrplanplus.bayern.de/fachprofil/gymnasium/geographie/8

 

 

 

P-Seminar Fairtrade-School

Im Rahmen des P-Seminars Fairtrade-School unter der Leitung von Herrn Eyrisch ist es das Ziel, das Deutschhaus-Gymnasium als Fairtrade-School auszuzeichnen und fairen Handel Schritt für Schritt in das Bewusstsein der Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte, Eltern und allen anderen Beteiligten zu bekommen. Mit verschiedenen Events ist dies in den vergangenen beiden Jahren gelungen. Eigens dazu wurde auch ein Blog des P-Seminars ins Leben gerufen: https://blog.fairtrade-schools.de/author/ftschool1129/

Die folgenden beiden Fotos zeigen das P-Seminar bei verschiedenen Aktionen der letzten beiden Jahre.

 

Lehr-Lern-Labor der Universität Würzburg: Naturkatastrophen auf der Spur

5. Klassen zu Besuch im Lehr-Lern-Labor an der Uni Würzburg

Begeisterung war in den Augen der Schülerinnen und Schüler unserer 5. Klassen zu erkennen als sie vom Lehr-Lern-Labor an die Schule zurückkehrten. Denn die Geographie Didaktik am Campus Nord bot allen Klassen einen Tag voller spannender Versuche. Da war es auch nicht schlimm, wenn die Schule bzw. Uni einmal etwas länger dauerte. Die Dozenten Thomas Amend und Dr. Helmer Vogel führen dieses Geographie-Projekt seit einigen Semestern mit unterschiedlichen Themen durch. Dieses Mal unter dem Oberthema „Naturkatastrophen“.
Was ist eine Mure? Wieso spuckt ein Vulkan Feuer? Warum gibt es mittlerweile so häufig Überschwemmungen? Diesen und vielen anderen spannenden Fragen gingen die Schüler auf den Grund.
Getreu dem Motto „Verstehen durch Erforschen“ wurde an sechs unterschiedlichen Stationen im Lehr-Lern-Labor experimentiert und nach den Ursachen und Auswirkungen unterschiedlicher Naturkatastrophen „geforscht“.

An von Studentinnen und Studenten für Lehramt und Sonderpädagogik liebevoll und aufwendig gestalteten Forscherstationen wurden die Schüler auch von diesen betreut, und in Gruppen zu etwa acht Personen durchliefen die Schülerinnen und Schüler insgesamt sechs Stationen, die im regelmäßigem Turnus gewechselt wurden.
Während die erste Gruppe an einem großen, mit Wasser gefüllten Becken die Auswirkungen einer Sturmflut enträtselten, brachte eine andere Schülergruppe an einem Hang große Erdmassen mithilfe von reichlich „Regenwasser“ in Bewegung.
In einem weiteren Raum spuckte ein fast raumhoher Vulkan Feuer, während im nächsten Raum ein Erdbeben simuliert wurde. Neugierige Fragen wurden gestellt, mit offenem Mund gestaunt und schließlich verstanden, wie es funktioniert und welche Auswirkungen es auf den Menschen hat, wenn es zu einer Naturkatastrophe kommt. „Das Experimentieren macht richtig Spaß!“ und „Cool!“ waren nur einige der begeisterten Schülermeinungen.
Den Lehramts-Studentinnen und -Studenten gelang es immer wieder, ihr Fachwissen so anschaulich zu reduzieren, dass die Kinder alles sofort nachvollziehen konnten. Sehr abwechslungsreich mussten die Schüler Hypothesen aufstellen, selbst Hand anlegen oder Probleme theoretisch wie praktisch lösen. So war es nach einem aufregenden Tag auch nicht verwunderlich, dass die Augen immer noch viel Begeisterung ausstrahlten.

ADAM

Experimentieren, Protokollieren, Recherchieren, Versuche selbst aufbauen und und und.

Das alles in Eigenverantwortung. Gearbeitet wird alleine, zu zweit oder in Gruppen. Und das bereits in  der 5. Klasse. Die Fünftklässler können selbst wählen, welche Aufgaben sie wann bearbeiten. So erklärt Tim, dessen Klasse im Schuljahr 2016-17 diese Unterrichts- und Lernform schon ausprobieren durfte: „Wir suchen ein [Ober]Thema aus und machen daraus das, was uns gerade interessiert.“ Ihm machen die Experimente am meisten Spaß, während David besonders gerne die Arbeitsblätter ausfüllt. Auch ob die Kinder alleine, in Zweierteams oder in größeren Gruppen arbeiten, ist ihnen überlassen. „Meistens arbeiten wir aber zu zweit“, erklärt David.

ADAM heißt das Projekt der Fächer Geographie und Natur und Technik. Entdecken, Erproben, Selbermachen sind die Lernprinzipien der auf zehn Wochen angelegten Sequenz, die ein Lehrerteam unserer Schule für die Fünftklässler konzipiert hat. Bei der Entwicklung der Materialien wurden wir von Studierenden des Lehrstuhls für Geographiedidaktik der Universität Würzburg unter Leitung von Thomas Amend tatkräftig unterstützt.                   

Die Selbstverständlichkeit und die hohe Motivation, mit der die Schüler aktiv sind, beruht wesentlich auf den ansprechenden und durchdacht erstellten Materialien. Es wird beispielsweise in einem anschaulichen Versuchsaufbau zum Thema „Naturgefahren in den Alpen“ überprüft, wie Erosion funktioniert und was diese verhindert. Ein schräg gestelltes Brett wird mit einer Erdschicht versehen, mit der Gießkanne wird Niederschlag simuliert, der die Erde zum Abrutschen bringt und die am unteren Ende des Brettes fixierten Häuschen verschüttet. Ganz anders, als die Schülerinnen und Schüler oberhalb der Häuser einen Wald pflanzen, also kleine Bäumchen ins Brett stecken. „Guck mal, wie stark das die Bäume halten.“, ruft David beeindruckt und notiert seine Beobachtung.

Ob Internetrecherche, kleine Filme und Animationen, Texte oder Spiele – der Abwechslungsreichtum der Materialien hält die Motivation hoch. Wir Lehrer unterstützen und fördern dabei individuell und an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler orientiert.             

Abschließend darf aber auch bei dieser Art von Unterricht eine Überprüfung des Erlernten nicht fehlen. Sie können schon während der Erarbeitung, z.B. durch richtiges Protokollieren punkten. Sie können Plakate erstellen und präsentieren oder in Diskussionen ihr argumentatives Geschick unter Beweis stellen. Zu jeder Sequenz gibt es außerdem einen Abschlusstest; die Fünftklässler müssen eine vorgegebene Anzahl an Tests absolvieren. Dabei können die Schüler selber entscheiden, wann sie weit genug sind und geprüft werden wollen.              

Die umfangreiche Sequenz ist ein erster Baustein im Schulentwicklungsplan des DHG. Solche Elemente sollen systematisch in allen Jahrgangsstufen verankert und natürlich auch weiterentwickelt werden. Für dieses Vorhaben jedenfalls wurde mit ADAM ein guter Grundstein gelegt.

Aktivitäten

Erkundung des neuen Stadtteils Hubland (Q12)

In eines der spannendsten Kapitel der jüngsten Würzburger Stadtentwicklungsgeschichte erhielten die Schüler des Geo1-Kurses der Q12 am Montag, 19. März, einen Live-Einblick. Mit der Konversion der ehemaligen Leighton-Barracks entsteht ein neuer, lebendiger Würzburger Stadtteil, der Stadtteil Hubland, der sich als Raumbeispiel direkt vor der Haustüre ideal zur Verdeutlichung aktueller städtischer Entwicklungsprozesse anbietet.

Eine Expertin der Stadt Würzburg hieß die Schüler am Rottendorfer Tor – dem bis zum Jahre 2008 von US-Soldaten bewachten Eingangsportal - willkommen und führte die Gruppe über das Gelände der ehemaligen Leighton-Barracks, auf die noch einige prägende Bestandsgebäude hindeuten. Die Expertin, die das Gelände und das Gesamtkonzept bis ins kleinste Detail kennt, erläuterte ökologische, ökonomische und soziale Aspekte wie sie im Rahmen der Stadtteilentwicklung Hubland als nachhaltiges und integriertes neues Würzburger Stadtquartier umgesetzt werden sollen. Neben Raum für Arbeiten, Forschen, Studieren und Erholen wird das Hubland vielen Menschen ein neues Zuhause bieten. Auf einer Fläche von 135 ha, die in etwa der Altstadt bis zum Ringpark entspricht, sollen zukünftig bis zu 4.500 Bewohner leben können. Das Jahr 2025 wird bereits als Entwicklungshorizont für das Gesamtprojekt angegeben. Es bleibt damit spannend, wie sich die verbleibenden Seiten des Kapitels „Konversion der Leighton-Barracks zum neuen Stadtteil Hubland“ der Würzburger Stadtentwicklungsgeschichte in ihrer konkreten Umsetzung füllen werden.

 Text und Bild: Tina Ohnemus-Laufer

P-Seminar Fairtrade-School


Im Rahmen des P-Seminars Fairtrade-School unter der Leitung von Herrn Eyrisch ist es das Ziel, das Deutschhaus-Gymnasium als Fairtrade-School auszuzeichnen und fairen Handel Schritt für Schritt in das Bewusstsein der Schüler, Lehrer, Eltern und allen anderen Beteiligten zu bekommen. Mit verschiedensten Events soll dies in den nächsten beiden Jahren gelingen. Eigens dazu wurde auch ein Blog des P-Seminars ins Leben gerufen:

https://blog.fairtrade-schools.de/author/ftschool1129/