Erfolgreicher Einsatz für Umwelt und Natur

Während der Aktionswoche des BUND Naturschutz in Bayern e. V. Ende März 2019 war es wieder so weit: Mit Roller und per pedes schwärmten fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Klassen 6B und C des Würzburger Deutschhaus-Gymnasiums mit ihren Sammelausweisen und Spendendosen aus, um Überzeugungsarbeit in Würzburg und Umgebung für den Erhalt der heimischen Flora und Fauna zu leisten und zu Spenden für Umwelt- und Naturschutzprojekte aufzurufen. Dabei gelang es unseren Sechstklässern durch tatkräftigen Einsatz in ihrer Freizeit einen Spendenbetrag von über 330€ einzunehmen.

Der Bund Naturschutz dankte den Sammelerfolg mit Urkunden und kleinen Geschenken für die beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie der Auszeichnung des Deutschhaus-Gymnasiums als "Partnerschule des BUND Naturschutz Bayern e.V."

Vielen Dank für euer beherztes Eintreten für den Natur-, Klima-, und Artenschutz im Pflanzenkunde- und Wirbeltierjahr von NuT 6 insbesondere an Cedric, Bastian, Lena, Anika, Lucie, Jana, Suri und Elma aus der 6B, an Gabriel, Adrian, Sayuri, Katharina, Lina, Johanna und Julia aus der 6C und an alle anderen, die sich daran beteiligt haben.

Projekttag zum Thema „Faszination Honigbiene“

Gerade an der neuen Schule angekommen, durfte eine der 5. Klassen im Rahmen des Natur- und Technikunterrichts einen Ausflug zur Umweltstation Würzburg machen. Dort wurde von Oberstufenschülerinnen und -schülern des Friedrich-Koenig Gymnasiums ein Projekttag zum Thema „Faszination Honigbiene“ angeboten. Die Schülerinnen und Schüler lernten an unterschiedlichen Stationen Experimente rund um die Biene kennen. So stellen sie Gießharzpräparate von toten Honigbienen her, um den Körperbau einer Biene genau betrachten zu können und setzten sich mit der Thematik Bienensterben auseinander. An einer anderen Station wurde die Herstellung eines Shampoos aus Bienenprodukten erklärt und die Schülerinnen und Schüler führten pH-Bestimmungen selbst durch. Das Highlight waren die Konditionierungsexperimente zum Rüsselreflex. Die Schülerinnen und Schüler gaben Honigbienen Zuckerwasser mit einer Spritze, beobachteten den Rüsselreflex und gaben zeitgleich einen Duftstoff. Wurde dies mehrmals wiederholt, so konnte der Duftreiz alleine den Rüsselreflex auslösen. Ein Schüler erschloss selbst, dass „die Biene gelernt hat, dass bei dem Duft Futter kommt und deswegen auch bei dem Duft alleine den Rüssel ausstreckt. Wie bei einer Katze, die kommt, wenn die Plastiktüte raschelt, weil sie denkt, dass es ein Leckerli gibt.“

Wir danken Anja Knieper, Leiterin der Umweltstation und den Schülern des Friedrich-Koenig Gymnasiums für das gelungene Projekt!

Monika Fröhlich

Ausstellung

Meere und Ozeane faszinieren uns immer wieder aufs Neue. Umso mehr gilt es diese Lebensräume zu schützen. Diese Ausstellung nimmt sich ihrer an und möchte seine Besucher darauf aufmerksam machen.

Aus diesem Grund lautet der Titel der Ausstellung:

Faszination Unterwasserwelt - Vielfalt, Schönheit und Gefährdung

Wie der Titel schon verrät, geht es darum dem Besucher zu zeigen wie schön und vielfältig unsere Meere doch sind. Jedoch zerstören wir diese Tag für Tag. Die sieben vverschiedenen Themenbereiche sollen Aufschluss darüber geben, wie wichtig das Meer für die Menschheit ist. Sogar für uns Würzburger, die inmitten Deutschlands leben.

Die Eröffnungsveranstaltung anlässlich des Wissenschaftsjahres 2017 fand am22. Februar 2017 um 13 Uhr am Deutschhaus-Gymnasium statt.

Hier finden Sie weitere Informationen:

  • Flyer zur Eröffnungsveranstaltung
  • Expose zur Ausstellung

 

Meere und Ozeane – Faszination Unterwasserwelt

Viele kennen Meere und Ozeane nur aus dem Urlaub am Strand in den wohlverdienten Ferien. Wir sollten dabei aber nicht vergessen, dass Meere und Ozeane auch einen einzigartigen Lebensraum darstellen, der ungefähr dreiviertel der Erdoberfläche bedeckt und noch viele andere interessante Seiten als den bloßen Erholungswert hat. Dieser Anregung zu einer näheren Erkundung folgte der Biologie-Kurs der Q12 von Herrn Dettmar bei einem Projekt mit Studenten der Universität Würzburg und mehreren externen Partnern. Dieses meeresbiologische Projekt wurde im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016/17 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt.
Meere und Ozeane faszinierten uns Menschen schon immer durch ihre Vielfalt, Schönheit und ihren Reichtum. Heute ist dieser Lebensraum leider in weiten Bereichen gefährdet. Um dies der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rufen, bildeten sich in unserem Biologiekurs, als wir gerade das Ökologie-Thema durchnahmen, sieben Schülergruppen, die dann von Juni 2016 bis Februar 2017 Hintergrundwissen zu aktuellen meeresbiologischen Themen parallel zum Unterricht erarbeiteten. Außerdem begaben sich die Gruppen auf die Suche nach geeigneten Exponaten. In Zusammenarbeit mit Studenten der Universität Würzburg von Frau Christina Rüttinger (Master of Arts, Graphic and Exhibition Design) und Herrn Prof. Guido Fackler aus der Museologie, die für das Design verantwortlich waren, entstand so die o. g. Ausstellung, zu der eine Eröffnungsveranstaltung am 22.2.2017 am Würzburger Deutschhaus-Gymnasium stattfand (Abb.1 Ausstellungsplakat für die Eröffnungsveranstaltung, Plakat von J. Strübig, Q12).
Fachkundige Anregungen für ihre Themenbearbeitung erhielten unsere Kollegiatinnen und Kollegiaten bereits im Oktober des letzten Jahres bei Vorträgen von Frau Rüttinger und Prof. Fackler zu den Themen „Austellung und Ausstellungsdesign“ an unserem Gymnasium.

Abb.2 Chemische Pioniere auch in Würzburg?

Im November schloss sich ein von Frau Monika Hahn vom Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft und Standortmarketing der Stadt Würzburg organisierter Vortrag an, der abends in der Würzburger Umweltstation stattfand. Dort sprach der Chemiker Christian Staudigel vom Süddeutschen Kunststoffzentrum über das in Frageform formulierte Thema „Einsatz von Biokunststoffen – eine echte Alternative?“ und stellte sich danach den kritischen Rückfragen des Publikums (Abb.2 Chemische Pioniere auch in Würzburg? ).
Viel an wertvoller fachlicher Unterstützung und eine reiche Ausbeute an Bildmaterial und Exponaten aus der Zoologischen Sammlung holten sich die Schülergruppen bei mehreren Treffen mit dem Zellbiologen und Elektronenmikroskopiker Prof. Christian Stigloher am Biozentrum der Universität Würzburg.
Bei Arbeitstreffen der Schüler-Studenten-Gruppen in der Schule und an der Universität reiften so nach und nach die Ideen für eine Umsetzung der Themenbereiche in Ausstellungsform heran, in deren Zentrum sieben Ausstellungstafeln stehen. Diese sollen „…Aufschluss darüber geben, wie wichtig das Meer für die Menschheit ist. Sogar für uns Würzburger, die inmitten Deutschlands leben.“ wie es im Exposé zur Ausstellung heißt.
Für die Ausstellung wurden die Tafeln in Holzrahmen gehängt und so aufgestellt, dass eine Wellenlinie entstand, die wiederum ein Oval für den Rundgang der Besucher beschreibt. Fischernetze, an denen Exponate wie Schwämme, Korallen, Muscheln und Meeresschnecken sowie diverse Kunststoffkugeln hängen, die Sauerstoffblasen nachempfunden sind, verbinden die Rahmenkonstruktion. Die Sauerstoffblasen wiederholen sich auf den Plakaten in Form von Bullaugen. Durch die wellenförmige Aufstellung der Rahmen, die verschiedenen Blautöne der Plakate, die Fischernetze und zoologischen Exponate sowie die akustisch eingespielten Naturgeräusche soll beim Besucher der Eindruck erweckt werden, sich am bzw. inmitten des Meeres zu befinden.

Auf sieben Tafeln wird der Ausstellungsbesucher zu einer Entdeckungsreise zu folgenden Themen eingeladen (Abb.3-6):

STATION 1: Faszinationskraft des Meeres.

STATION 2: Das urzeitliche Flachmeer auf unterfränkischem Gebiet.

STATION 3: Ozeanversauerung.

STATION 4: Verschmutzung der Meere.

STATION 5: Überfischung.

STATION 6: Die blaue Apotheke (marine Bionik).

STATION 7: Marine Energieaspekte.

Das Arrangement mit den Ausstellungstafeln wird seitlich von acht Stellwänden mit 16 großformatigen Fotographien flankiert. Der Großteil der Bilder wurde während der meeresbiologischen Helgoland-Exkursion von Prof. Stigloher aufgenommen. Diese wurden durch rasterelektronenmikroskopische und polarisationsmikroskopische Aufnahmen weiterer Würzburger Forscher ergänzt. Die zugehörigen Bildbeschreibungen stellen inhaltliche und ästhetische Bezüge zu den Ausstellungstafeln her.