Die Besonderheit dieses Programms besteht in einer engen Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen. Die Lehrpersonen in den Schulen haben über Jahre und Jahrzehnte in ihrem tagtäglichen Umgang mit begabten Schülerinnen und Schülern ein großes Wissen und vielfältige Erfahrungen gesammelt, sie haben Konzepte entworfen und Ideen zur Begabungsförderung umgesetzt. Gleichzeitig fehlen ihnen aber in der Regel die Zeitressourcen und Instrumente, um ihr Wissen und die Erfahrungen erziehungs-, bildungs- und begabungstheoretisch aufzuarbeiten. Die Wissenschaft wiederum ist umgekehrt auf die Praxis angewiesen, um einerseits zu neuen Konzepten und zu Theorien zu gelangen sowie diese andererseits in der Praxis zu überprüfen. Vor diesem Hintergrund bietet das vorliegende Programm die Möglichkeit, Begabungsförderung in einem permanenten Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Universitäten und Schulen zu entwickeln.
Zielsetzung des Projekts
Ein Ziel dabei ist der Ausbau personaler und methodischer Kompetenzen von Lehrkräften, die heterogene Begabungsprofile wahrnehmen und fördern sowie in ihrem Unterricht den allgemeinen Prinzipien einer begabungsfreundlichen Lernumwelt folgen wollen.
Die inhaltlichen Schwerpunkte bilden folgende drei Module:
- Grundlagen der Begabungsförderung mit besonderer Berücksichtigung der Individualisierung, Differenzierung und Selbststeuerung
- Begleitung, Beratung und Coaching und
- Erkennen von Begabungen durch Beobachtung und Diagnostik.
Durch die explizite Verknüpfung unterrichtsrelevanter Beispiele mit wissenschaftlich fundierten theoretischen Begründungszusammenhängen wird ein ausgewogenes Produkt für die Lehrerbildung, die Weiterbildung für Lehrpersonen und alle in der Begabungsförderung tätigen Fachkräfte erarbeitet, welches dann im gesamteuropäischen Raum eingesetzt werden kann.
für das eVOCATIOn-Team B. Bardorf, J. Gräbner