Im Mittelpunkt des Deutschunterrichts steht die Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift, was die Rolle des Fachs als Leitfach der gymnasialen Bildung begründet.

Die Schüler und Schülerinnen lernen, verständlich, regelkonform, sach-, situations- und adressatengerecht sowie stilsicher zu formulieren und Sprache auch als ästhetisch gestaltbares Medium zu verstehen.

Sie üben, sich mithilfe der gesprochenen Sprache zu unterschiedlichen Zwecken über vielfältige Themen zu verständigen und vor einem Publikum frei zu sprechen.

Zudem begegnen sie den drei aus der Grundschule bekannten Grundformen des Schreibens wieder: dem erzählenden, dem informierenden und dem argumentierenden Schreiben. Diese Grundformen werden von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe weiterentwickelt.

Ein weiterer Kerninhalt des Faches ist die Auseinandersetzung mit zunehmend anspruchsvolleren pragmatischen und literarischen Texten. Die Schüler entnehmen den Texten zielgerichtet Informationen, und prüfen diese auf Aktualität, Informations- und Wahrheitsgehalt. Die Beschäftigung mit Werken aus unterschiedlichen Epochen und Kulturkreisen vermittelt dabei Grundmuster menschlicher Erfahrungen, Zugänge zu verschiedenen Weltsichten und Kulturen sowie literarisches Überblickswissen und bildet so eine wichtige Grundlage für die Teilnahme am kulturellen Leben.

Insgesamt ermöglichen die vier Bereiche „Sprechen und Zuhören“, „Lesen“, „Schreiben“ und „Sprachgebrauch und Sprache untersuchen und reflektieren“ es den Schülern und Schülerinnen, mit ihrer sprachlichen Kompetenz auch den eigenen Horizont zu erweitern und fördert die Entwicklung von Fantasie, Kreativität und den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

Alle Kompetenzbereiche des Faches bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für das Lernen über und mit Medien – eine Aufgabe, die durch den Einsatz der interaktiven Whiteboards am Deutschhaus-Gymnasium deutlich erleichtert wird.

 

Deutsch am Deutschhaus-Gymnasium

Lehrwerke:

  • „Deutsch kompetent“ (Ernst Klett Verlag) in der 5. und 6. Klasse

  • „Deutschbuch“ (Cornelsen Verlag) ab der 7. Klasse

Schulaufgaben und Tests:

  • In den Jahrgangsstufen 6 und 8 finden bayernweite Leistungstests statt, die als kleiner schriftlicher Leistungsnachweis gewertet werden. Übungsmaterial steht auf der Webseite des ISB zur Verfügung.

  • In der 9. Klasse wird eine schriftliche Schulaufgabe durch eine mündliche Schulaufgabe (Debatte) ersetzt. Informationen zur Debatte sind hier zu finden: www.jugend-debattiert.de

Zusätzliche Angebote:

  • Fachintensivierungen
  • Leserattenclub
  • Kreatives Schreiben
  • Vorlesewettbewerb und Vorlesetag
  • Jugend debattiert
  • Schülerzeitung
  • verschiedene Theatergruppen bzw. -projekte
  • Lesungen und Ausstellungen in der Bibliothek
  • Mittelalterprojekt in der 7. Klasse
  • Theaterbesuche
  • Weimarfahrt
  • Exkursionen (z.B. Mainpost, Universität)

Besondere Aktivitäten im Fachbereich Deutsch

Sieger des Schreibwettbewerbs „Neuland“ geehrt!

Bereits zum zweiten Mal fand auch im Schuljahr 2018/19 am DHG ein Schreibwettbewerb statt. Vom gestellten Thema „Neuland“ ließen sich Schülerinnen und Schüler aus fast allen Jahrgangsstufen inspirieren und zum Schreiben motivieren. Dementsprechend machten viele kreative, berührende und spannende Einsendungen der Jury die Entscheidung schwer.

Zur Prämierung waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Bibliothek geladen. Dort lasen sie aus ihren Texten und die Sieger nahmen Urkunden und Buchpreise entgegen.

Robin (10m) entführte seine Zuhörer mit einer sprachlich variablen fantastischen Geschichte ins ferne Afrika und gewann mit seiner Kurzgeschichte den 1. Preis.

David (5d) hatte seine Gedanken zu Neuland in ein ansprechendes Gedicht verpackt und errang damit den 2. Platz.

Tim (Q11) überzeugte mit einem sprachlich versierten Gedicht, das seine widerstrebenden Eindrücke von der schulischen Fahrt nach Weimar und Buchenwald spiegelte. Er erhielt dafür den 3. Preis.

Friederike (8m) gewann mit einer berührenden Geschichte über ein behindertes Mädchen den 4. Preis.

Auch von den anderen schönen eingereichten Texten gab es bei der Prämierung noch einige zu hören. Die Vielfalt an Ideen hat uns begeistert und Lust gemacht auf eine Neuauflage in den nächsten Jahren!

Text: M. Weigand & N. Bauer

Robins Kurzgeschichte "Seien Sie gewarnt!" in voller Länge.

 

Die Kinder hören irgendwann auf zu lesen…

Gleich nach den Osterferien kein spannender Deutschunterricht, sondern der Besuch einer Buchhandlung? Es hätte sie schlimmer treffen können, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5m, denn ihnen wurde im Rahmen der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“  zum Welttag des Buches nicht nur ein kleines Büchlein geschenkt, sondern viel Wissenswertes über die Welt der Bücher, Verlage und Buchhandlungen mitgegeben.
Begeistert lauschten sie den Empfehlungen von Britta Kirsch von der Buchhandlung Neuer Weg, die einige Bücher inhaltlich kurz anriss, um sie dann wieder ins Regal zu stellen – Interesse geweckt, Buch wieder versteckt. Nach Zeit zum Stöbern und Blättern, einem Quiz, bei dem es ein Buch zu gewinnen gab und der Erkenntnis, dass der Neue Weg einen Leseclub hat, der stets Vorabveröffentlichungen von Jugendbüchern kritisch liest und bewertet und zudem immer Nachwuchs sucht, trat die 5m wieder den Heimweg an. Und obwohl es in der Klasse bereits einige Leseratten gibt, jetzt wird sicher der ein oder andere auch mal wieder zum Buch greifen – und hoffentlich nicht wieder aufhören. Denn das sei leider oft ein Problem der Heranwachsenden, dass sie einfach das Interesse am Lesen verlieren.

 

 

Wie findet man ein gutes, spannendes, berührendes oder witziges Jugendbuch?

Diese Frage lässt sich jetzt für die Achtklässler des DHG leicht beantworten: durch einen Bookslam.

Viele kennen bereits einen Poetryslam, einen modernen Dichterwettstreit, so etwas bietet auch die Stadtbücherei Würzburg, aber nicht mit selbst geschriebenen Gedichten, sondern mit aktuellen Jugendbüchern. Das Konzept des Bookslam wurde von der Akademie Remscheid entwickelt und dient der Leseförderung Jugendlicher.

Alle 8. Klassen konnten an solch einem Slam vor den Winterferien teilnehmen, wo mit viel Spannung und Witz neue Jugendliteratur von drei Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei präsentiert wurden. Dies geschah auf völlig unterschiedliche, aber immer auf anregende Art, mal als kurzer Dialog, mal als Filmausschnitt mit unterlegter Lesung, dabei von Musik und Bildern unterstützt.

Am Ende der einzelnen Vorstellung durften die Schülerinnen und Schüler Punkte vergeben, und so kristallisierten sich drei Gewinnerbücher heraus. Die Resonanz in der Schülerschaft war durchweg positiv, zumal alle präsentierten inzwischen für die Bücherei des DHG angeschafft wurden und dort zur Ausleihe bereit stehen.

Text und Foto: M. Weigand

 

Lesung: Peter Hub liest, spielt und musiziert „Die Konferenz der Tiere“ von Erich Kästner

Am Freitag vor den Faschingsferien erlebten die Fünftklässler des DHG dank des Schauspielers und Rezitators Peter Hub einen Ferienauftakt der besonderen Art. Herr Hub war schon oft zu Gast an unserer Schule. In den letzten Jahren fesselte er die Schülerinnen und Schüler vor allem mit seinem Balladenprogramm. 
Dieses Jahr stellte er Erich Kästners Kinderroman „Die Konferenz der Tiere“ vor. Aber er las nicht einfach nur vor. Nein! Neben dem Text hatte er Instrumente, wie z.B. eine Handpan, Klanghölzer und eine Flöte sowie einige schauspielerische Requisiten im Gepäck, mit denen er schnell in die ein oder andere Rolle schlüpfen konnte. Mit Hilfe der Instrumente imitierte Herr Hub Tiergeräusche, wie die des Spechts, der mit seinem morsezeichenähnlichen Klopfen die Tiere zur Konferenz ruft. Zwischen den einzelnen Textausschnitten ließ Herr Hub immer wieder seine Handpan erklingen, sodass sich die Klänge wie ein Leitmotiv durch die gesamte Lesung zogen.
Wie so oft bei literarischen Texten, ist Kästners Roman aus dem Jahr 1949 auch nach 70 Jahren inhaltlich noch hochaktuell. Die Tiere organisieren parallel zur 87. Internationalen Konferenz der Staatsoberhäupter in Kapstadt eine Konferenz der Tiere im Hochhaus der Tiere, zu der Tiere aus allen Erdteilen kommen. Die Tiere werfen den Menschen vor, zwar begabt zu sein, aber trotzdem nicht verantwortungsvoll zu handeln, da sie Kriege führen und Grenzen bauen. Die Tiere finden dies den Menschenkindern gegenüber verantwortungslos und sehen sich in der Pflicht, im Namen der Kinder von den Politikern eine Welt ohne Blutvergießen und Grenzzäune zu fordern. Dazu wenden sie ungewöhnliche Methoden an: So zernagen Ratten und Mäuse die Akten der Konferenz in Kapstadt, da die Akten der Vernunft im Weg seien. Weiterhin zerfressen Schwärme von Motten die Uniformen der hochrangigen Staatsmänner, da diese Uniformen der Einigkeit auf der Welt im Weg ständen. Doch die Politiker zeigen sich nicht zu Veränderungen bereit. Erst als die Tiere alle Kinder verschwinden lassen, wird den Menschen bewusst, dass sie für ihre Kinder an einer besseren Zukunft arbeiten müssen. Letztendlich werden Friedensverträge unterzeichnet und Grenzzäune eingerissen und die Kinder kehren wieder nach Hause zurück.
Der Text ist also ein Appell für Frieden und Toleranz einzustehen.
Peter Hub gelang es sehr gut, den Witz und die Komik, die Erich Kästner in die ernste Thematik seines Romans einfließen ließ, darzustellen, so dass die Lesung für alle Schülerinnen und Schüler ein amüsantes und kurzweiliges Erlebnis war.
 

Hurra: Moritz debattiert in München

Das Regionalfinale von „Jugend debattiert“ wurde dieses Jahr am Deutschhaus-Gymnasium ausgerichtet, vortrefflich organisiert von Schulkoordinator Thomas Kachelmann. Über 150 TeilnehmerInnen aus zahlreichen Schulen Unterfrankens fanden sich am 19. März 2019 ein, um zu debattieren, zu jurieren und zu lauschen. Den DebattantInnen vom DHG war dabei großer Erfolg beschieden. Alice (9m) konnte im Finale der Sekundarstufe I den dritten Platz erstreiten. Moritz (Q12) gewann gestenreich und furios das Finale der Sekundarstufe II.  Er wird die Region beim Landeswettbewerb vertreten. Wir wünschen ihm Glück und gute Worte!

Text und Foto: U. Meyer

 

Tempolimit für Hundehalter? - Schulwettbewerb Jugend debattiert

Der Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ 2019 war geprägt von brandaktuellen Fragen. Die Schüler der Sekundarstufe II beschäftigten sich u.a. mit der Fragestellung: „Soll in der EU die Zeitumstellung beendet werden?“

Die Sekundarstufe I debattierte die Fragen, ob in Deutschland ein generelles Tempolimit eingeführt, ob ein Hundeführerschein vorgeschrieben und ob privates Silvester-Feuerwerk verboten werden soll.

Mit Sachkenntnis, rhetorischem Geschick und viel Engagement traten die Debattanten aus den Jahrgangsstufen 8 bis 12 gegeneinander an und stellten sich den geschulten Ohren der Juroren.

Als Schulsieger gingen Moritz und Finn sowie Alice und Yasmina aus dem Wettbewerb hervor. Sie werden die Schule beim Regionalwettbewerb vertreten, der dieses Jahr am Deutschhaus-Gymnasium stattfinden wird. Wir gratulieren den ausgezeichneten Teilnehmern und wünschen viel Erfolg für die weiteren Runden!

Text und Foto: U. Meyer

 

Vorlesetag der 5. Klassen: "Hilfe, die Herdmanns kommen"

Wenn man gewöhnlicherweise von Familiengeschichten hört, kann das beim Zuhörer ein gelangweiltes Gesicht oder vielleicht sogar unbehagliches Gefühl hervorrufen. Ganz anders verhielt es sich dagegen am DHG für die fünften Klassen beim diesjährigen weltweiten Vorlesetag, der am 16.11.18 in der Schülerbibliothek stattfand.

Mit einem Schmunzeln lauschten die Fünftklässler gespannt der Geschichte „Hilfe, die Herdmanns kommen“ von Barbara Robinson, die von den Lehrkräften gekonnt vorgelesen wurde. Dabei gelang es mit dieser lustigen Geschichte nicht nur, die Schülerinnen und Schüler zum Lachen zu bringen, sondern auch mit einer zweiten Familiengeschichte, nämlich „Die Paulis“ von Gernot Gricksch, in das Land der Fantasie zu entführen und zum Selberlesen zu begeistern.

Dass das Vorlesen die Begeisterung für Bücher und damit auch das Lesen insgesamt fördert, beweist nichts besser als der Satz eines Schülers: „Wann dürfen wir wieder eine so witzige Deutschstunde erleben?“

Text: 5d
Foto: K. Bayer

 

Unterstufentheater:
Talkshow im Märchenwald

Wer glaubt, dass Schneewittchen ein braves, ordentliches Mädchen ist, das irgendwie auch noch schuldlos in einem gläsernen Sarg landet, der irrt. In der Märchen-Talkshow zum Thema „Spieglein, Spieglein an der Wand – Die wahren Hintergründe“, die das Unterstufentheater am Ende des Schuljahres präsentiert, erfahren die Zuschauer endlich, wie es wirklich war.

Die neun Mädchen und drei Jungen aus der fünften und sechsten Jahrgangsstufe haben sich lange und engagiert auf ihre Aufführung vorbereitet. Zu Beginn des Schuljahres ging es mit verschiedensten Übungen zu Atem und Stimme, Körpersprache und ausgewählten allgemeinen Grundtechniken los. Immer wieder waren die Schüler gefragt, Szenen in Kleingruppen zu improvisieren, so etwa an Weihnachten.

Wie es aussieht, wenn der Weihnachtsmann ausgebrannt beim Jobcenter nach einer neuen Beschäftigung sucht oder am Heilig Abend alles drunter und drüber läuft, setzten die Schüler auf kreative und enthusiastische Weise um. Ebenso übte die Gruppe des Unterstufentheaters ihre Fantasie und Bühnenkompetenz in der szenischen Darstellung von humorvollen Gedichten des berühmten Autors Heinz Erhardt. Dabei erhielten die Schüler sogar essentielles Fachwissen, wie zum Beispiel warum Zitronen überhaupt sauer sind.

Letztlich ging es an die Auswahl eines passenden Bühnenstücks. Einstimmig fiel die Wahl auf die Talkshow im Märchenwald. Übermütige Zwerge, die die ungeschönte Wahrheit enthüllen, ein Herr Rumpelstilz, der mehrmals die Sendung crasht, plauderfreudige Froschkönige und viele weitere spannende Figuren machen die Talkshow zu einem quirligen Stück.

Text und Fotos: T. Ohnemus-Laufer

 

Oberstufentheater:
Ein Blick von der Brücke

Illegale Einwanderung – ein Thema, das Arthur Miller schon 1955 zum Gegenstand seines Dramas „Ein Blick von der Brücke“ machte, und das bis heute nichts an seiner Aktualität verloren hat.

Die Geschichte des Hafenarbeiters Eddie Carbone handelt von Liebe, Eifersucht, Ehre und Verrat. Das New York der 50er Jahre wird so zum Schauplatz einer familiären Tragödie.

Im Armutsviertel Red Hook, südlich der Brooklyn Bridge, leben Beatrice und Eddie Carbone zusammen mit ihrer Nichte Catherine. Als den illegal aus Sizilien eingereisten Vettern Marco und Rodolpho Unterschlupf gewährt werden muss und Catherine beginnt, mit einem der beiden auszugehen, unternimmt Eddie alles, um das junge Paar auseinanderzubringen. Er schreckt auch nicht davor zurück, diese an die Einwanderungsbehörde zu verraten, was ihm in einer letzten Auseinandersetzung zum Verhängnis wird.

Spannungen zwischen Hoffnung und Sabotage, Ehre und Wahrheit, Angst und Zuversicht sowie Liebe und Eifersucht machen dieses Stück zu dem was es ist: Ein eindrucksvolles Drama, welches gesellschaftliche Probleme aufzeigt und den Zuschauer erkennen lässt, wie schnell ein Konflikt tödlich enden kann.

Die zahlreichen Proben im Laufe des Jahres waren zwar mit großem Arbeitsaufwand, jedoch immer auch mit viel Freude verbunden und so sind wir sehr glücklich, dass die Aufführungen so erfolgreich waren und wir eine beachtliche Summe durch die eingenommenen Spenden, passend zur Migrationsthematik, dem UNHCR Deutschland zugutekommen lassen können. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an alle, die dies unterstützt haben!

Text: Nicole C.
Fotos: M. Pietschmann

 

Ein Besuch in Weimar und Buchenwald: 140 Schüler und Schülerinnen der Q11 auf Reisen

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Goethe selbst gab uns das auf den Weg. 140 Schüler und Schülerinnen der Q11 folgten mit ihren Lehrern seinem Rat und begaben sich auf eine zweitägige Reise nach Weimar. Glücklicherweise musste die Gruppe nicht die Kutsche nehmen, sondern konnte auf einen 14 Meter langen Bus zurückgreifen, der die Reise dann doch erheblich bequemer verlaufen ließ als das zu Goethes Zeit möglich gewesen wäre.

Das Programm am ersten Tag stand ganz im Zeichen Goethes. Die Ausstellung „Lebensfluten – Tatensturm“ im Goethe-Nationalmuseum verschaffte der Gruppe einen Einblick in die Vielseitigkeit des Dichters weit über sein literarisches Schaffen hinaus, weshalb er oft als „Universalgenie“ bezeichnet wird. Von dort ging es in Goethes Wohnhaus, in dem der Dichter 50 Jahre lang bis zu seinem Tod 1832 gelebt hatte. Mit Audio-Guides bestückt wanderten die Schülerinnen und Schüler durch die Wohnung des Dichters am Frauenplan – und staunten, wie dieser das Haus nach seiner Italienreise in ein großzügiges Anwesen nach klassizistischem Kunstideal verwandelt hatte. Beeindruckt hat auch das original erhaltene Arbeitszimmer, das Zimmer, in dem er seinen „Faust“ geschrieben hatte, den nun Schülergeneration um Schülergeneration mit mehr oder weniger „Fleiß studiert“.

Diesen „Faust“ sollte die Gruppe dann auch am Abend im Nationaltheater Weimar erleben. Und ein Erlebnis wurde es tatsächlich, denn die Inszenierung war ganz und gar nicht aus der Mottenkiste geholt, sondern die Schauspielerinnen und Schauspieler zogen das Publikum mit hinein ins Stück. Es wurde viel gelacht und gestaunt und auch etwas mitgelitten mit diesem Faust, der auch hier unbedingt wissen wollte, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, und der dabei doch so viele Phrasen drosch. Mit einem souveränen, energischen, auch ein wenig ordinären Mephisto hatte dieser Faust einen Gegenspieler, der wusste, wie man das Publikum auf seine Seite zieht. Ein gelungener Theaterabend!

Nach einer – für viele – viel zu kurzen Nacht, führte der nächste Tag weg von Goethe in die nur wenige Kilometer entfernte Gedenkstätte Buchenwald. Fast 60000 Menschen hatten die Nationalsozialisten in der Zeit des Dritten Reichs in diesem Konzentrationslager umgebracht, insgesamt 266000 waren dort inhaftiert gewesen. Ein kurzer Film zu Beginn der Besichtigung, in dem unter anderem Überlebende zu Wort kamen, ließ die Gruppe erahnen, was es bedeutet hatte, an diesem Ort Häftling zu sein. Die anschließende Führung über das Gelände führte den Schülerinnen und Schülern den damals herrschenden Terror, die Willkür und die Wertlosigkeit des Lebens der Häftlinge drastisch vor Augen. Anschaulich und informativ ergänzte die neue Ausstellung auf dem Gelände die Eindrücke.

Und so konnten die Schüler und Schülerinnen der Q11 mitsamt ihren Lehrern nach zwei intensiven Tagen in Thüringen dann auch erschöpft ihr mitunter nicht ganz leichtes Bildungsgepäck am Samstagnachmittag mit nach Hause nehmen.

Text und Foto: S. Bach

 

Lyrik für die 5. Klassen:
Peter Hub – ein gern gesehener Gast

Es gibt Gäste, bei denen alle ziemlich froh sind, wenn sie endlich gehen, und es gibt Gäste, bei denen sich jeder freut, wenn sie wiederkommen. Peter Hub gehört definitiv in die zweite Kategorie. Wenn der Schauspieler und Rezitator ans DHG kommt, wissen die Eingeweihten: Jetzt ist wieder Zeit für „Ottos Mops“!

Dieses Jahr versammelten sich die Fünftklässler am 20. Februar mit ihren Lehrkräften in der kleinen Aula und warteten auf das Kommende. „Um Gedichte“ sollte es in den nächsten 45 Minuten gehen. Manche Schüler waren bei dieser Ankündigung schon ganz gespannt, andere wiederum freuten sich einfach nur, jetzt kein Englisch oder Mathe haben zu müssen.

Auftritt Hub. Mit ganz wenigen Requisiten trug er die unterschiedlichsten Gedichte vor. Nein, Peter Hub trägt nicht einfach vor: Er lebt und inszeniert Gedichte wie kleine Theaterstücke. Wenn er als „Zauberlehrling“ vor den wogenden Wassermassen auf einem Stuhl Zuflucht sucht und schließlich in seiner Not – das Zauberwort zur Beendigung des Spuks hat er glaubhaft vergessen – den Meister ruft, dreht sich mehr als ein Kopf suchend um – in Erwartung, den heimkehrenden Zaubermeister leibhaftig zu sehen!

Auch in den folgenden Minuten hingen die Zuhörer gebannt an dem Geschehen vor ihnen und durchlebten die unterschiedlichsten Gefühle. Mit-Leiden mit „John Maynard“, der mit letzter Kraft die brennende „Schwalbe“ in den Hafen von Buffalo steuert, Empörung über die unritterliche Forderung von Fräulein Kunigunde, leise Trauer vermischt mit Staunen über den Herrn Ribbeck und seine Birne und dazu jede Menge Gelächter über die komischen Elemente, die der Schauspieler stets großartig in Handlung umsetzt.

Verblüffend schnell verging diese Schulstunde der etwas anderen Art. Und wenn die eine oder der andere mit dem Gefühl in die Pause ging: So lassen sich Gedichte also auch vortragen, dann folgt hier die Aufforderung: Probiert es einfach aus! Wenn Ihr an dem Gedicht Freude habt, dann haben auch die Zuhörer ihre Freude daran!

Text und Fotos: K. Bayer

 

Fränggisch gredd – ein Besuch im Unterfränkischen Dialektinstitut der Uni Würzburg

Dass der fränkische Dialekt am DHG und generell in Würzburg, in der „Schdood“, leider kaum mehr gesprochen wird, ist sicherlich bedauerlich. Denn so geraten echt fränkische Begriffe wie „Schlucker“ für Schluckauf, aber auch unterfränkische Varianten wie „Kääs“ oder „Kaas“ für hochdeutsch Käse immer mehr in Vergessenheit. Umso wichtiger ist es, sich die Herkunft und Bedeutung von Dialekten im Allgemeinen und Besonderheiten des fränkischen Dialekts wieder einmal in Erinnerung zu rufen.

Vor allem deshalb besuchte die Klasse 8b am 6.3.2018 den jährlich stattfindenden Dialekttag der Universität Würzburg, der in diesem Jahr unter dem Motto „Dialekt und Humor“ stand. Nachdem Monika Fritz-Scheuplein, Organisatorin des Unitages, die Schülerinnen und Schüler aus 16 verschiedenen unterfränkischen Gymnasien in ihrem Vortrag „Zwischen Kääs und Kaas. Dialekte in Unterfranken“ über die Vielzahl der fränkischen Dialekte informiert hatte, konnte Angela Sey, Theaterpädagogin, Schauspielerin und Regisseurin, die teilnehmenden 8. Klassen mit praktischen Beispielen zum Thema „Dialekte – Knaller der Comedians“ begeistern. Danach spielte jede Klasse ihren im Unterricht vorbereiteten Sketch vor, die von einer Jury u. a. nach den Kriterien Verständlichkeit, Dialektauswahl, Gestik und Mimik des Sketches bewertet wurde.

Nach der Mittagspause, in der die Schüler an einem Lernzirkel über alle deutschen Dialekte teilnehmen konnten, stellten jeweils zwei bis drei Schüler einer Klasse Witze vor, die in verschiedenen Dialekten verfasst waren.

Beendet wurde der lehrreiche und informative, wenn auch bisweilen etwas laute Tag an der Uni Würzburg mit einer kleinen Überraschung. Denn die Klasse 8b erreichte mit ihrem Sketch „Himmlisches Fränggisch“ unter 16 teilnehmenden Klassen den vierten Platz. Der Gewinn „Ein Tag als Chefredakteur in der Main-Post“ fand mit großer Begeisterung der Klasse 8b am 20.07.18 als abschließende Exkursion am Heuchelhof statt.

Übrigens: Wer sich für fränkische Dialekte und weitere Informationen zum Unitag interessiert, findet ausführliche Informationen auf der Homepage des Unterfränkischen Dialektinstituts unter:
http://udi.germanistik.uni-wuerzburg.de/wp/

Text: A. Heilos

 

Schmökern, Recherchieren, Arbeiten – all das und noch einiges mehr ist in unserer modern gestalteten Bücherei möglich. Auf  zwei Ebenen befinden sich zwischen den Regalen mit mehr als 10000 Büchern und Zeitschriften gemütliche Leseecken, Arbeitsbereiche und sechs Computer. Für alle Fächer gibt es hier etwas zu finden, neben der wichtigsten Fachliteratur auch Übungsmaterial und vor allem ein großer Kinder- und Jugendbuchbereich.

In den Pausen und nach 13 Uhr steht die Bücherei im Erdgeschoss allen Schülerinnen und Schülern offen. Jedes Jahr kommen viele weitere Neuerscheinungen dazu – ob aktuelle Belletristik für junge Erwachsene, Krimis, Science Fiction, die neueste Zeitschrift für den Englischunterricht genauso wie Bücher für unsere jüngsten Leserinnen und Leser.

Einmal in der Woche trifft sich in der Bücherei der Leserattenclub. Hier werden neue Bücher vorgestellt und Teile daraus vorgelesen. Da liegt es nahe, dass der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen hier abgehalten wird. Jedes Jahr im November findet ebenso der Vorlesetag der Stiftung Lesen statt, an dem Lehrer der Schule oder Prominente aus der Region jungen Lesern ihr Lieblingsbuch vorstellen, sei es nun die Mathelehrerin der Klasse oder der ehemalige Würzburger Bürgermeister Georg Rosenthal. Regelmäßig kommen Autoren und Rezitatoren zu Lesungen für die Unter- und Mittelstufe. Alle zwei Jahre kommt es in der Bücherei zum unterfränkischen Regionalentscheid von "Jugend debattiert".

So ist unsere Bücherei alles andere als eine verstaubte Sammlung alter Bücher. Sie ist ein offener und lebendiger Lern-, Arbeits- und Veranstaltungsbereich und daher ein zentraler Baustein unseres Schulkonzepts.

 

Die Bücherei im Überblick

Öffnungszeiten:

  • in den Pausen
  • nach 13:00 Uhr

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