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Aktivitäten

Ovid und seine Werke der Leidenschaft

Im Schuljahr 2017/2018 konnte die Klasse 10ab den lateinischen Dichter Ovid über den eigentlichen Unterricht hinaus kennenlernen. Hierzu besuchte sie die Sonderausstellung des Martin-von-Wagner-Museums „Ovid – Amor fou. Zwischen Leidenschaft und Lächerlichkeit“ in der Würzburger Residenz und begrüßte kurz darauf Herrn Prof. Baier des Lehrstuhls für Klassische Philologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg am Deutschhaus-Gymnasium. Im Museum konnten die Jugendlichen anhand von Gemälden aus verschiedenen Epochen mit unterschiedlichem moralischen Zeitgeist die Entwicklung der Darstellung der ihnen aus dem Unterricht bekannten Mythen in der Kunst entdecken und nachvollziehen. Hierbei handelte es sich wie für Ovid typisch um Liebesgeschichten, bei denen immer wieder der Liebesgott Amor seine Finger im Spiel hat. Auch Herr Prof. Baier stellte den Schüler/innen in seinem Vortrag „Erotisierung und Verbürgerlichung des Mythos in Ovids Werken“ Ovid als einen Autor vor, dessen Werke sich immer wieder um Erotisierung und Leidenschaft drehen und der sein Augenmerk auf Randgeschichten legte und der selbst Götter auf eine lächerlich verbürgerlichte Weise darstellen konnte.
 
 
 

Vivat Lara!

Preisverleihung für Lara - Landessiegerin im Wettbewerb Alte Sprachen!

Mit den antiken Autoren Seneca und Herodot haben sich die Teilnehmer am Landeswettbewerb Alte Sprachen auseinandergesetzt.  Lara wurde - wie bereits berichtet - Landessiegerin. Mehr finden Sie auf den Seiten des Kultusminsiteriums.

Wir gratulieren Lara für ihre herausragende Leistung!

Lara gewinnt den Bayerischen Landeswettbewerb Alte Sprachen 2013/15!

 
Nach drei anstrengenden Runden, die sich über mehr als ein Jahr erstreckten, hat sie es tatsächlich geschafft: In einem Bewerberfeld von mehr als 1000 Teilnehmern ist es unserer Schülerin Lara aus der Q12 gelungen, sich als eine von drei Siegern zu erweisen. Zum Schluss musste sie in München in den ehrwürdigen Hallen des Kultusministeriums sich in der letzten Runde mit neun verbliebenen Kandidaten in einer mündlichen Prüfung messen. Grundlage war ein Auszug aus Vergils „Georgica“, den zu bewältigen auch Staatsexamenskandidaten Mühe bereitet hätte!
 Die Fachschaft Latein gratuliert toto animo und dankt auch Laras langjähriger „Trainerin“ Frau Jockel für ihr Mitwirken am Erfolg!

Gratulamur toto animo!

 
Lara aus der Q12 hat beim 27. Landeswettbewerb Alte Sprachen in Latein die zweite  Runde souverän überstanden. Musste sie in der ersten Runde ihre Übersetzungsfähigkeit in einer bayernweit zeitgleich an den Gymnasien gestellten Klausur an einem anspruchsvollen Cicero-Text unter Beweis stellen und sich im Aufgabenteil u.a. mit italienischen Phrasen, der lateinischen Rücktrittsankündigung Papst Benedikts und der lateinischen Würdigung des Prinzen-Sängers Sebastian Krumbiegel auseinanderzusetzen, so durfte sie in der zweiten Runde zusammen mit den verbliebenen 50 anderen besten Lateinern Bayerns ihre Interpretationskünste an einem philosophischen Brief Senecas demonstrieren!
 Dass Lara als erste SchülerIn des DHG die dritte Runde der letzten Zehn erreicht hat, unterstreicht ihre bemerkenswerte Leistung. In der Endrunde im Frühjahr winken nach dem Prüfungskolloquium attraktive Preise.  
Dafür drücken wir fest die Daumen! Perge vincere!

München 2014

Dass viele Schüler der 10. Jahrgangsstufe sich am Ende des Schuljahrs von ihrer zweiten Fremdsprache verabschieden, nehmen die Fachschaften Latein und Französisch seit einiger Zeit zum Anlass, diese Abtrünnigen mit einer Studienfahrt angemessen zu entlassen. Für die „Lateiner“ stand nach Aschaffenburg im letzten Jahr heuer die Landeshauptstadt auf dem Programm. Wo könnte man leichter die besondere Wirkungsmacht der Antike erfahren?
Unter Leitung der Lehrkräfte Müller, Südbeck und Dr. Zierl waren die Stationen die Glyptothek, ein Museum nach Wahl (Lenbachhaus, Pinakothek der Moderne, Alte Pinakothek) und eine freie Stadterkundung. Zunächst aber brachte Dr. Zierl, der als Kenner Münchens gelten darf, den Schülern schon im Bus die Anlage der Stadt, insbesondere des Königsplatzes, Grundzüge ihrer Geschichte und die Pracht der Leopoldstraße nahe.
In der Glyptothek, der Herzkammer antiker Kunst in Deutschland, ließ er es sich nicht nehmen, selber eine der beiden Führungen zu übernehmen.
Die zweite Museumsstation sollte zeigen, dass Münchens Nimbus als Kunststadt natürlich weit über die Antike hinausreicht. Tatsächlich war die Begeisterung etwa über die Architektur der Pinakothek der Moderne und ihre Exponate von August Sanders Fotografien (Sonderausstellung!) bis zu Beuys' Filzinstallationen und den Meilensteinen der Designgeschichte erstaunlich groß und für uns Lehrer ein Ansporn mehr, auch im nächsten Jahr, dieser Form einer Studienfahrt zur ästhetischen Bildung die Treue zu halten.

Lateintag 2014

 
Eine willkommene Abwechslung vom Unterrichtsalltag bot unseren Schülern der Lateintag 2014. Die Vergegenwärtigung der Antike auf den verschiedensten Gebieten vermittelte auf unterhaltsame Weise Wissen und Erfahrung.
Ein kleines Theaterstück der 7c stellte „Theseus und Minotaurus“ vor, die 7a bat singend: „Dona nobis pacem“, die 6a/c überraschte mit einer Lesung der berühmten Plinius-Briefe zum Vesuvausbruch, ein Quiz der 8d und Wortschatzspiele der 8c/d fanden genauso Anklang wie der perfekt illustrierte Vortrag über den Sport in der Antike von Mario Kümmet und Cristoph Zobels Ausührungen über den Circus Maximus.
Schließlich hatte sich die 10d ins Zeug gelegt und bot mit Defrutum und Brotaufstrichen nach Apicius und Columella neue Geschmackserlebnisse an, auf die sich die 7b/7e zielsicher stürzte. Ausstellungen, etwa zur Ovid-Rezeption (10d), und Blogs (9d) verwandelten die kleine Aula für drei Tage in ein bunt-gelehrtes Ambiente.
 

Unheil und Freude

 
Dass Goethe auch in Sachen Pompeji letzte Instanz bleibt, konnten die Besucher eines Kampanischen Abends bei uns im Hause am 18.01.13 erfahren.
Der Referent, Dr. Andreas Haltenhoff von der Technischen Universität Dresden, trug frei und beweglich auf Einladung des lateinischen P-Seminars zum Thema „Leben und Kunst in den Vesuvstädten“ vor. In einer sowohl den Laien wie den Kundigen ansprechenden Tour d’Horizon wurde zunächst das Alltagsleben in Pompeji von seinen Bäckereien bis zu den berühmten Thermopolien, den Eintopfstationen der Stadt, illustriert. Nach der Architektur der großartigen öffentlichen Bauten und der prachtvollen Privatwohnsitze wurden dann mit brillantem Bildmaterial die vier Phasen der pompejanischen Wandmalerei verdeutlicht, deren suggestive Illusion, feine Zeichnung und wunderbare Farben erstaunen lässt. Schließlich durften die Graffiti nicht fehlen, die neben schmachtenden Liebesschwüren auch literarische Parodien aufweisen und so belegen, wie eng Leben und Kunst tatsächlich ineinanderwirkten. Heftiger Beifall von Seiten der „Freunde der Klassischen Sprachen“, wie OStD Baur die Zuhörerschaft in seiner Begrüßen angesprochen hatte, belohnten den Referenten und Dr. Zierl als Organisator der Veranstaltung. Den musikalischen Rahmen bildeten zwei Preludes von Chopin und Debussy,  auf dem Flügel von Timo aus der K12 virtuos geboten und nuanciert interpretiert.
Wie hatte Goethe zu Recht in der „Italienischen Reise“ über den Vesuvausbruch des Jahres 79 n.Chr. notiert, der Pompeji und Herculaneum verschüttete und diese antiken Städte so für die Nachwelt bewahrt hat: „Es ist viel Unheil in der Welt geschehen, aber wenig, das den Nachkommen so viel Freude gemacht hätte.“

Lateintag 2012 - Quis sum?

 
Mit dieser Leitfrage bombardierte die 6d am DHG-Lateintag (12./13.03.) immer wieder die Zuschauer ihrer Götterrevue in der Kleinen Aula. Die Lateinschüler der Klasse hatten sich Götter und Helden vorgenommen, sich phantasievoll aus dem Fundus der Schule oder von Zuhause maskiert und wagten es nun, auf Latein sich als Hera, Herakles oder Hermes zu präsentieren. Die anderen Sechsklässler mussten raten, was manchmal leicht und manchmal ganz schön schwer war.
Die 6a unterhielt ihr Publikum bestens mit Schulszenen, wiederum zum großen Teil auf Latein, wobei vor allem der Furcht erregende magister zu überzeugen wusste. Sein Auftritt ließ manchen discipulus froh werden darüber, nicht im alten Rom die Schulbank drücken zu müssen.
Schließlich zeigte die 7a eindrucksvolle Weise, wie mythische Erzählungen pantomimisch dargestellt werden können. Sisyphus und sein Fels waren ja leicht zu erahnen, aber war es Proserpina oder Eurydike, die in der Unterwelt bleiben musste, weil sich der Ehemann umdrehte?
 Ausstellungen über antike Götter (6m), antike Philosophie (8a) und die antike Prägung des Vierröhrenbrunnens (10d), Comics zu Lehrbuchgeschichten (8b/c)) und das ganze Arsenal an Jugendbüchern zur Antike, Hilfsmitteln zum Sprachunterricht und anschaulichen Sachbüchern, das die Bibliotheken des Hauses anzubieten haben, rundeten die szenischen Darbietungen ab. Die erfreuliche Rückmeldung der Schüler war der Lohn der Sondermühen, der nächste Lateintag kommt also bestimmt.
 
Südbeck