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Von Zauberfußbällen und kleinen Prinzen

Der Vorlesetag am DHG 2016

 
Welches Kind kennt sie eigentlich nicht, die schrecklichen Herdmanns? Am Freitagvormittag trieben sie jedenfalls ihr Unwesen in der Bibliothek des Deutschhaus-Gymnasiums. Außerdem entpuppte sich ein hässlicher Lederball mit ausgefransten Nähten als magischer Zauberfußball und ein Junge aus Neukölln machte den Fund seines Lebens: eine Tasche voller Geld!

Diese und noch mehr Geschichten – ob spannend, ob lustig, ob berührend, ob zum Nachdenken anregend – begeisterten die jungen Zuhörer.

Denn am Freitag, den 18.11. war es wieder soweit: Der bundesweite Vorlesetag, der dieses Jahr bereits in die 13. Runde ging, fand zur Freude der Schülerinnen und Schüler endlich statt. Jedes Jahr am dritten Freitag im November schenken – eben im Rahmen des Vorlesetages, einer Aktion von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung – vorlesebegeisterte Lehrer den neuen Fünftklässler am DHG einen Vormittag zum Zuhören. Und diese wiederum freuen sich darüber, jeweils eine Stunde lang dem Alltagsstress zu entfliehen und zumindest kurz in andere Welten einzutauchen.

Dieses Jahr zählte zu den Vorlesern ein waschechter Prominenter aus unserer Region. Der Landtagsabgeordnete und ehemalige Würzburger Oberbürgermeister Georg Rosenthal konnte als Vorleser gewonnen werden. Rosenthal, der sich – wie er selbst sagt – dem Deutschhaus-Gymnasium persönlich eng verbunden sieht, da seine eigenen Kinder hier erfolgreich ihr Abitur abgelegt haben, las den Schülerinnen und Schülern aus dem zeitlosen Märchen „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry vor und sprach mit ihnen auch darüber, wie wichtig Wünsche und Träume sind.

Und Fantasie, möchte man hinzufügen, der man ja nicht zu Unrecht Flügel zuschreibt.

Eigentlich könnte so ein Vorlesetag doch öfter stattfinden. Das Rezept hierfür ist denkbar einfach: Man nehme ein Buch, einen enthusiastischen Vorleser und ein Publikum.

Eine kleine Warnung für Eingeweihte zum Schluss: Den tätowierten Kopf seines Baby-Bruders sollte man trotzdem besser nicht mit Scheuermilch behandeln!