Schüleraustausch mit dem Lycée Dumont D’Urville

Wo kann man eigentlich in einem französischen Bahnhof ablesen, auf welchem Gleis der Zug abfährt? Was passiert, wenn man (entgegen der dringlichen Bitte seiner Lehrkräfte) das Metroticket eben nicht aufhebt, bis man die Metrostation verlässt? Warum steht mitten in Paris ein Obelisk? Wieso wird in den meisten Gastfamilien statt auf Tellern direkt auf der Tischdecke gefrühstückt?
Auf die meisten Fragen haben die Zehnt- und Elftklässler, die sich im Oktober in Begleitung von Herrn Lampert und Frau Elflein auf die Reise zu ihren Austauschpartnern ans Lycée Dumont D’Urville in Caen gemacht haben, eine Antwort gefunden. Darüber hinaus gab es jede Menge zu entdecken und zu erleben: an den Landungsstränden, im „Musée pour la Paix“ Mémorial, beim Tagesausflug nach Paris, auf dem Markt, in der Schulkantine, während des Geländespiels im Stadtwald, vor allem aber in den Gastfamilien und zusammen mit dem französischen Austauschpartner.
Die Projektarbeit unseres diesjährigen Austauschs steht unter dem Motto „Erklär mir … / Explique-moi …“ und zielt darauf ab, dass deutsche und französische Schüler in Kleingruppen einen in Frankreich und Deutschland unterschiedlichen Sachverhalt anschaulich darstellen und erklären. Nach dem Vorbild der deutsch-französischen Sendereihe „Karambolage“, die tatsächlich die Folge „Die Sache mit der Tischdecke“ enthält, produzieren die Jugendlichen gemeinsam Erklärvideos, schreiben Reportagen oder drehen Stopmotion-Filme z.B. zu den Themen „Schulnoten“, „Nationalfeiertag“, „Mittagessen in der Schule“ oder auch „Brezel oder Baguette?“. Die erste Hälfte ist mit der Wahl der Themen und der Recherche bereits geschafft. Wir freuen uns jetzt schon auf den Gegenbesuch unserer französischen Freunde im Frühjahr, bei dem die Produkte dann fertiggestellt und präsentiert werden.

Text: P. Elflein
Bilder: S. Lampert

 

Bundeswettbewerb Fremdsprachen: Lehrerpreis SOLO 2019 für das DHG

„The same procedure as last year? The same procedure as every year?” Nicht ganz, denn im Schuljahr 2018/19 hat das DHG aufgrund des anhaltenden und erfolgreichen Engagements den Lehrerpreis SOLO 2019 in Höhe von 300 € für die Fachschaften Englisch und Französisch erhalten.

Vier Schülerinnen haben am Einzelwettbewerb SOLO teilgenommen: Alisa (9m) und Julia (10m) mit Englisch, sowie Alice (9m) und Emma (10m) mit Französisch. Drei von ihnen erhielten aufgrund ihrer herausragenden Leistungen zusätzliche Geldpreise.

Außerdem hat sich zum ersten Mal überhaupt mit Jana (9m) eine Schülerin den Anforderungen der Wettbewerbssprache Latein gestellt, einschließlich des erforderlichen Videos, das für alle Sprachen als Einstiegsvoraussetzung gedreht werden muss.

Und um den diesjährigen Bericht mit einem Zitat aus den Durchführungsbestimmungen des Fremdsprachenwettbewerbs abzuschließen: „…wir haben wundervolle Teilnehmerinnen (und Teilnehmer: leider am DHG bereits seit mehreren Jahren nicht mehr, vielleicht nächstes Jahr?). Sie beweisen hervorragende Fremdsprachenkenntnisse, sie beweisen mit ihrer Wettbewerbsteilnahme aber auch ihre Bereitschaft, zusätzliche Anstrengungen und Leistungen zu zeigen.“

Text und Foto: E. Kress

Was macht einen guten Krimi aus?

Deutschhaus-Schülerinnen gewinnen Workshop mit französischem Autor Olivier Keraval

Dass die Bretagne und spannende Krimis gut zusammenpassen, wissen viele deutsche Leser spätestens seit dem Einsatz von Kommissar Dupin in Jean-Luc Bannalecs Bestseller „Bretonische Verhältnisse“. Aber auch die Schülerinnen der 10m des Deutschhaus-Gymnasiums sind dank eines Bretonen dem Phänomen „Kriminalroman“ auf der Spur.

Als Teilnehmer am Prix Polar, einem Wettbewerb des Deutsch-Französischen Instituts Erlangen und des Cornelsen Verlags, erhielten sie den Anfang eines französischen Krimis und führten die Geschichte mit ihren eigenen Ideen fort. Den Ausgangstext lieferte Olivier Keraval, renommierter Krimi- und Comicautor sowie waschechter Bretone, mit seinem Titel Urgences Vétérinaires (auf deutsch: Tierambulanz). In diesem Krimi sind die beiden Jugendlichen Anna und Romain einer Bande von Hunde-Kidnappern auf der Spur. Die Deutschhaus-Schülerinnen Felicia Feser, Anouschka Schuppert, Julia Zink, Sophia Wen und Fiona Erdmann überzeugten in der ersten Wettbewerbsrunde des Prix Polar mit ihrer spannenden Fortsetzung die Jury des Deutsch-Französischen Instituts und schafften es unter die besten Sechs (bei insgesamt über 70 eingereichten Texten) und zeigten damit, dass sie auf die Frage „Was macht einen guten Krimi aus?“ eine passende Antwort hatten.

Daher kam Olivier Keraval gemeinsam mit Rachel Gillio, Direktorin des Deutsch-Französischen Instituts Erlangen nach Würzburg, um sich in der Bibliothek des Deutschhaus-Gymnasiums mit den DHG-Schülerinnen und ihrem Französischlehrer Steffen Lampert zu treffen und im Rahmen eines Workshops den Textentwurf weiter zu verbessern.

Keraval nahm sich nicht nur Zeit für persönliche und fachliche Fragen; er war auch selbst interessiert an den Ideen der Schülerinnen. Im Gespräch gab er wertvolle Tipps und half dabei, Schwächen im Text zu identifizieren und auszumerzen. Von den sprachlichen und erzählerischen Leistungen zeigte er sich beeindruckt. Im Zentrum des Workshops stand die Rolle von Romain, einem der beiden jugendlichen „Detektive“, für den die Teilnehmerinnen eine ganz eigene Idee entwickelt hatten und von der sich Keraval sehr angetan zeigte. Der Autor verriet zwar nicht, wie seine „eigene“ Romanversion weitergeht, aber mit etwas Glück wird der Text der Deutschhaus-Schülerinnen als alternative Version zu Keravals Text vom Cornelsen Verlag gedruckt und in der Reihe série polar im Oktober 2019in Deutschland erscheinen.

„Was macht einen guten Krimi aus?“ – zum Abschluss des Workshops wussten die Teilnehmerinnen, worauf es dem Profi ankommt: ein vielversprechender Auftakt mit einem „Verbrechen“, eine klar strukturierte, glaubwürdige Handlung, ein logischer Aufbau und ein überraschendes Ende. Mit diesem Wissen hoffen die Deutschhaus-Schülerinnen nun, dass ihr Text auch in der Finalrunde die Jury des Cornelsen Verlags überzeugen wird. Ob mit dem gleichen Erfolg wie bei Kommissar Dupin und den „Bretonischen Verhältnissen“, könnten dann die Leser entscheiden.

Text und Fotos: Steffen Lampert

Französisch mit allen Sinnen

Mit allen Sinnen Vokabeln lernen

Diese nachhaltige Lernmethode ist besonders wichtig in der Unterstufe. Welche Möglichkeiten es gibt, haben unsere Sechtsklässler mithilfe eines anprechenden interaktiven Lapbooks festgehalten (eine Coproduktion von Frau Bayer für Latein und Frau Kaiser für Französisch).

Wie schmeckt Frankreich?

Am besten einfach mal ausprobieren! Was die Lehrbuchpersonen Léo und Marie können, das können die Schüler der 6d und der Intensivierungsgruppe Französisch auch: Wir mischten Zitronenlimonade mit Minzsirup zu einem erfrischenden "diabolo menthe". Neben dem leckeren Minz-Geschmack probierten wir auch "diabolo grenadine", mit Granatapfelsirup. Mhmm, c'est bon!

Text und Fotos: B. Kaiser

Salut tout le monde! Fünftklässler entdecken Französisch

«Salut tout le monde ! Je m’appelle Cassandre !» So stellt sich Cassandre Tiphaine, die als Europäische Freiwillige beim Partnerschaftsreferat des Bezirks Unterfranken arbeitet, bei den Schülerinnen und Schülern unserer Klassen 5a bis d vor. Ihre anfängliche Scheu vor dem ungewohnten Klang legen die Kinder, die vor der Wahl der 2. Fremdsprache stehen, schnell ab, und entdecken spielerisch und mit großer Begeisterung einige Besonderheiten der französischen Sprache und Kultur.

Die Schülerinnen und Schüler des Deutschhaus-Gymnasiums können Französisch als 2. Fremdsprache (ab der 6. Klasse) oder als 3. Fremdsprache (ab der 8. Klasse) wählen. Am 21.03.2019 finden die Infoveranstaltungen für die Eltern unserer Fünft- und Siebtklässler statt.


Text und Fotos: S. Lampert