Zurück zum Portal

 
 OX-Login  
Sie sind hier: Portal > Fachbereiche > Kath. Religionslehre > Aktivitäten
Diese Seite ausdrucken

Aktivitäten

Salim Alafenisch- ein Beduine aus dem Negev zu Gast am DHG

 
Am 17.05.2017 war der palästinensische Autor Salim Alafenisch am Deutschhaus-Gymnasium zu Gast.
Die neunten Klassen kamen dabei in den Genuss, mehr aus dem Leben eines ehemaligen Beduinen aus der Wüste Israels zu erfahren.
Neben einer kurzen Lektüre aus einem seiner unzähligen Bücher war es Alafenisch vor allem wichtig, über verschiedene Brauchtümer aus seiner Zeit als Beduine zu erzählen- ein Beispiel dafür wäre die Verteilung der „Zimmer“ im Beduinenzelt, die von strengen Regeln und langer Tradition geprägt ist.
Salim Alafenisch, der erst mit 23 Jahren sein Abitur gemacht hat, teilte seine Lebensgeschichte uns mit, die von vielen Ortswechseln und kulturellen Erfahrungen geprägt ist.
Während seines Studiums in Deutschland hat er auch seine Frau kennengelernt, mit der er zwei Töchter hat. Durch die Art wie er berichtet, merkt man, dass ihm Traditionen und Familie sehr am Herzen liegen. Er ist Muslim und seine Frau ist evangelische Christin- da stellt sich zum Beispiel die Frage, wie diese Familie gemeinsam Weihnachten feiert. Steht nach christlichem Brauchtum der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer oder wird doch eine geschmückte Palme im Topf aufgestellt? Beides hat Alafenisch bereits ausprobiert, denn ihm kommt es nicht auf den Baum an, sondern auf das gemeinsame Beisammensein innerhalb der Familie.
Eine besondere Aufmerksamkeit hat Salim Alafenisch auf sein Publikum gerichtet, das er nach seiner Lesung durch eine Fragerunde miteinbezogen hat. Gegen Ende der Veranstaltung hat es neben einem Autogramm auch einen kurzen Einblick in die arabische Sprache gegeben, indem Alafenisch jedem Schüler seinen Namen auf Arabisch auf die Rückseite der Autogrammkarte geschrieben hat.
Wir bedanken uns sehr für diesen, vor allem in kultureller Hinsicht, aufschlussreichen Besuch!
Luisa (9c)
 
(Bilder: M. Pietschmann und M. Klement)
 

Gute Vorsätze umgesetzt

Das Motto der diesjährigen misereor Fastenaktion lautet: „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“ Diese Überschrift inspirierte uns zur Gestaltung von Stellwänden, auf denen jede Woche eine andere Idee wuchs. Wie man sehen kann, waren unsere Schülerinnen und Schüler mit großem Engagement und viel Kreativität dabei.

Zum zweiten Mal fand im Rahmen von 15 Minuten für deine Welt ein Fairer Pausenverkauf statt. Schülerinnen und Schüler der 6. und vor allem der 10. Jahrgangsstufe zeigten großen Einsatz für die gute Sache.
Es wurden Pausensnacks aus dem Weltladen im Wert von 395 € umgesetzt.
Der beeindruckende Erlös von 132,50 € geht zu 100 % an Menschen in Burkina Faso.
 
Mit diesen Aktionen haben wir gemeinsam einige der 7 Vorsätze für 2017 (s. unten) umgesetzt.

 

M. Klement und S. Medler

Fairer Pausenverkauf am Dienstag, den 21. und Mittwoch, den 23. März 2017

Die diesjährige Fastenaktion von misereor steht unter dem Motto: „Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen.“ Sie lenkt den Blick auf die Bevölkerung von Burkina Faso, eines der ärmsten Länder der Welt. Mit viel Kreativität gelingt es den Bäuerinnen und Bauern dort steinharte Böden in fruchtbares Ackerland zu verwandeln und so den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern.
Auch unsere Ideen sind gefragt. Deshalb gestalten jede Woche in der Fastenzeit Schülerinnen und Schüler die misereor-Stellwand in der Nähe des Sekretariats. Sie zeigen ihre Ideen für eine bessere Welt. Schaut vorbei!
Als weitere Aktion findet auch in diesem Jahr wieder ein Fairer Pausenverkauf statt: Am Dienstag, den 21.3. und Donnerstag, den 23.3. bieten unsere Schülerinnen und Schüler jeweils in der 2. Pause im Forum Snacks aus dem Eine-Welt-Laden an.
 
Mit dieser Aktion setzen wir einige der 7 Vorsätzen für 2017 (s. unten) um.
 
S. Medler und M. Klement
 

7 Vorsätze für 2017:
So schützt du den Regenwald und unser Klima

 

1) Iss öfter Selbstgekochtes.

Je mehr Menschen auf fertige Pizzas und Nudelgerichte verzichten, desto weniger Regenwald muss für die Produktion von Palmöl  abgeholzt werden.     

2) Kaufe Kaffee und Schokolade aus fairem Handel.

So müssen weniger Urwaldbäume den Kaffee- oder Kakaoplantagen weichen.                                     

3) Iss mehr Bio-Fleisch.

So stoppst du die Zerstörung von Dschungelflächen für den Anbau von Futtersoja.

4) Verbrauche weniger Papier.

Wenn du Recyclingpapier benutzt und es beidseitig bedruckst, werden weniger Bäume gefällt.

5) Verwende weniger Plastik.

Eine Stofftasche ersetzt viele Plastiktüten und eine Thermo-Tasse spart viele Plastikbecher. So verhinderst du, dass Urwald für die Gewinnung von Erdöl zerstört wird.  

6) Gib deine Stimme für den Schutz des Regenwaldes.

Wenn du die Online-Petition von Adveniat unterschreibst, wird der Lebensraum des Volkes der Yanomami geschützt.

7) Freu dich über Erfolge.                                                                         

Die DHG-Unterschriftenaktion hat dazu beigetragen, den Bau eines Staudamms in Amazonien zu stoppen. So wird nicht nur der dortige Regenwald, sondern auch das Klima bei uns geschützt. 
 
Die Idee zu dieser Aktion der Fachschaft Religion entstand, als Erzbischof Roque und Armindo, ein Yanomami-Indianer, unsere Schule besuchten.
Text: E. Jockel, M. Klement, S. Medler, M. Winter; Zeichnung: Melissa G. (Q12)
 
 

Erzbischof Roque und Armindo, ein Yanomami-Indianer, berichten von der lebensbedrohlichen Zerstörung des Regenwaldes am Amazonas

Die Adveniats-Weihnachtsaktion wirft schon ihre erste Schatten voraus: Im Rahmen der diesjährigen Aktion „Schützt unser gemeinsames Haus. Bedrohte Schöpfung – bedrohte Völker“ besuchten Bischof Dom Roque und Amindo Melo aus Brasilien die 5. Jahrgangsstufe und die Q11 des DHG.
Im Begleitung von Frau Hetterich (Diözese Würzburg) und einem Mitarbeiter von Adveniat, der mit ihr simultan aus dem Portugiesischen ins Deutsche übersetzte, kamen die beiden ans DHG. Zuallererst bedankte sich Dom Roque für das Engagement der Schule gegen den Staudammbau am Tapajos. Am Amazonas setzt sich Dom Roque für die Rechte der indigenen Bevölkerung ein. Diese besitzt zwar seit einigen Jahres eigenes, durch die Verfassung verbrieftes Land, doch die Regierung erlaubt trotzdem immer wieder, dort Gold und andere Bodenschätze abbauen zu lassen, was die Lebensgrundlage der indigenen Völker wie z. B. der Yanomami-Indianer am Amazonas  bedroht.
Die weltweit gestiegene Nachfrage nach Tropenholz und Soja verleitet Farmer außerdem dazu, illegal Regenwald zu roden. Täglich – so berichten die Gäste den aufmerksamen Schülerinnen und Schülern – soll so am Amazonas ein Waldstück in der Größe eines Fußballfeldes verloren gehen. Der Regenwald ist aber für unsere Erde eine grüne Lunge und sorgt durch die Umwandlung von CO2 in Sauerstoff für eine saubere Atmosphäre.
Für die Bewohner des Regenwaldes – es leben dort 280 unterschiedliche Völker mit je eigenen Sprachen – bedeutet der Raubbau am Regenwald darüber hinaus die Zerstörung ihrer Heimat und ihrer Kultur. Sie leben im Wald und vom Wald, sozusagen in einem „grünen Kreislauf“: Ihre Runddörfer bauen sie nur aus Material, das der Regenwald bereit hält, z. B. aus Holz und Hanfseilen. Verschwindet der Regenwald, verschwinden auch die indigenen Völker.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von den Schilderungen und bestürmten die Gäste mit vielen Fragen. Eine davon lautete: Was können wir Schüler für den Schutz des Regenwaldes und des Lebensraumes der Yanomami tun? Genaue Handlungsanweisungen hält Dom Roque für schwierig. Seit seiner eigenen Jugendzeit beherzigt er aber das Motto „global denken – lokal handeln“, weil ihn die Einsicht leitet, dass wir alle auf einem Planeten leben: Leidet ein Teil davon, leiden alle – ganz im Sinne der paulinischen Vorstellung vom einen Leib mit vielen Gliedern. Er bat seine Zuhörerinnen und Zuhörer einfach darum, ihr Herz zu öffnen und geschwisterlich mit allen Menschen und Kulturen zusammenzuleben.
Margarete Klement