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Veranstaltungen

21. - 22.12.2016: Projekttage 'Augen auf im Internet'

Zum fünten Mal fanden für die sechsten Klassen die Projekttage 'Augen auf im Internet' statt.
Schüler des P-Seminars: Facebook & Co: Google Glass - 'Gefällt mir' mit einem Augenzwinkern unterrichteten zwei Tage lang ihre Mitschüer der Unterstufe zu folgenden Themen: 
  • Cybermobbing
  • Computerspiele und Zeitmanagement
  • WhatsApp und Facebook
  • Soziale Netzwerke und Sexting 
Im Vorfeld fand für die Eltern der 6. Jahrsgangsstufe ein Elternabend statt. Die Schüler stellten ihre Unterrichtsinhalte vor. Es ergab sich eine spannende Diskussion zum Umgang mit dem Smartphone in der Familie.
 

15.-16.07.2016 Das P-Seminar Facebook & Co in München

Zwei Tage Studienfahrt nach München waren möglich durch den Gewinn beim Jugendwettbewerb 'Projekt Internet' der VR-Bank Würzburg.
Eine 100-jährige Firmengeschichte und faszinierende Zukunftsvisionen begeisterten im BMW-Museum. Klare Sicht ermöglichte einen gigantischen Ausblick vom Olympia-Turm. Bei einem ausführlichen Stadtrundgang lernte die Schülergruppe die zahlreichen Facetten der bayerischen Hauptstadt kennen.
 
 
 
 

16.03.2016: Jugendwettbewerb der VR-Bank Projekt Internet

Im Rahmen des Kundenforums 2016 der VR-Bank Würzburg war Thomas Schulz, Korrespondent des SPIEGEL im Silicon-Valley zu Gast und stellte sein neues Buch über Google eine extrem schnell wachsende Wirtschaftsmacht und die "Ideologie" dieses Konzerngiganten vor.
Google glaubt daran die Welt zu verbessern. Wünschen wir uns alle nicht ein Leben ohne Alzheimer und Medikamente gegen Krebs?
Technisches KnowHow, sehr risikoreicher Unternehmergeist und ein Weitblick bei Investitionen in die Forschung zeichnen alle großen Unternehmen im Westen der USA aus.
Wann bezahlen wir bargeldlos nur mit unserem Smartphone in der Tasche? Brauchen wir noch einen Führerschein, wenn die Autos bald selbständig fahren?
In einer anschließenden Diskussionsrunde stellten sich der Autor und Vertreter der Wirtschaft und der Schule den Fragen des Publikums.

Erster Platz für die Medienscouts rund um Würzburg!!!

Die Medienscouts haben beim Jugendwettbewerb im Rahmen des Kundenforums der VR-Bank 3000 € gewonnen!
Wer sind die Medienscouts?
45 Schüler von sechs Würzburger Gymnasien (DHG, VHH, FKG, RIG, RGW, WIG) werden von externen Partnern ein Jahr lang zu Medienscouts ausgebildet. Das Thema ist "Meine digitale Identität". Dieses Wissen geben sie weiter und unterrichten dann an ihrer Schule und auch außerhalb der eigenen Schule.

Zweiter Platz für das P-Seminar "Facebook & Co: Google Glass - Gefällt mir mit einem Augenzwinkern ;-)" !!!

Das P-Seminar hat beim Jugendwettbewerb im Rahmen des Kundenforums der VR-Bank 2000 € gewonnen!
Womit beschäftigt sich das aktuelle P-Seminar?
Autos fahren bald alleine, per Augenzwinkern lassen sich mit Datenbrillen völlig unbemerkt Fotos schießen. Kann Technologie die Zivilisation voranbringen? Wie ist unsere Privatsphäre zu schützen?  Eine fundierte Ausbildung im verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit der digitalen Welt und moderner Technik, vor allem bezüglich des Datenschutzes und ethischer Ansichten, ist absolut notwendig!
Im P-Seminar ‚Facebook & Co: Google Glass – ‚Gefällt mir‘ mit einem Augenzwinkern,  des Deutschhaus-Gymnasiums Würzburg werden die Schüler sensibilisiert für die vielfältigen Möglichkeiten und Gefahren der Kommunikation im Internet
Ziel sind die Projekttage im Dezember 2016. Dabei arbeiten die Schüler mit jüngeren Mitschülern (6. Jahrgangsstufe) zwei Tage lang zu den Themen Cybermobbing, Profile in Soziale Netzwerken, Smartphones und WhatsApp, Computerspiele und Zeitmanagement. Für die Eltern wird ein Informationsabend angeboten, an dem die Inhalte der Projekttage präsentiert und Tipps zur Begleitung deer Kinder im Umgang mit den digitalen Medien gegeben werden.
 

21.-22.12.15: Projekttage 'Augen auf im Internet'

Schüler der Q12 unterrichten in den 6. Klassen

Vertrauen im Netz ist wichtig. Deshalb unterrichten 13 Schüler der Q12 nach eineinhalb jähriger Vorbereitung im P-Seminar 'Facebook & Co: social media communication' nach dem peer-to-peer-Prinzip alles Schüler der 6. Klassen.
So vielfältig wie die Schüler, so vielfältig sind die Themen: Zu Datenschutz, Computerspiele, soziale Netzwerke wie Facebook oder WhatsApp oder Cybermobbing wird interaktiv Wissen vermittelt und Knowhow im Umgang mit den neuen Medien weitergegeben.
 
 
Elternabend am 11.12.2015

P-Seminar 'Facebook&Co' gewinnt nationalen Preis beim Jugendwettbewerb MyDigitalWorld 2015 in Berlin (23.6.2015)


 Das Bundesministerium des Inneren (BMI), vertreten durch den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Ole Schröder, vergab am Dienstag, den 23.6.2015, in Berlin den Jugendpreis myDigitalWorld 2015. Damit unterstützen der DsiN (Deutschland sicher im Netz), das BMI und digitale Unternehmen jugendliche Innovationen und Nachwuchsprojekte für mehr Netzsicherheit und zur Förderung von digitalen Kompetenzen.

Das P-Seminar 'Facebook&Co: Social Media Communication' des Deutschhaus-Gymnasium Würzburg unter Leitung von Brigitte Greiner und Margarete Klement hat sich mit dem Projekt 'Augen auf im Internet' beworben. Ziel des Projekts sind die Gestaltung von zwei Projekttagen für die sechste Jahrgangsstufen und einen Elternabend. Dabei geht es um die Themen Cybermobbing, Computerspiele, Soziale Netzwerke und Handys. Zusätzlich klären die Schüler auf eigenen Social Media Kanälen (Projektwiki, Facebook, Twitter) über die Risiken von Online-Kommunikation auf. Das P-Seminar wird begleitet von Prof. Karsten Huffstadt von der Fachhochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg/Schweinfurt.
Der Link zu unserem Bewerbungsvideo: 'Augen auf im Internet'
Bei der Preisverleihung erreichte 'Augen auf im Internet' in der Kategorie "Soziales Engagement" den dritten Platz. Der Preis, ein Programmierworkshop, wurde von Constanze Osei-Becker, der Public Policy Managerin von Facebook, überreicht. Das ist ein passender Input für das Thema 'Social Networks' der nächsten Projekttage.
 
 
Weitere Infomationen unter:
 
 

P-Seminar Physik besucht FHWS in Schweinfurt(11.02.2015)

 
Das aktuelle P-Seminar Physik hat sich zum Ziel gesetzt, eine Klimabox zu entwickeln und zu bauen, mit Hilfe der das Raumklima im Neubau untersucht werden kann. Dabei sollen mit Hilfe von Sensoren die Werte für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lautstärke, CO2 – Gehalt und Helligkeit gemessen und auf einem Display dargestellt werden. Mit Hilfe von Vergleichswerten aus dem Flur oder von der Straßenseite können entspreche Hinweise gegeben werden, so dass das Raumklima optimiert wird.
Am 11.02. konnte das P-Seminar die FHWS in Schweinfurt besuchen um sich mit Experten auszutauschen und sich über Studienmöglichkeiten im technischen Bereich zu informieren. Kurzfristig vor dem Besuch gelang es, die ersten Klimawerte über einen Mikrocontroller auf dem (Touch-)Display darzustellen, so dass man nicht nur Tipps für die offenen Fragen bekam sondern auch das eigene Projekt ausführlich vorstellen konnte.
Mehrere Professoren der technischen Fakultät öffneten die Labore und stellten interessante Projekte vor, die Bachelor- oder Masterstudenten durchgeführt wurden. An dieser Stelle wurde stand die Berufs- und Studienorientierung im Mittelpunkt, so dass sich die Veranstaltung voll gelohnt hat.
                                                                                                                                                                                                   H. Paulini
 
 
 

18.-19.12.14: Projekttage 'Facebook & Co'

Schüler der Q12 unterrichten in den 6. Klassen

13 Schüler und zwei Schülerinnen des P-Seminars 'Facebook&Co: Berufswelten im Netz' schlüpften für zwei Tage in die Rolle des Lehrers. Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung kannten sie sich aus mit brisanten Themen aus dem Bereich Medienkompetenz. 
Zum Auftakt fand ein Elternabend statt. Dort wurden die Inhalte der Sequenzen vorgestellt. Als Gast war Professor Dr. Karsten Huffstadt von der FHWS da, der auch dieses P-Seminar wieder begleitet hatte. Die angeregte Diskussion zeigte die Brisanz der Thematik. Viele Eltern sind sehr unsicher im Umgang mit den modernen Medien. Die Mehrzahl der Schüler besitzt schon ein Smartphone. So ist es sehr schwer, sich dem zu entziehen. Die Eltern sind gezwungen sich fortzubilden und ihre Kinder mit den Medien zu begleiten.
Eindrücke von den Projekttagen: Unterricht zu Cybermobbing und Sexting
Über die Unterichtsinhalte:
Cybermobbing
Wo beginnt Cybermobbing? In welchen Mustern verläuft es typischerweise? Wie und wo bekommt ein Betroffener Hilfe?
WhatsApp - Facebook
Wie stelle ich mein WhatsApp-Profil am Smartphone sicher ein? Welche Apps können teuer werden? Was darf nicht in mein Profil der sozialen Netzwerke?
Computerspiele/ Zeitmanagement
Wie schaut mein idealer Tag aus? Welche Genres unterscheiden die Computerspiele? Was macht ein Spiel süchtig? Wie erkennt man Computerspielesucht?
Datenschutz/ Sexting/ Sicheres Surfen im Netz
Warum sind das Urheberrecht oder das Recht am eigenen Bild so schützenswert? Was ist Sexting? Wo finde ich frei verwendbare Musik oder Bilder?
 

12. März 2014

P-Seminar Facebook & Co: social media behavior 2012/14 gewinnt den P-Seminar Preis 2014 in Unterfranken

       Von rund 2.600 P-Seminaren an bayerischen Schulen des Abitur-Jahrgangs 2012/2014 wurden 24 Schulen - jeweils die drei besten Seminar-Teams in jedem MB-Bezirk - durch die jeweiligen Ministerialbeauftragten zusammen mit Vertretern der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in der Vorrunde des „P-Seminar-Preises 2012/14“ ausgezeichnet. Jede der 24 prämierten Schulen erhält ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro.
Weitere Informationen unter:

21. und 22. Juli 2014: Simone Rzehak in der 7. Jahrgangsstufe

Rechtliches im Netz

Schon zum vierten Mal war im Juli 2014 Simone Rzehak, Juristin in der Verbraucherzentrale, zu Gast bei den 7. Klassen am Deutschhaus-Gymnasium. Thema waren unterschiedliche rechtliche Aspekte beim Surfen im Netz.
Altersbeschränkungen in sozialen Netzwerken
Die Altersbeschränkung für Facebook oder WhatsApp ist 18 Jahre. Bis zum 18. Geburtstag haben die Eltern die Personen- und Vermögenssorge für ihr Kind. Trotzdem ist Facebook ist geöffnet ab 13 und WhatsApp ab 16 Jahren.
Einstellungen in Facebook
Mittlerweile kommt jeder mit vielen Geräten ins Internet: PC, Laptop, Handy, private Spielekonsole, Fernseher. Man verbindet sich über DSL, Mobilfunk oder Hotspot. Auch mit dem Smartphone kann man Bilder aufnehmen, erhalten, verschicken, ins Netz stellen, speichern und diese in sozialen Netzwerken posten. Dabei gilt es zu beachten, dass Facebook unterschiedliche Einstellmöglichkeiten für die Privatsphäre hat, je nachdem, ob man über PC oder Smartphone ins Netz geht.
Recht am Bild
Personen, die auf dem Foto abgebildet worden sind, haben immer das Recht am eigenen Bild. Doch auch der Fotograf hat ein Recht am Bild, das Urheberrecht. Mit der Einwilligung des Fotografierten hat er dauerhaft das Recht am Bild.
Es gibt auch keine Grenze der Personenzahl auf dem Bild, so muss bei einer Schulklasse jeder Schüler gefragt werden, wenn das Bild veröffentlicht werden sollen. Die Zuschauer im Fußballstation müssen allerdings nicht gefragt werden. Ein Fußballspiel wird als Zeitgeschehen eingeordnet. Beim Betreten eines Stations ist man sich dessen bewusst, dass das Spiel übertragen wird. Die Bundeskanzlerin ist auch eine Person des Zeitgeschehens, aber nur solange sie ihren Beruf ausübt. Ist sie im Urlaub, dann ist sie eine Privatperson und dann dürfen keine Bilder veröffentlicht werden.
Tipps zum sicheren Surfen:
  • Steht an einem Bild kein Urheber, muss man davon ausgehen, dass das Bild nicht freigegeben ist. Bilder, die unter Creative Common veröffentlicht werden, können je nach der Creative Common Lizenz weiterverwendet werden.
  • Nach deutschem Urheberrecht sind Privatkopien erlaubt (bis zu 7 Stück). Eine Ausnahme bilden Musiknoten.
  • Schaut man ein Video im Internet an, so ist das ein Kunstgenuss, doch vor Gerichten gab es viele Abmahnungen. Unterscheide daher zwischen Streaming oder Tauschbörsen. Vor allem bei Tauschbörsen ist Vorsicht geboten. Eine offensichtlich rechtswidrige Quelle ist nie erlaubt (Mitschnitt aus einem Kinofilm oder ein gerade aktueller Kinofilm).
  • Falls ein Kopierschutz auf einem Werkstück besteht und man lädt sich dieses trotzdem herunter, so verstößt man gegen das Urheberrecht.
 Snapchat
Snapchat ist eine App, die es ermöglicht Bilder zu verschicken, die nur für wenige Sekunden sichtbar sind.  Dann löschen sie sich scheinbar wieder. Leicht ist aber ein Screenshot des Bildes erstellt. Es ist auch nicht sehr schwer versendete Bilder aus der Ordnerstruktur des Gerätes wiederherzustellen. Snapchat wird oft für Sexting verwendet.
Sexting
Sex + Texting: Verschicken erotischer Fotos. Pornografische Fotos von Kindern unter 14 Jahren zu besitzen ist strafbar. Bei über 14 Jährigen hängt es davon ab, ob das Foto mit Einwilligung des Models erstellt wurde. Auch wer solche Fotos verschickt macht sich strafbar. Ab 14 ist ein Jugendlicher strafmündig und wird nach dem Jugendrecht bestraft, meist mit erzieherischen Maßnahmen, wie z.B. Handy-Entzug.
Schon mal sich selbst gegoogelt?
Die Kontrolle des eigenen Auftritts im Internet ist wichtig. Dazu sollte man sich regelmäßig mit einer Suchmaschine suchen. Momentan stehen Beiträge für immer im Netz. Es gibt noch kein Verfallsrecht für das Internet. Das ist momentan auch nicht absehbar.
Welche Einträge muss Google löschen?
Google ist eine Suchmaschine, sie muss aber Einträge löschen, wenn das Persönlichkeitsrecht verletzt wird. So wurde bei einem Spanier, der vor vielen Jahren eine Privatinsolvenz hatte, der Link auf Artikel darüber gelöscht. Alle Links zu ‚Bettina Wulff – Was haben die meisten User gelesen?‘ mussten auch von Google entfernt werden. Solche Urteile gelten momentan nur für Google, noch nicht für Bing, Yahoo oder andere Suchmaschinen.
Facebook-Party
Öffentlich geplante Veranstaltungen werden oft unübersehbar voll. Der Schaden kann bis zu 250000€ betragen. Diese Kosten könnten bald auf den Veranstaltungsplaner übergehen. Momentan ist das nicht möglich.
Über WhatsApp
Bei der Wahl eines sozialen Netzwerks muss man darauf achten, dass man Verstöße wie Cybermobbing melden kann und der Täter dann gesperrt wird. Bei WhatsApp ist das nicht möglich.
WhatsApp ist abgemahnt worden, da sie auf dem deutschen Markt der Impressumspflicht genügen müssen und die AGB in Deutsch angeben müssen. Diese sind momentan nur auf Englisch abgefasst.

21. Juli 2014: Nerd2Nerd - Chaostreff Würzburg in der 9. Jahrgangsstufe

Datenschutz im Internet

 
Im Rahmen der Woche der besonderen Veranstaltungen waren Aleksander Paravac, Philipp Stephan, Yannik Zimmermann von Nerd2Nerd - Chaostreff Würzburg zu Gast in allen 9. Klassen am DHG. Thema waren Daten im Internet. Es gab viele neue Informationen und eine Menge Antworten auf Fragen der Schüler.

Anonym im Internet

„Im Internet weiß niemand, dass du ein Hund bist.“ (The New Yorker 5. Juli 1993)
Noch Anfang der 90er Jahre konnte man unerkannt im Internet surfen. Jetzt im Zeitalter des Web2.0 gibt es keine Anonymität mehr im Internet. Das Web2.0 ist ein Mitmachweb. User erstellen Inhalte selbst, es gibt Interaktivität mit dem Benutzer.
Das Internet ist nicht mehr wegzudenken.
Die Kommunikation mit den Freunden wäre deutlich erschwert. Informationen wären schwieriger zu finden, das Einkaufen müsste wieder in dem realen Geschäft stattfinden und die Onlinespiele…
Doch hinter der Schokoladenseite muss man neue Probleme bewältigen: Online Mobbing, Online Betrug (Pishing, Abofallen…), Online Sucht, Stalking, Identitätsdiebstahl, Viren, Trojaner, Malware, Datensammelwut
Twitter
Twitter ist ein soziales Netzwerk, das völlig offen ist und sehr schnell Nachrichten verbreitet. Ideal geeignet ist es für Spendenaufrufe. Allerdings wurde Twitter beim arabischen Frühling in Ägypten oder bei den Demonstrationen in der Türkei verboten. Dort haben die Regierungen schnell reagiert und die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter gesperrt.
Netzzensur in Deutschland
Nach Artikel 5 des Grundgesetzes ist jede Zensur verfassungswidrig. Doch das Amt für Kultur und Medien hat eine Liste an verbotenen Seiten, die geblockt sind. In diesen Fällen steht der Schutz der Persönlichkeitsrechte über dem der Kunstfreiheit.

Metadaten

Digitale Spuren
Selbst beim Öffnen jeder beliebigen Website hinterlässt man unzählige Spuren. Jeder Zugriff auf einen Server verrät die IP-Adresse, den Zeitpunkt des Aufrufs, was abgerufenen wird, mit welchem Browser und welchem Betriebssystem. Über die IP-Adresse ist eine grobe Geolokalisation möglich. 
Kontrollverlust
Ein generelles Problem ist, kennt man sein Gegenüber? Was macht das Gegenüber mit den Daten? Hauptsächlich wird zielgruppengerechte Werbung geschaltet. Doch leicht können die Daten auch an Dritte gelangen.
Wann schaltet sich der Staat ein und greift auf unsere Daten zu? Der Bundesnachrichtendienst BND darf nur ausländische Spionagedienste überwachen. Die National Security Agency der USA NSA ist an unsere Daten gelangt. Eigentlich sollte das vom BND verhindert werden.
Wozu werden solche Daten verwendet? Sicherlich für Wirtschaftsspionage, doch viel schmerzhafter kann für einen unbescholtenen Bürger ein Eintrag in eine Watch Liste wie die No Fly List, die über die  Einreise in die USA bestimmt, sein. Dazu sind oft keine konkreten Fakten oder Beweise nötig. Postings auf Facebook oder Twitter können ausreichen.
Profilanalyse durch Metadaten
Die semantische Suchmaschine Wolfram Alpha ermöglicht eine Auswertung des eigenen Profils oder das der Freunde in Facebook: Wie, wann, wie oft, wie lange? Metadaten erlauben Auskunft über die wöchentliche Aktivität in sozialen Netzwerken (mit dem Smartphone oder am PC), die Aktivität per Medium (Website oder mobil), Word Cloud, Geolokalisierung und Analyse der Freunde (Geschlecht, Familienstand, Alter, Wohnort).
Von einer freiwilligen Versuchsperson, die anonym waren schnell folgende Informationen auszulesen: Sie ist viel unterwegs. Und sie ist eine für die SPD politisch aktive Person.
Die Suchmaschine ermittelt zur momentanen IP-Adresse den Aufenthaltsort.
Versteckte Metadaten
Ein hochgeladenes Foto hat im Gepäck: Datum und Uhrzeit, Gerät, GPS Koordinaten.
Ein Browser Fingerprint verrät: daheim/ unterwegs, am Arbeitsplatz, beim Freund oder sonst wo.
Über den Likebutton wird der Facebook-Benutzercode weitergegeben. Der gibt an, welche Seiten man besucht hat.

Fazit

Sicher ist es keine Lösung ganz aus dem Internet zu verschwinden. Doch sollte man kritisch darüber nachdenken, welche Dinge man preisgibt.
Es wird immer schwieriger, die Daten die man abschickt unter Kontrolle zu behalten. Bedenke die Folgen: Wem vertraue ich welche Daten an? Verwende möglichst sichere Kommunikationswege. Vermeide Metadaten, z.B. durch das Deaktivieren des GS oder das Entfernen von Geodaten der Bilder (Näheres dazu unter : http://www.pc-magazin.de/ratgeber/metadaten-bildern-videos-bearbeiten-1485970.html )
Ein anschauliches Beispiel zur Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz findet sich auf der Webseite: ‚Das überwachte Leben von Nationalrat Balthasar Glättli‘. Unter https://www.digitale-gesellschaft.ch/vds.html kann jeder ein halbes Jahr aus dem Leben von Herrn Glättli verfolgen: Wo befand er sich gerade, wann hat er telefoniert oder eine Email versendet?
 
Ausschnitt aus der interaktiven Visualisierung des Lebens des Nationalrat Balthasar Glättli

21. Mai 2014: „Cybermobbing, Sexting und deren strafrechtliche Bewertung“

Podiumsdiskussion im Rahmen der bayerischen Woche der Justiz

 
Am 21.05.2014 waren die Klassen 10c, 10d und das P-Seminar Facebook & Co zu der Podiumsdiskussion zum Thema „Cybermobbing, Sexting und deren strafrechtliche Bewertung“ eingeladen. Die Veranstaltung  fand im Rahmen der bayerischen Woche der Justiz in der Bibliothek des Ziviljustizzentrums statt.
Sexting = Sex + Texting
Die Schüler wurden in den Fächern Wirtschaft und Recht und Sozialkunde in enger Zusammenarbeit mit dem Fach Informatik mit den Thematiken des Cybermobbings und Sextings und deren strafrechtlichen Bewertung vertraut gemacht. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Umfrage in den 9. und 10. Klassen des Deutschhaus-Gymnasiums zum Thema Sexting durchgeführt. Im Rahmen dieser Umfrage wurde sehr deutlich, dass die Schüler von diesem Thema im besonderen Ausmaß betroffen sind. 60% der befragten Schüler haben in diese Umfrage angegeben, dass sie schon einmal Nacktfotos bekommen haben, auf denen eine Person zu sehen war, welche sie gekannt hatten. Weitere 11% gaben an, dass sie schon einmal ein Nacktfoto von sich verschickt hatten. Das dies keine Einzelfälle sind und welche strafrechtlichen Konsequenzen die Schüler zu tragen hätten, waren Thema der Podiumsdiskussion.
"Hast du schon einmal freizügige Fotos erhalten, auf denen jemand den du kennst, nackt oder fast nackt ist?" - Onlineumfrage in den 9. und 10. Klassen des Deutschhaus-Gymnasiums
„Tag der offenen Tür“ im Justizzentrum
Im Vorfeld zur Podiumsdiskussion hatten die Schüler der 10c und des P-Seminars Sozialkunde einen Fragebogen entwickelt. Nach einem 20minütigen Einführungsvortrags durch den bayerischen Staatsminister der Justiz, Herrn Prof. Dr. Winfried Bausback, diente dieser als Grundlage für die anschließende 40-minütige Diskussion.
3 Profile eines Sexting-Straftäters
Bei der Podiumsdiskussion wurde den Schülern erläutert, dass es drei typische Profile von Sexting-Straftäter gibt. Die einen wollen mit den Bildern angeben und so möglichst viele Sexualerfahrungen sammeln. Die zweite Tätergruppe ist beziehungsunerfahren und möchten Bilder bekommen, um auch Sexualerfahrungen vorweisen zu können. Die meisten Straftaten werden von diesen beiden Tätergruppen begangen. Diese sind als Jugendliche einzustufen und gelten als eher nicht als kriminell. Zur dritten Gruppe der Straftäter zählt man erwachsene Kriminelle, die Vortäuschen das  gleiche Alter wie ihre Opfer zu haben, um so das Vertrauen zu gewinnen und  so an Nacktbilder von Jugendlichen zu gelangen. Opfer sind meistens Jugendliche oder Heranwachsende. In diesem Zusammenhang berichtete auch der zuständige Jugendrichter der Stadt Würzburg von aktuellen Fällen in der Stadt. Auch erläuterte er den Schülern, über welche Möglichkeiten der Strafzumessung ein Jugendrichter verfügt und dass diese Strafmaße für die Jugendlichen vollkommen ausreichend wären. Auch berichtete er über keinerlei Erfahrungen mit Wiederholungstätern, dies könne aber auch der Fall sein, da diese Straftaten erst seit einem Jahr vermehrt auftreten.
Jugendliche sollen mithelfen durch Selbstanzeige
Als einen wichtigen Appell gaben die beteiligten Vertreter der Justiz und der Polizei den Schülern mit, dass sie Straftaten nicht verheimlichen sollen, indem sie Nacktbilder, welche sie erhalten hatten, einfach löschen, sondern diese sollten Lehrern und/ oder Lehrern gezeigt werden. So können die Schüler zur Aufklärung solcher Straftaten beitragen. Des Weiteren forderten Sie die Eltern auf zur Vorbeugung von Sexting und Cybermobbing mit ihren Kinder über die Preisgabe der eigenen Intimsphäre im Internet immer wieder zu sprechen. Eltern müssen sich kundig machen. Aber auch die Schulen sind gefordert Präventionsarbeit zu betreiben. Am Deutschhaus-Gymnasium ist die Thematik verankert in den Projekttagen der 6. Klassen und anderen Informationsveranstaltungen für die Mittelstufe. Geplant ist eine neue Unterrichtseinheit speziell für Mädchen der Unterstufe.
Die Schüler beteiligten sich rege an dieser lehrreichen und interessanten Podiumsdiskussion zum Thema Sexting und Cybermobbing.
Von Kerstin List und Brigitte Greiner         

„Facebook & Co – Augen auf im Internet“: FHWS und Deutschhaus-Gymnasium kooperieren

Medienkompetenz bei Jugendlichen: Zwei Projekttage zu Cybermobbing, Smartphones, Computerspiele, Facebook

Drei Oberstufenschüler zeigen im Rahmen ihres P-Seminars den Sechstklässlern unter-schiedliche Wahrnehmungen auf, wo die Grenzen von Cybermobbing verlaufen können. (Foto FHWS / Klein)
Drei Oberstufenschüler zeigen im Rahmen ihres P-Seminars den Sechstklässlern unter-schiedliche Wahrnehmungen auf, wo die Grenzen von Cybermobbing verlaufen können. (Foto FHWS / Klein)
An zwei Projekttagen beschäftigten sich Sechstklässler mit dem Projekt „Facebook & Co. - Augen auf im Netz", das im Rahmen zweier P-Seminare „Social Media Behavior" des Deutschhaus-Gymnasiums in Kooperation mit der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, Fakultät Informatik und Wirtschaftsinformatik entstand. Dabei unterrichten Oberstufenschüler Mitschüler aller sechsten Klassen der Schule – ein Lehren auf Augenhöhe. Ziel ist es, den jüngeren Mitschülern Mittel und Möglichkeiten, Macht und Machtlosigkeit der sozialen Netzwerke aufzuzeigen.
Angeboten und betreut wurden die Seminare im Leitfach Informatik von den Lehrerinnen Brigitte Greiner und Margarete Klement. Das Projekt ist Teil des Stufenkonzepts zur Medienbildung am Deutschhaus-Gymnasium, das die Jugendlichen zum reflektierten Umgang mit den eigenen Daten und ihrem Kommunikationsverhalten anregen soll. Dabei gilt es, die Chancen der Netzwerke wahrzunehmen, aber auch die Risiken zu erkennen und zu vermeiden. Besonders gefährdet, so ergab die in den P-Seminaren durchgeführte Befragung von Mitschülern, sind die Schüler der 6. Klassen. Denn sie haben mehr Möglichkeiten als Kenntnisse und können die Folgen ihres digitalen Verhaltens nicht überschauen.
Die jungen Projektteilnehmer beschäftigten sich auf Basis einer Vielzahl von Informationsangeboten wie z.B. Filmen, Workshops, Plakatausstellungen, Referaten und offenen Diskussionsmöglichkeiten mit den Schwerpunkten Cybermobbing, Smartphones, Computerspiele und Facebook.
Als Ergebnisse der Projektarbeit entstanden über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Karsten Huffstadt von der FHWS ein Verhaltenskodex im Umgang mit Social Media, die Planung und Realisation von Workshops für die 6. Jahrgangsstufe während der Projekttage, die Durchführung eines einführenden Elternabends sowie die Erstellung eines Wikis zum Schulprojekt.
Werk eines Deutschhaus-Gymnasiasten im Rahmen der Projekttage „Facebook & Co.“.
Werk eines Deutschhaus-Gymnasiasten im Rahmen der Projekttage „Facebook & Co.“.
Weitere Informationen unter:
Pressekontakt:
Hochschule Würzburg-Schweinfurt
Katja Klein
katja.klein@fhws.de

Artikel zum Download

Informationsveranstaltung mit Simone Rzehak, Verbraucherzentrale Bayern e.V., in den 7. Klassen zum Thema: Meine Rechte im Internet (24./25.07.2013)


Was ist Privatsphäre? Das ist der Bereich, indem ich meine Persönlichkeit ausüben kann und selbst bestimme, wie weit ich anderen Personen Einblick in diesen Bereich gebe. Das Persönlichkeitsrecht unterscheidet zwischen der Intimsphäre, der Privatsphäre und der Sozialsphäre.
Persönliche Daten sind alle Daten die mit meiner Person verknüpft sind wie mein Name, meine Adresse, meine Telefonnummer, meine Augenfarbe und vieles mehr. Persönliche Daten sind durch das Bundesdatenschutzgesetz geschützt.
Aber auch andere Daten wie Texte oder Fotos kann man nicht einfach verwenden oder weitergeben. Das Recht am eigenen Bild ist eine besondere Form des Persönlichkeitsrechts.
Welche Rechte muss man bei Fotos beachten?
-> Urheberrecht: Der Fotograf ist der Urheber und hat das Recht am Bild.
-> Die auf dem Foto abgebildete Person hat das Recht am eigenen Bild. Bei Minderjährigen (<18) liegt das Recht bei den Eltern.
Ist eine Person auf dem Bild nur Beiwerk, dann muss sie nicht extra ihr Einverständnis geben. Ein Foto, das bei einer Klassenfahrt erstellt wurde, darf nicht ohne Erlaubnis der Abgebildeten und des Fotografen veröffentlicht werden.
Auch Prominente haben natürlich ein Recht am eigenen Bild. Damit sind Privatleben und Intimsphäre vor den Medien geschützt. So existieren z.B. keine Bilder von der Wohnung von Frau Merkel. Sollte das öffentliche Informationsinteresse zu groß sein, muss im Einzelfall entschieden werden, ob die  Abbildung zeitgeschichtlich relevant ist.
Darf ich jedes Bild, das ich erhalte, weitergeben?
Das ist nur im Rahmen einer Privatkopie, das ist eine Kopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes, das nicht für öffentliche oder gewerbliche Zwecke genutzt wird, erlaubt.
Sexting
Vorsicht bei pornographischen Fotos! Der Besitz und die Weitergabe von pornographischen Fotos eines minderjährigen Kindes (unter 14) sind strafbar. Hier geht die Strafe über eine Geldstrafe hinaus.
Bei abgebildeten Personen die zwischen 14 und 18 Jahren alt sind, ist bei Einwilligung der fotografierten Person der Besitz des Fotos nicht strafbar. Die Weitergabe eines solchen Fotos kann aber strafbar sein.

Sicherheitseinstellungen bei Facebook:  
Graph Search, nach der Einführung der Chronik die neueste Funktion bei Facebook. Sie beeindruckt und ängstigt zugleich.
Graph Search ist eine neue Suchfunktion, mit deren Hilfe man Gleichgesinnte suchen kann. Wer wohnt in Würzburg und braucht öfters eine Mitfahrgelegenheit nach Wien? Kaum einer gibt solch eine Information explizit in seinem Profil an. Doch Graph Search durchsucht sämtliche Inhalte, die öffentlich gestellt wurden und ermittelt mit dem neuen Algorithmus passende Nutzer. Leicht könnte man auch nach einem Foto von einem öffentlichen Event suchen um darauf eine Freundin zu finden, die gerade auf einem Konzert in Berlin auf der Waldbühne ist.
Beängstigend ist dabei, dass Facebook nun mehr denn je Daten seiner Nutzer erhalten wird. Graph Search wird nur dann richtig gut funktionieren, wenn man auch viel von sich preisgibt.
Bisher ist Graph Search nur verfügbar, wenn man als Standardsprache USEnglish eingestellt hat, doch ist sie dann auch in Deutschland verwendbar und es werden auch deutsche öffentlich gestellten Facebook-Daten durchsucht.
Wir kann man sich schützen?
Nutze passende Einstellungen der Privatsphäre. Minderjährigen-Accounts sind viel besser geschützt. Vorsicht! Wann wirst du virtuell 18?
Tipps:
Den eigenen Account aus Sicht eines anderen anzeigen lassen: „Anzeigen aus Sicht von …“
Überlege gut: Wer soll was von mir sehen?
Ständige Kontrolle der eigenen Internetpräsenz durch ‚Googeln‘ des eigenen Namens. Im Internet wird das Recht auf Vergessen noch nicht umgesetzt.
 
Brigitte Greiner

Sicherheit im Internet – Nerd2Nerd-Chaostreff Würzburg informiert  alle 9. Klassen am DHG (18.07.2013)

„Hast du dich schon mal gegoogelt?“

Im Internet findet man private Daten von dir. Im Normalfall hast du die irgendwo öffentlich gepostet. Doch sind noch viel mehr Daten über dich zugänglich.

Was weiß Facebook über dich?

Eventuell deinen Geburtstag, die Schule, deine Interessen oder den Beziehungsstatus, falls du dies angegeben hast.  Aber Facebook kennt auch deine letzten Aufenthaltsorte und Webseiten, die du aufrufen hast.
Was Freunde oder Freunde von Freunden über dich wissen, hängt von deinen Privatsphäreneinstellungen ab. Dein Name und dein Bild sind aber immer öffentlich.

Warum solltest du nicht einfach alles öffentlich machen?

Du willst sicher unterscheiden, welche Daten du mit guten Freunden, Bekannten, Lehrern, Eltern oder Personalchefs teilst.  Und einmal gepostete Beiträge oder Bilder bleiben unkontrollierbar. Daten werden nie endgültig gelöscht.

Was Dein Profil über andere verrät:

Freundschaftsbeziehungen und Gruppenzugehörigkeit lassen Rückschlüssen auf deine Betätigungsfelder zu. Der Abgleich mit E-Mail-Adressbüchern, die Erwähnung in Nachrichten, das Tagging von Personen (verknüpft mit Ort und Ereignis) oder die automatische Gesichtserkennung ermöglichen es eine gute Personenbeschreibung  zu erstellen. So werden – für den Einzelnen unbewusst - Daten aller Bekannten, auch ohne Profil in Facebook, gesammelt.

Wie kann man sich schützen?

Sucht Alternativen. Schreibt euch Emails, am besten über einen Emailsserver, der seinen Sitz in Deutschland hat, browst mit HTTPS. Chattet zum Beispiel mit Jabber oder veröffentlich wirklich Öffentliches in einem Blog.
Siehe auch bei: http://nerd2nerd.org/
Brigitte Greiner

Googelt mich mein Chef?

„Der Einfluss meines Internetauftritts auf meinen beruflichen Werdegang“ – Eine Informationsveranstaltung für 140 Schüler der elften Jahrgangsstufe am Deutschhaus-Gymnasium Würzburg
Im Internetzeitalter sind für die „Digital Natives Generation“ nicht allein die Bewerbungsmappe und das Bewerbungsgespräch ausschlaggebend für eine erfolgreiche Jobsuche. Auch ein Internetauftritt kann viel über die eigene Persönlichkeit z.B. die Einstellung zur Arbeit, zur Freizeit oder zur Familie offenlegen.
 Informiert sich jeder Arbeitgeber im Internet über einen potentiellen Mitarbeiter? Sicher nicht über jeden, kommt man in die engere Auswahl für eine höhere Position, so hat jeder Chef zahlreiche Möglichkeiten, Informationen über den Bewerber in der Cloud herauszufinden. Auch wenn er eine Absage nicht mit dem Nutzungsverhalten von Facebook begründen darf, so wird er sehr wahrscheinlich eine Bewerbung vernachlässigen, sollte das Ergebnis der Recherche einen negativen Eindruck vermitteln.
In Zeiten der Diskussion um das Ausspionieren von NSA und die Datenmaschine Prism  ist diese Thematik sehr brisant. Mit dieser Einstiegsfrage begann die Podiumsdiskussion der P-Seminare am DHG am Freitag, den 12. Juli. Die Redner waren vier Mitglieder des lokalen Chaostreffs Nerd2Nerd, Doris Aschenbrenner (Diplom Informatikerin), Aleksander Paravec (Diplom Physiker), Joachim Baumeister (IT-Fachmann) und Yannik Zimmermann (Abiturient) und als Fachmann (für rechtliche Fragestellungen) der Rechtsanwalt Ralph Wüst. Unter dem Motto ‚Chaos macht Schule‘ war das die erste große Veranstaltung für eine gesamte Jahrgangsstufe. Bisher hatten Nerd2Nerd einzelne Klassen über die technischen Möglichkeiten zur Sicherheit persönlicher Daten im Internet aufgeklärt. Jetzt konnte sich jeder Schüler von Experten Auskunft zu den dringendsten Fragen geben lassen.
Das Online-Wissenschaftsportal WolframAlpha bietet eine kostenlose Web-App an, die es ermöglicht  eine umfangreiche Analyse des eigenen Facebook Profils und das der Freunde zu bekommen. An den Profilen von Doris Aschenbrenner und einem freiwilligen Schüler demonstrierte Joachim Baumeister die Möglichkeiten der Software an deren Account. Sehr leicht zu erkennen war das persönliche Nutzungsverhalten: Wann und wie lange ist man online, wie oft postet man Nachrichten, lädt Musik oder Videos herunter. Wer und wo sind deine Freunde? Sehr spannend ist die Wort-Wolke, die darstellt, welche Begriffe man in Facebook am häufigsten verwendet. Solche Informationen interessieren in erster Linie den freien Markt, so ist jedes Nutzerprofil an die 200€ wert. Gezielt Werbung zu setzen lassen sich Unternehmen etwas kosten.
Doch welche Bedeutung dieses Profil bei einer Jobsuche erlangt, hängt natürlich sehr von der Branche ab. So wird ein Bankangestellter sicher nicht eingestellt, wenn er viele vertrauliche Informationen auf seiner Plattform postet oder gar twittert. Man wird vermuten, dass er das möglicherweise auch mit Bankgeheimnissen tut. Dagegen sollte ein angehender Journalist oder ein Medienmanager im Netz einen einflussreichen, überzeugenden Internetauftritt auf verschiedensten Plattformen haben.
Wie ist das aber möglich, wenn noch alte Jugendsünden im Netz kursieren? Wird man diese Bilder oder Postings jemals wieder los? Was macht man gar, wenn kompromittierende Fotos im Umlauf sind? Zuallererst wendet man sich sicher hilfesuchend an Freunde oder Vertraute. Wenn das nicht hilft, gibt es auch rechtliche Möglichkeiten, denn das Recht am eigenen Bild ist in Deutschland vom Gesetz geschützt. Manchmal kann es jedoch geschickter sein, Dinge totzuschweigen, um den Streisand-Effekt – etwas wird auf einmal für alle sehr interessant, was zuvor gar nicht interessierte – zu vermeiden. Es gibt eigentlich keine Möglichkeit, einmal ins Netz gestellte Daten wieder zu löschen! Ein kleiner Trost: Je weniger die Daten gefragt sind, umso schwerer sind sie zu finden.
Die Experten waren sich mit dem Publikum einig, dass eine intelligente Nutzung der sozialen Netzwerke für jeden eine Bereicherung ist, jedoch sollte man sich über den sinnvollen Einsatz und eine effiziente Nutzung gründlich informieren.
 
Brigitte Greiner, Margarete Klement