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Aktuelles von unseren Modellklassen (2014/2015)

Forschen jenseits des Lehrplans


Schülerinnen und Schüler der Modellklassen stellten ihre Vertiefungsarbeiten vor

Lernen Schülerinnen und Schüler weniger, wenn sie dabei Musik hören? Oder gilt das nur für bestimmte Arten von Musik? Rebecca und Tabea aus der Klasse 10m waren zwei von sieben Schülerinnen und Schülern, die in Kurzvorträgen auf der Bühne vorstellten, womit sie sich von Oktober bis Anfang März im sogenannten Vertiefungsfach beschäftigt hatten.
Wie schon die letzten Jahre war die Präsentation der Vertiefungsarbeiten für die Modellklassen ein Highlight des Schuljahres, denn hier konnten Schülerinnen und Schüler zeigen, was sie interessiert und was sie leisten können, wenn man ihnen außerhalb des Unterrichts Freiraum zum Experimentieren und kreativen Gestalten gibt. Im Forum konnten sich Eltern und Interessierte ein Bild davon machen, was die Jugendlichen dabei auf die Beine gestellt hatten.
Seit knapp zehn Jahren ist die Vertiefungsarbeit fester Bestandteil der Konzeption der Modellklassen für besonders begabte Schülerinnen und Schüler: Jeder Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 wählt am Anfang des Jahres ein Fach, in dem er in Absprache mit der unterrichtenden Lehrkraft eine praktische Arbeit zu einem selbst gewählten Thema anfertigt. Fünf Monate haben die Jugendlichen hierfür Zeit, am Ende gibt es für die Arbeit eine Note, die in der Fachnote einen erheblichen Anteil hat.
Im Forum waren auf Tischen Exponate von 60 Schülerinnen und Schülern zu sehen: von der selbst gebauten Gitarre oder dem fiktiven Tagebuch eines Aborigines auf Englisch, über ein Körpermodell aus Pappmaschee mit herausnehmbaren Organen oder eine Präsentation zu den Zahlensystemen verschiedener Kulturkreise bis hin zu einem Eiffelturm-Modell. In der Kleinen Aula wurden außerdem Filme gezeigt, die die Modellklassenschüler im Rahmen ihrer Vertiefungsarbeit gedreht hatten. Begonnen hatte der Präsentationsabend jedoch mit sechs Kurzvorträgen: Jede Klasse hatte zwei besonders gelungene Arbeiten ausgewählt, die dem anwesenden Publikum vorgestellt wurden.
Bewundernswert war, wie souverän selbst die Jüngsten, die Achtklässler, vor den anwesenden 150 Besuchern auftraten. Zina aus der 8m, in ihrer Freizeit begeisterte Hockeyspielerin, will die Sportart in die Schule bringen und hatte aus diesem Grund mehrere Trainingseinheiten für den Sportunterricht entworfen. Die Neuntklässlerin Jessica erläuterte nicht nur, was Poetry Slam ist, sondern trug außerdem eindrucksvoll zwei selbst geschriebene Sprechgedichte vor. Und Luca aus 10. Klasse erklärte, wie er eine Tesla-Spule selbst gebaut hatte. Später durfte man die Spule in der Kleinen Aula auch in Betrieb sehen, allerdings mit gebührendem Sicherheitsabstand: „damit nicht die Daten auf den Handys weg sind“.
Bleibt zu erwähnen, was Tabea und Rebecca bei ihrem Experiment zum Lernen mit Musik herausgefunden haben. Schüler werden es nicht so gerne hören, aber die beiden empfehlen, dass die Musik beim Lernen ausbleibt.

Ulf Cronenberg

Naturkatastrophen – Projektwoche der Klasse 5m

 
Fischregen, Vulkanausbrüche, Lawinen, und Erdbeben am DHG? Vier Tage lang beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5m mit verschiedensten Naturkatastrophen. Mit wahrem Feuereifer präsentierten die Kinder dann am Abschlussabend in einer Art Fernsehabend ihren Eltern die Ergebnisse ihrer Arbeit: Ein kleines Theaterstück zu Dürrekatastrophen mit einem Kinderquiz informierte die Zuschauer zu den Folgen der Klimaveränderung. Anschließend führten die Kinder das Publikum in die Berge, wo es in einer aufwändig mit Playmobilfiguren produzierten Fotogeschichte die Bergung von Lawinenopfern verfolgen konnte. Mit einem selbst gedrehten Dokumentarfilm über das Naturphänomen des Fischregens in den USA ging das Programm weiter. Erdbeben standen im Mittelpunkt der anschließenden kurzen „Informationssendung“. Einen „echten“ Vulkanausbruch erlebten die Eltern, als die Lava das selbst gebastelte Pompeji zerstörte. Am Ende durften einige Zuschauer noch selbst als Kandidaten eines Naturkatastrophenquiz aktiv werden. Bei Vulkankuchen und leckeren – zum Glück nicht von Naturkatastrophen zerstörten – Häppchen endete dieser sehr unterhaltsame Abend.