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Feel FR.E.E.:
Deutschhaus-Schüler engagieren sich und haben Spaß dabei

 
„Ehrenamtliches Engagement“ – ohne diesen Einsatz fehlt der Gesellschaft der Kitt des Zusammenhalts. Dennoch wirkt der Begriff sperrig und ein wenig abschreckend. Ganz anders klingt dagegen „Feel FR.E.E.“. – FR.E.E steht dabei für „Freiwillig. Ehrenamtlich. Engagiert“. So heißt ein Angebot für Jugendliche im Landkreis Würzburg, das freiwilligen bürgerschaftlichen Einsatz anregen und ermöglichen will. Sechs Deutschhaus-Schüler haben sich überzeugen lassen – und waren vollends begeistert.
 
210 Stunden hat Jakob in der Gethsemane-Kirchengemeinde am Heuchelhof gearbeitet. Eigentlich hätten es „nur“ 60 Stunden sein sollen. So jedenfalls sieht es das Programm „Feel FR.E.E“ vor, wie Kerstin Gressel vom Landratsamt Würzburg erläutert. Schließlich will man die Jugendlichen, die ab 13 Jahren mitmachen können, nicht abschrecken. Und außerdem soll auch Zeit für die Schule und die eigenen Freizeitaktivitäten bleiben. Und wieso hat sich Jakob dann 210 Stunden freiwillig engagiert? „Eigentlich hatte ich das gar nicht vor“, sagt er dazu, „aber es hat einfach Spaß gemacht“. So ging es auch noch fünf seiner Mitschüler am Deutschhaus-Gymnasium: Lukas, Finn, Christian, Jonathan und Julia haben ihr Stundensoll teilweise weit übertroffen – bei der Wasserwacht, beim Roten Kreuz, im Kindergarten oder im Seniorenheim.
 
Michael Schmitt, Schulleiter am Deutschhaus-Gymnasium, kennt das Projekt und hat es – damals noch am Gymnasium Veitshöchheim – mit dem dortigen Schulleiter Dieter Brückner von Anfang an unterstützt. Der Deutschhaus-Chef ist begeistert davon, was der Landkreis mit „Feel FR.E.E.“ auf die Beine gestellt. „Der Landrat habe das Thema „Ehrenamt“ schon immer ganz oben auf der Agenda gehabt, weiß er. „Und Kerstin Gressel von der zuständigen Servicestelle im Landratsamt hat das mit ihrem Team mit enormem Einsatz und mit ganz viel Idealismus auf die Beine gestellt“, lobt er. Die Jugendlichen könnten entdecken, welche unbekannten Talente in ihnen schlummern, sie könnten die eigenen Softskills stärken und in jedem Fall ihren Horizont erweitern.
 
Und der Spaß, von dem Jakob gesprochen hat? Der kommt in diesem Projekt auch deshalb nicht zu kurz, weil alle Teilnehmer am Ende des Projektjahres im Sommer zu einem großen Fest ins Landratsamt geladen werden. Der Landrat selbst überreicht den Jugendlichen persönlich eine Urkunde und würdigt damit das Engagement, von dem die Vereine oder soziale Einrichtungen ebenso profitieren wie die Jugendlichen. „Erst war ich unsicher, ob ein solcher Einsatz das richtige für mich ist“, sagt ein Teilnehmer, „aber dann habe ich bemerkt, dass man mindestens so viel zurückbekommt, wie man investiert“. Ein gutes Gefühl offensichtlich – so gut, dass sich heuer wieder elf DHG-Schüler angemeldet haben.
Foto: Michael Pietschmann, Deutschhaus-Gymnasium