Das Deutschhaus-Gymnasium bildet derzeit pro Jahrgang eine Klasse für hoch begabte und besonders begabte Schüler, die ca. 20 Schüler umfasst. Auch in höhere Jahrgangsstufen können, sofern Plätze frei sind, neue Schüler aufgenommen werden.

Dem Modellprojekt liegt der reguläre Lehrplan für das bayerische Gymnasium zugrunde.

Die Modellklassen werden nach dem Naturwissenschaftlich-Technologischen Ausbildungsprofil (mit Chemie, Physik und Informatik als Schwerpunkten ab der 8. Jahrgangsstufe) geführt, das jedoch um einen sprachlichen sowie einen geisteswissenschaftlich-philosophischen Schwerpunkt ergänzt wird.

Die Sprachenfolge in den Modellklassen ist: Englisch (5. Klasse) und Französisch (6. Klasse). Eine dritte Fremdsprache ist Pflicht - entweder in Form der spät beginnenden Fremdsprache Spanisch (die dann Französisch ersetzt) oder über einen mindestens zweijährigen Wahlkurs in einer Fremdsprache (Chinesisch, Italienisch, Latein).
 

Die pädagogischen Besonderheiten der Modellklassen sind:

  • Individualisierung: Im Rahmen schulischer Möglichkeiten wird versucht, die individuellen Stärken und Potenziale von Schülern zu fördern und Schwächen auszugleichen.
  • Projektorientierung: Durch Projekte im Rahmen des Unterrichts werden das selbständige Arbeiten und die Teamfähigkeit der Schüler gefördert. Außerdem findet durch Projekte ein ganzheitlicheres Lernen statt. Die Projektorientierung wird in einzelnen Fächern und auch fächerübergreifend umgesetzt.
  • Enrichment durch zusätzliches Fächerangebot: Durch freiwillige Kurse wird die Begabung der Schüler gefördert. Das Angebot reicht von Theater über Musik bis hin zu naturwissenschaftlichem Experimentieren. Darüber hinaus gibt es verpflichtende Zusatzfächer wie Personale Kompetenz (Lerntechniken, Rhetorik usw.), Kreatives Gestalten (Theater, Ausdrucksgestaltung) und Europäisches Denken (Philosophie, Wissenschaftsgeschichte). Ab der 7. Klasse muss jeder Schüler einen mindestens halbjährigen zweistündigen Kurs aus dem Wahlkursangebot der Schule belegen.
  • Akzeleration: Begabte Schüler langweilen sich oft in der Schule. Um dem vorzubeugen, wurden in einzelnen Fächern Stunden gekürzt. Die Modellklassenschüler haben keine Intensivierungsstunden (außer in der 5. Klasse eine Stunde Englisch sowie in der 6. Klasse eine Stunde Französisch). Die Stundenkürzungen ermöglichen die Zusatzangebote für die Modellklassen, ohne die Wochenstundenzahl wesentlich zu erhöhen. In der Regel haben die Modellklassen eine bis maximal zwei Wochenstunden mehr Unterricht als reguläre Gymnasialklassen.
  • Individuelle Schwerpunktsetzung: Die Schüler der Modellklassen können über das Wahlkursangebot sowie über das so genannte Vertiefungsfach persönliche Schwerpunkte setzen. Jeder Schüler wählt ab der 8. Jahrgangsstufe ein Vertiefungsfach, in dem er eine praktisch angelegte Arbeit schreibt. Die Bewertung des Vertiefungsfachs fließt in die Jahresendnote des jeweiligen Faches ein.
  • Mädchenförderung: Die Begabungen von Mädchen werden seltener erkannt als die von Jungen. Mit speziellen Angeboten für Mädchen sollen im Rahmen des Modellprojekts gezielt auch Schülerinnen angesprochen werden, ohne dass zugleich Jungen vernachlässigt werden.
  • Lehrerteam: Jede Klasse wird durch ein Team von drei Lehrern betreut, das Projekte plant, die Elternarbeit koordiniert und gemeinsam das pädagogische Vorgehen in der Klasse gestaltet.
  • Kontaktlehrer: Jeder Schüler hat bis zur 7. Klasse unter den Lehrern des Lehrerteams einen persönlichen Ansprechpartner, der zu dem Kind, aber auch zu den Eltern regelmäßig Kontakt hält und sich mit ihnen austauscht.
  • Elternarbeit: Eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern ist den Lehrern in den Modellklassen wichtig - sei es durch regelmäßige Elterngespräche, durch Mitwirkung der Eltern in den Beschlussgremien der Schule oder in Form von Eltern- und Vortragsabenden.
     

Für eine Aufnahme in die Modellklassen gelten folgende Voraussetzungen:

  • Eignung für das Gymnasium, bestätigt durch ein entsprechendes Übertrittszeugnis
  • Nachweis der besonderen Begabung durch einen Gruppentest am Deutschhaus-Gymnasium, den der Schulpsychologe des DHG durchführt

Die Anmeldung für die 5. Klasse muss zwischen Ende Januar und Ende März des Vorschuljahres erfolgen. Dem geht ca. Mitte Januar immer ein ausführlicher Elterninformationsabend voraus (Näheres auf der Webseite des Modellprojekts - siehe unten).
Bei Quereinstieg in Modellklassen höherer Jahrgangsstufen reicht eine Anmeldung bis Ende Mai aus.
Die Anmeldung erfolgt telefonisch oder per Mail beim Schulpsychologen StD Ulf Cronenberg.

Über die Aufnahme in die Modellklassen entscheidet der Schulleiter in Absprache mit dem Schulpsychologen. Ein Recht auf Aufnahme in die Modellklasse besteht nicht.

Ausführlichere Informationen über die Modellklassen finden Sie auf folgender Webseite: www.modellklassen-dhg.de.

Bei Fragen zu den Modellklassen können Sie sich an Frau Meyer im Direktorat (erreichbar über das Sekretariat der Schule: 0931-35940151 oder an Herrn Cronenberg, den staatlichen Schulpsychologen, (Tel. 0931-3594018, ) wenden.

 

Besondere Aktivitäten

Poetry Slam auf dem WÜRVAR

Sechs Tage, fünf Nächte, nonstop! – Das war das Motto von WÜRVAR, einem Versuch, mit der längsten Variété-Show der Welt ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Und das praktisch nebenan, auf dem Bürgerbräugelände in der Zellerau. Diese Gelegenheit packten die Schüler der 8m beim Schopfe und so durften sie die Texte, die sie zuvor an einem dreitägigen Workshop mit Slammerin Pauline Fueg erarbeitet hatten, auf einer echten Weltrekordbühne präsentieren. Was anfangs Aufregung mit sich brachte, wurde zu einem tollen, wirklich besonderen Erlebnis, denn das Publikum applaudierte zu jedem Werk begeistert, waren es lustige Gedichte und Geschichten oder nachdenkliche Erzählungen. Neben dem Poetry Slam (eine Art moderner Dichterwettstreit), den Pauline Fueg zusammen mit dem DHG und zwei weiteren Schulen veranstaltete, konnten die Schüler allein während der wenigen Stunden, die sie dort verbrachten, Tänzer, Sänger, Dichter und einige weitere sehen, insgesamt also ein beeindruckendes Spektrum an verschiedenen Künstlern, eine Variété-Show eben – und das im größten Ausmaß. Außerdem – wer kann schon von sich sagen, bei einem Weltrekord dabei gewesen zu sein?

Alice A.