SAKIOPLUS

Das Deutschhaus-Gymnasium (DHG) bietet ab dem Schuljahr 2018 – 2019 eine Weiterentwicklung des Frühstudiums als Ergänzung des Schulunterrichts in der Oberstufe an. Der Übergang von der Schule zur Hochschule stellt in allen Ländern der Europäischen Union eine deutliche Zäsur im Bildungsgang jedes Einzelnen dar. Immer wieder treten dabei Probleme mit dem Wechsel oder dem Abbruch eines Studienganges auf. In den letzten Jahren erprobten Schulen und Hochschulen neue Ideen und Projekte zur Gestaltung dieses Übergangs. Dazu gehören Frühstudium, Hospitationen, institutionalisierte Beratungen und mehr. Das Deutschhaus-Gymnasium hat eine Kombination von schulischen und universitären Lehrprogrammen für den Übergang von Gymnasium zu Universität entwickelt. Der Übergang wird so zeitsparend und effizient gestaltet und begleitet. Inhalte, Methoden und Organisationsformen des Unterrichts werden von den Lehrenden aus Schule und Universität in ihrer Ausbildungspraxis unmittelbar erprobt und evaluiert.
Teilnehmen können SchülerInnen der 11. und 12. Jahrgangsstufe, die sich im Berufsleben verantwortliche Positionen in den unterschiedlichsten Berufen vorstellen können, dafür Kompetenzen in der Organisation strukturierter Abläufe im Feld der Wirtschaftswissenschaften erwerben wollen und dabei schon einmal die Hochschule näher kennen lernen möchten. Ihre schulischen Leistungen sollten keine Zweifel an der Eignung für die gymnasiale Oberstufe aufwerfen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Externer Partner ist die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb). Auf dem Feld der Wirtschaftswissenschaften werden Kenntnisse erworben, die befähigen, Ablaufprozesse in Kanzleien, Praxen oder Unternehmen effizienter und rationeller zu gestalten und diese damit erfolgreicher zu führen.
Die Schülerakademie setzt auch auf moderne Lehrmethoden über eLearning und erlaubt eine hohe Flexibilität in der Arbeitsweise (in der Schule oder zu Hause).
Vorlesungen und Übungen werden durch die vhb sowie durch eine Fachlehrkraft für Wirtschaft und Recht am Deutschhaus – Gymnasium (Herrn Goldfuss und Herr Eyrisch), also in der Schule selbst betreut.


Ziele und Nutzen

In einer sich ständig wandelnden Arbeits – und Berufswelt spielen Schlüsselqualifikationen und lebenslanges Lernen eine immer größere Rolle. Die Schülerakademie stellt diesbezüglich ein hochwertiges Angebot dar:

  • Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Einblick in die Arbeitstechniken der Hochschule, erwerben Methodenkompetenz über das schulische Maß hinaus und werden damit sicherer in ihrem Entscheidungsprozess für ihren weiteren beruflichen Werdegang. So können weitere Ziele dieser Innovationen, die Reduzierung der Studienabbrecher und Studienwechsler und die Verkürzung der Studiendauer durch neue Instrumente der Gestaltung und Begleitung des Übergangs vom Gymnasium zur Hochschule realisiert werden.  
  • Die Eigenverantwortlichkeit junger Erwachsener für Ihren beruflichen Werdegang wird gefördert.
  • Organisationsabläufe zu strukturieren und zu analysieren bereitet flexibel und vielfältig auf das spätere Berufsleben vor. In allen Berufsfeldern ist die Ver – und aufarbeitung wirtschaftlicher Informationen von besonderer Bedeutung. In diesem Sinne schult der Ausbildungsgang die Fähigkeit zu reflektiertem und verantwortungsbewusstem Entscheiden.
  • Die Inhalte der Schülerakademie stellen „Gelenkwissen“ dar: Die Betonung liegt nicht auf Detailwissen und vorzeitiger Spezialisierung. Vielmehr entstehen Anknüpfungspunkte für lebenslanges Lernen in verschiedenartigen Sachzusammenhängen. Die Auseinandersetzung mit persönlichen Fähigkeiten und beruflichen Anforderungen ist ein wesentlicher Beitrag zur Entwicklung von Selbstkompetenz.
  • Die Universität Würzburg verlangt in vielen Studiengängen eine Mindestzahl von ECTS – Punkten in den ersten beiden Semestern, um das Studium fortsetzen zu können. Durch den Erwerb von ECTS – Punkten im Rahmen der Schülerakademie ist diese Hürde weitaus leichter zu nehmen.

 

Bereits seit 2010 bietet das Deutschhaus-Gymnasium eine völlig neuartige Alternative sowohl zum herkömmlichen Schulunterricht in der Oberstufe als auch zu den bisherigen Formen des Frühstudiums. Mit dem Abitur 2017 hat bereits der sechste Jahrgang das Projekt SAKIO erfolgreich abgeschlossen. Eine Vielzahl an Schülerinnen und Schüler haben sich bisher der Herausforderung „Frühstudium Wirtschaftsinformatik“ gestellt und diese mit Bravour gemeistert.  Im Schuljahr 2017/18 wird SAKIO in der ursprünglichen Form ein letztes Mal durchgeführt. Eine Anpassung des Konzepts ist geplant.

In der Schülerakademie werden Unterrichtsstunden in der Schule durch Lehrveranstaltungen an der Universität ersetzt und damit in die Belegpflicht des Gymnasiums eingerechnet. Dabei werden dort erbrachte Leistungen sowohl als Notenpunkte in die Abiturleistungen als auch als credit points für einen eventuellen Bachelorstudiengang eingebracht, eine Doppelbelastung wie bei einem herkömmlichen Frühstudium wird so vermieden.                         

Die Schülerakademie SAKIO fasst beide Seminarfächer und ein zweistündiges Profilfach zusammen (Leitfach: Wirtschaft und Recht). Externe Partner sind der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik an der Universität Würzburg (Prof. Thome und Prof. Thiesse), die Organisation europafels, die länderübergreifende Initiativen zur Schulentwicklung organisiert und fördert sowie die Virtuelle Hochschule Bayern.                            

Die Schülerakademie setzt vor allem auch auf moderne Lehrmethoden über eLearning und erlaubt so eine hohe Flexibilität in der Arbeitsweise (in der Schule oder zu Hause). Vorlesungen wurden in Übungen an der Universität des Lehrstuhls wie durch eine Fachlehrkraft für Wirtschaft und Recht am Deutschhaus-Gymnasium, also in der Schule selbst betreut. Dadurch und auch durch die Nutzung von eLearning wurde Unterrichtsausfall weitgehend vermieden und gewährleistet, dass die Schüler bei diesem durchaus anspruchsvollen Projekt gezielt begleitet werden konnten. Im Rahmen des W – Seminars musste wie in anderen Seminaren auch eine Seminararbeit erstellt werden. Die Themenstellungen waren dabei auf Grundlage des Leitfaches Wirtschaft und Recht sehr breit gefächert. Im Rahmen des P-Seminars bekamen die Teilnehmer wichtigen Input im Hinblick auf die Berufs – und Studienorientierung von der betreuenden Lehrkraft.               

Die Schülerinnen und Schüler gewannen so einen ersten Einblick in die Arbeitstechniken der Universität und damit mehr Sicherheit in ihrem Entscheidungsprozess für ihren weiteren beruflichen Werdegang. Die Inhalte der Schülerakademie stellen „Gelenkwissen“ dar, die Betonung liegt daher nicht auf einer vorzeitigen Spezialisierung. Vielmehr entstehen dadurch Anknüpfungspunkte für lebenslanges Lernen in verschiedenartigen Sachzusammenhängen.