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Schüleraustausch mit Frankreich

Seit dem Schuljahr 2007/08 führt ein Austauschprogramm unter der Leitung von Frau Diel motivierte und interessierte Schülerinnen und Schüler aus unseren 8. und 9. Klassen ans Collège Notre Dame im bretonischen Guingamp.

Schüleraustausch Frankreich 2011

Notre séjour à Guingamp en Bretagne du 22 mai au 29 mai 2011

Lundi, le 23 mai 2011

 
Nach unserer ersten Nacht in Frankreich und vielen bisous ging´s auf in die Schule, wo uns zunächst der „(H)ausmeister“ durch den riesigen Schulkomplex des collège und lycée «Notre Dame» führte, an das auch ein Internat angeschlossen ist. Anschließend sind wir bei einer chocolat chaud in der Lehrerkantine vom Direktor herzlich begrüßt worden. Nach dieser kleinen Stärkung hatten wir die Möglichkeit, am Unterricht unserer corres teilzunehmen. Den Nachmittag verbrachten wir am Meer, wo wir an der sogenannten Rosa Granitküste («la Côte de Granit Rose») entlangliefen und die bizarren Gesteinsformationen bewunderten. Zum Schluss erfrischten sich einige von uns im 14 Grad „warmen“ Atlantik.
Clara H. (8d), Christina T. (8b)
 
 

Mardi, le 24 mai 2011

 
Die Sonne schien, es war warm. Der perfekte Tag für unseren Ausflug auf die «Ile de Bréhat» mit den französischen Austauschschülern. Mit unserem Bus fuhren wir zunächst an die Küste, wo wir an Bord eines Bootes gingen, was uns nach einer Inselrundfahrt auf die wunderschöne Insel brachte. Hier sammelten wir Muscheln, kauften Souvenirs und machten ein Picknick. Den Nachmittag verbrachten wir dann im und am Meer. Danach hieß es: „Schnell zum Bus und ab zur Schule!“, denn der Rest der Franzosen wartete schon auf uns und unsere Sonnenbrände.
Monja M. (8b), Sabine C. (8b)
 

Mercredi, le 25 mai 2011

 
Nach unserem obligatorischen Briefing sind wir zum örtlichen Fußballverein von «En Avant de Guingamp» spaziert. Dort haben wir die 16000 Zuschauer fassende Arena besichtigt und erfahren, wie ein Fußballverein so funktioniert. Vor dem entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die zweite Liga hatte die Mannschaft gerade ihr Abschlusstraining, und wir durften zuschauen. Letztlich hat «En Avant» das Spiel 2:1 gewonnen. Am Anfang unseres Besuchs ist uns ein Spieler begegnet, und wir konnten einige Fotos mit ihm machen. Bei Guingamp haben sogar einige international bekannte Spieler wie Didier Drogba und Franck Ribéry gespielt. Da die französischen Schüler am Mittwochnachmittag keinen Unterricht haben, waren an diesem Nachmittag Unternehmungen mit unseren Gastfamilien angesagt.
Jonathan H. (8d)
 
 

Jeudi, le 26 mai 2011

Am Donnerstag machten wir vormittags einen Gang an der Küste, an der einige Seevögel zu sehen waren. Leider war die dortige Vogelstation nicht geöffnet, und wir bekamen die stürmischere Seite des bretonischen Wetters zu spüren. Ein Großteil der deutschen und französischen Schüler „flüchtete“ sich deshalb schon eher in den Bus. Anschließend fuhren wir zum musée de télécommunication in Pleumeur-Bodou. Während der Führung durchs Museum konnten wir bestaunen, wie früher (ca. 1900) Unterseekabel mit speziellen Schiffen auf dem Grund des Atlantiks verlegt wurden. Die ganze Entwicklung der Kommunikation von damals bis heute wurde gezeigt. Man konnte zum Beispiel auch verschiedene Handygenerationen bewundern. Nach so viel „Bildung“ gab es noch etwas zum Entspannen: virtuelles Snowboarden und Volleyball. Die Mitspieler stellen sich vor eine Wand auf Kreise und ihre Bewegungen wurden in eine virtuelle Umgebung durch eine Kamera übertragen. Zum Abschluss gab es eine Lasershow mit einem Film über die erste Liveübertragung einer Fernsehshow aus Amerika nach Europa, an diesen Ort in der Bretagne.
Leon P. (8a), Oliver G. (8b), Justus R. (8d)

Vendredi, le 27 mai 2011

Am Freitag besuchten wir am Morgen zunächst in Kleingruppen den Unterricht. Es gab mathématiques, art plastique, anglais, français, physique/chémie und histoire. Da in Guingamp jeden Freitag Markt ist, durften wir diesen besichtigen. Auf dem Markt wurden bretonische, asiatische und mediterrane Spezialitäten angeboten. Außerdem gab es ein reichhaltiges Angebot in Sachen Mode und Schmuck. Am Nachmittag fuhren wir dann mit allen französischen und deutschen Schülern zum Bowlingspielen. Als Alternative konnte man auch Tischfußball, Airhockey und Billard spielen. Um einen sehr schönen Tag abzurunden, ging ein Großteil der Schüler noch gemeinsam in die Stadt.
Marie K., Julia K. (8d)
Den Samstag verbrachten die Schüler in ihren Gastfamilien und am Sonntag mussten wir leider schon wieder die Heimreise antreten.

Croissants statt Krapfen – Studienfahrt des Kurses 2f nach Paris

Statt sich ins fränkische Faschingstreiben zu stürzen, brach ein  wackeres Häuflein eifriger Oberstufenschüler am Wochenende in aller Herrgottsfrühe in die französische Metropole auf. Paris in zwei Tagen – ein ambitioniertes Vorhaben! Historische Stätten (Place de la Bastille, Louvre), architektonische Spezialitäten (Musée d’Orsay, Centre Pompidou), touristische Musts (Montmartre, Champs Elysées) und Höhepunkte im Wortsinn (Tour Eiffel, Arc de Triomphe) – das straffe Pflichtprogramm des Paris-Erstreisenden wurde nicht nur ohne Murren absolviert, sondern sogar mit informativen Referaten angereichert. Dass neben den Besichtigungstouren noch Zeit für einen Theaterbesuch (la nuit d’un songe de mars – angenehmes Träumen), fürs Shoppen und sogar fürs Essen blieb, ist verwunderlich. Von der Pariser Frühlingssonne wohlwollend beschienen in jedem Fall ein vielseitiger Paris-Einstieg, der hoffentlich Lust auf mehr gemacht hat!
U. Meyer

Schüleraustausch mit dem Collège Notre Dame in Guingamp vom 1. – 8. Mai 2010

8. Mai, 22 Uhr vor dem Deutschhaus-Gymnasium: Nach langer Fahrt kommen wir (29 Achtklässler, Herr Lampert und Frau Elflein als begleitende Lehrkräfte) wieder dort an, wo wir vor einer Woche losgefahren sind: in der Haltebucht des DHG.
Mit im Gepäck haben wir Muscheln, Fußballschals von En Avant de Guingamp, bretonische Kekse, viele Fotos – vor allem aber auch persönliche Erfahrungen, die man in dieser Form vielleicht nur im Rahmen eines Schüleraustauschs machen kann.

Die folgenden Auszüge einer kleinen Umfrage zeigen, was unsere Schüler alles erlebt und erfahren haben:
  1. Welches neue Wort hast du gelernt?
    chouette, sèche-cheveux, mouchoir, coccinelle, phoque, tétine
  2. Welches Ausflugsziel hat dir am besten gefallen?
    Saint-Malo, île de Bréhat, das Fußballstadion, Mont St.-Michel
  3. Was ist an einer französischen Schule anders?
    die Krankenstation, das CDI, die Sprache, keine Vertretungslehrer, die Kantine
  4. Was hat dir nicht so gefallen?
    der Regen, die blutigen Steaks, Big challenge, dass wir so schnell gelaufen sind
  5. Was hat dir am besten geschmeckt?
    die Crêpes von Auréliens Mutter, Crêpes zum Frühstück, Crêpes mit Nutella, Pizza
  6. Was möchtest du nicht noch einmal essen?
    bretonische Wurst, Schnecken, Müsli ohne Milch, Krabben
  7. Was hast du an deiner Gastfamilie besonders gefunden?
    die Luxusdusche, keine Teller zum Frühstück, die 20 000 Hühner, dass alle nett waren
  8. Was würdest du dir für den nächsten Austausch wünschen?
    mehr Zeit für Strand und Besichtigungen, gutes Wetter, mehr Zeit mit den Austausch-Schülern, dieselbe Gastfamilie, bessere Französischkenntnisse
Wir werden – soweit es uns möglich ist - daran arbeiten, dass sich diese Wünsche bei der nächsten Begegnung zwischen dem DHG und dem Collège Notre Dame erfüllen!

P. Elflein

Schüleraustausch mit dem Collège Notre Dame in Guingamp (2009)

Im Jahr 2009 stand Guingamp zum Zeitpunkt unserer Ankunft noch Kopf, denn der Verein En avant (auf deutsch vorwärts) hatte wenige Tage zuvor sensationell den französischen Fußballpokal gewonnen – vor 80000 Zuschauern im Pariser Stade de France. Seither kennt jedes Kind in Frankreich den Ort unserer Partnerschule, und auch wir, 22 Schüler sowie zwei Begleitpersonen durften eine Woche lang Guingamp und die Bretagne kennenlernen.
 
Während dieser Zeit haben unsere Schüler ihre Eindrücke in Tagebuchform festgehalten:
 
Samstag, 23.05.
 
Endlich mal Ausschlafen nach der langen Busreise! Ein Blick aus dem Fenster verrät: die Sonne scheint! Und was gibt es noch? Kühe im Garten! C'est très bizarre! Meine Austauschpartnerin lebt auf einem riesigen Bauernhof mit Hühnern, einem Pferd, Hunden ... und Kühen. Es gibt mehrere Scheunen, Weiden und Gehege. Im Haus leben einige Katzen, darunter zwei Junge. Sie sind total niedlich! Am Nachmittag geht’s zum Reitunterricht.
 
Montag, 25.05.
 
Nach dem Aufstehen um halb acht geht’s mit dem Fahrrad zur Schule. On fait la bise (finde ich gut!). Zu Beginn der Schule unterhalten wir uns mit unseren Lehrern über das Wochenende in den Familien. Nach einer Schulführung (Collège, Lycée, Internat, Kirche, Mensa, Fitnessraum und einiges mehr) werden wir vom Direktor der Schule bei Orangensaft und Kuchen empfangen. Anschließend nehmen wir am Unterricht teil. Ich war in einer Mischung aus Geographie und Geschichte – wir haben über Italien gesprochen, soviel habe ich immerhin verstanden.
Nach dem Essen in der Kantine fahren wir ans Meer. Ein paar Mutige trauen sich ein paar Schritte ins Wasser, andere suchen nach Muscheln.
 
Dienstag, 26.05.
 
Um 9 Uhr starten wir unseren Tagesausflug auf die Ile de Bréhat. Kurz bevor wir vom Bus auf die Fähre umsteigen, schicken wir unseren Mitschülern, die gerade im Englischunterricht sitzen, noch eine MMS mit der wunderschönen Sicht auf das blaue Meer.
Nach einer recht stürmischen Überfahrt und Umrundung der Insel laufen wir an zum Baden einladenden Stränden vorbei, an denen wir am liebsten gleich geblieben wären. Wir wandern jedoch erstmal zur kleinen Kapelle St Michel auf einem Hügel und genießen den Ausblick über die autofreie Insel, die nur 300 Einwohner hat. Wir besuchen ein kleines Dorf und am Nachmittag geht’s dann endlich an den Strand. Wegen der Ebbe müssen wir recht weit gehen, um ins Wasser zu kommen.
 
Mittwoch, 27.05.
 
Mit gewisser Skepsis haben wir den drei Schulstunden am Mittwochmorgen entgegen gesehen. Aber trotz aller Befürchtungen sollte es ein sehr interessanter Tag werden. Zunächst werden wir in kleine Gruppen eingeteilt und begleiten dann unsere Austauschschüler durch den Unterricht. Maths, Anglais, Histoire-Géo und Sport stehen auf dem Stundenplan – und natürlich auch Allemand, wobei der Deutsch-Unterricht an diesem Tag von unseren eigenen Lehrern bestritten wird.
Den Nachmittag verbringen wir mit „unseren“ Familien. Einige verabreden sich zum Besuch eines Freizeitparks und zum Grillen am Abend.
 
Donnerstag, 28.05.
 
Heute stehen das Musée des Télécommunications in Pleumeur-Bodou und das Aquarium von Trégastel auf dem Programm. Im Museum wird die Geschichte der Telekommunikation vom ersten Telegraphie-Unterseekabel bis hin zum Mobilfunk erzählt. Teil des Museums ist das sogenannte Radôme, eine riesige Antennenanlage, mit der in den 60er Jahren die erste Live-Fernsehübertragung von den USA nach Europa per Satellit stattfand. Eine beeindruckende Lichtshow erzählt diese Geschichte nach.
Nach der Show spielen wir in einer virtuellen Welt Volleyball und fahren Snowboard – all das vor einer grünen Wand, die uns direkt in ein Computerspiel hinein projiziert.
Zum Picknick fahren wir ein letztes Mal mit dem Bus an den Strand und lassen uns später im Meeresaquarium Seesterne, Jakobsmuscheln und Krebse zeigen. Wir dürfen die Tiere sogar anfassen!
 
Am späten Abend treffen wir uns wieder zur Heimfahrt an der Schule. Erst haben wir uns zwar auf die Heimreise gefreut, aber dann fällt uns der Abschied doch sehr schwer. Die meisten von uns müssen weinen. Als der Bus losfährt, rennen viele Franzosen hinterher. Einige Autos begleiten uns sogar bis zur Autobahn.
Wir glauben, dass alle den Austausch wirklich sehr schön fanden, und freuen uns auf ein Wiedersehen!
 
S. Lampert. P. Elflein, sowie die Tagebuchschreiber Charlotte, Johannes, Jakob, Benjamin, Rebekka, Orla, Theresia, Bianca, Oliver und Jan.
 

Hier einige Fotos aus dem Jahr 2009: