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Besondere Aktivitäten

 

„Die Flüchtlingsrevolution“
Weltreporter Philipp Hedemann berichtet

Am Freitag, den 24.03.2017 durfte das Deutschhaus-Gymnasium Philipp Hedemann als seinen Gast begrüßen. Der Weltreporter lebte selbst dreieinhalb Jahre in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und berichtete als Afrika-Korrespondent aus mehr als 20 verschiedenen Staaten. Dabei lernte er Männer, Frauen und Kinder kennen, die alles verloren hatten und deren einziger Ausweg die Flucht war.
In einer Zusammenarbeit mit weiteren Weltreportern fasste Philipp Hedemann die Geschichten dieser Menschen im Buch „Die Flüchtlingsrevolution“ zusammen. So konnte die Q11 am vergangenen Freitag einen kleinen Einblick in die Arbeit des Journalisten gewinnen, der nicht nur aus seinem Buch vorlas, sondern auch eindrucksvoll von seinen Erlebnissen als Weltreporter und Afrika-Korrespondent berichtete. Dabei schilderte er vor allem die Geschichte der 38-jährigen Syrerin Ameena Abdul Rahman. Nachdem ihr Mann mit ihren älteren Kindern vorausgegangen war, floh auch die ehemalige Lehrerin aus Syrien mit ihren zwei jüngsten Töchtern. Philipp Hedemann hatte die drei am Strand von Kos, einer griechischen Insel, kennengelernt und steht bis heute in engem Kontakt zur Familie, indem er sie bei ihrer Ankunft in Norddeutschland unterstützt hatte. So kam es dazu, dass Ameena sich bereit erklärte, den Prolog zum Buch „Die Flüchtlingsrevolution“ zu schreiben.
Im Anschluss des eindrucksvollen und emotionalen Vortrags hatte die Q11 noch die Möglichkeit, verschiedenste Fragen zum Thema Flucht und zu Ameenas neuem Leben in Deutschland zu stellen.
 

Der Autor Thomas Thiemeyer zu Besuch am DHG

Am 31.03.2017 war der Autor Thomas Thiemeyer an unserer Schule zu Besuch. Er stellte den dritten Band seiner Trilogie „Evolution“ vor.
Er erzählte drei 7. Klassen, wie er zum Schreiben kam, denn eigentlich studierte er Geographie und Geologie. Später war er zunächst als Illustrator tätig und gestaltete unter anderem Buchcover.
Im Klappentext eines Romans, den er gut fand, sah er, dass der Autor ebenfalls in Stuttgart lebte. Er kontaktierte ihn und die beiden wurden Freunde. Der andere Autor, Andreas Eschbach, half ihm auf seinem Weg, selbst Autor zu werden.
Er sagt dazu, dass er viel Glück hatte, denn in Deutschland können nur 200 Autoren von ihren Büchern leben. Er gehört dazu.
„Jeden Morgen nehme ich mir vor, 1000 Worte oder mehr zu schreiben!“, erzählt der Schriftsteller. So braucht er etwa ein halbes Jahr für jedes neue Buch.
Inzwischen hat er über 18 Bücher veröffentlicht, von denen er uns den ersten Band der Trilogie „Evolution“ genauer vorstellte.
Das Buch handelt von ein paar Jugendlichen, die einen Schüleraustausch in Amerika machen wollen, aber nach einem komischen Vorfall im Flugzeug in Denver notlanden müssen. Schon nach kurzer Zeit bemerken sie, dass sie weit in die Zukunft gereist sind und die Pflanzen und Tiere die Welt übernommen haben. Ein Kampf ums Überleben beginnt.
Nachdem Herr Thiemeyer einige spannende Stellen vorgelesen hatte, beantwortete er unsere Fragen. Danach durfte sich jeder eine Autogrammkarte holen und das von ihm gemalte Gemälde aus der Nähe ansehen, das er dabei hatte und das die Zukunft im Roman darstellt.
Wir sind schon sehr gespannt, wie es weitergeht…
Vielen Dank an Herrn Thiemeyer für den interessanten Besuch!
 
Carlotta, Ella, Antwon, Luca (7a)
 

Der Schauspieler Peter Hub bei uns im DHG (26.02.2016)

 
Am Freitag, den 26. Februar 2016, besuchte der Schauspieler Peter Hub die 5. Klassen unserer Schule. In der kleinen Aula trug er uns sehr unterhaltsam und fesselnd bekannte Gedichte vor, wie zum Beispiel „Der Zauberlehrling“ von Goethe, „Max & Moritz, der vierte Streich“ von Wilhelm Busch, „Ottos Mops kotzt“ von Ernst Jandl und „Die Sache mit den Klößen“ von Erich Kästner.
Anschließend beantwortete Herr Hub uns noch einige Fragen (hier ein Auszug):
Frage: „Wie lernen Sie Ihre Texte auswendig?“
Herr Hub: „Ich spreche den ersten Satz und wiederhole ihn. Dann spreche ich den zweiten Satz und wiederhole ihn zusammen mit dem ersten und so weiter. Schließlich wiederhole ich die ganze Strophe … Ein Tipp: Mit Bewegung geht es einfacher! Also, wenn sich im Text eine Person bückt, dann bücke ich mich beim Auswendiglernen eben auch!“
Frage: „Haben Sie während einer Theatervorstellung schon einmal den Text vergessen?“
Herr Hub:“ Ja, aber wenn man mit anderen Schauspielern zusammen spielt, hilft man sich gegenseitig weiter.“
Frage: „Mit wie vielen Jahren wussten Sie, dass Sie Schauspieler werden wollen?“
Herr Hub: „Ich wusste es eigentlich nie. Dann hat es mir aber Spaß gemacht und es hat sich so ergeben.“
Frage: „Haben Sie ein Lieblingsgedicht?“
Herr Hub: „Ich habe keines. Es gibt so viele schöne Gedichte!“
 
Da können wir Ihnen nur zustimmen! Vielen Dank für die tollen 1,5 Stunden!
 
Luisa und Miriam (beide Klasse 5a)

Entführung in fremde Welten - Vorlesetag am 20.11.2015

Was haben der größte Weltenzerstörer des Universums, fabulierende Bären und ein Junge, der nie mehr schlafen muss, gemeinsam?
Sie alle sind die Helden in Kinder- und Jugendbüchern, die die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen eintauchen ließen in die lustige, spannende und auf alle Fälle vielfältige Welt der Bücher. Denn anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am 20.11. schenkten vorlesebegeisterte Lehrer, unterstützt von ebenso lesefreudigen Schülern der Oberstufe den 5. Klassen einen Vormittag zum Zuhören.
 

Hier ein Erfahrungsbericht:

Am 20.November konnten alle 5. Klassen für eine Stunde lang ihren Alltagsstress vergessen, sich entspannen und in der Schulbibliothek spannenden Geschichten, vorgelesen von den Lehrern, lauschen. Wir, die Klasse 5c, wurden von Herrn Seefried zuerst in die Zeit des Arche Noah – Baus entführt. In dem Buch mit dem Titel „Abc, Abc, Arche Noah sticht in See“ versuchen ganz viele verschiedene Tiere gemeinsam die Arche zu bauen. Danach machte uns Frau Bayer mit dem Einsiedler und dem Bären bekannt. Sie las uns das zweite Kapitel vor, in dem der Bär das Kochen lernen wollte. Das ging erst ein paar Mal ziemlich lustig schief, doch am Ende gab es einen leckeren Festschmaus. Der Vorlesetag hat uns allen sehr gefallen und wir bedanken uns bei den Lehrern ganz herzlich für die abwechslungsreichen Lesungen.
Melina und Yasmin, 5c
 

Hinweis für Leseratten und Neugierige:

Wem die oft viel zu kurzen Ausschnitte Appetit auf das Weiterlesen gemacht haben, sollte einfach ‘mal in der Schülerbücherei vorbeischauen. Dort findet ihr die vorgestellten Bücher und natürlich noch viele mehr!
 

Das Deutschhaus kann auch Sprache - das Projekt "Das vergessene Wort"

Texte analysieren, die Motivik und deren Bedeutung interpretieren, das ist der übliche Weg, wie sich Schüler der Oberstufe mit Literatur auseinandersetzen.  Die Ästhetik der Sprache, die besondere Klangfülle einer Formulierung, der Sinn für die besondere Wortwahl bleibt dabei oft unberücksichtigt.  
Ein Deutschkurs unseres Gymnasiums beschäftigte sich deshalb ein halbes Jahr lang mit der deutschen Sprache, dem in ihr verborgenen Kulturgut und ihren vergessenen und schönen Wörtern. Zum Abschluss des Projektes „Das vergessene Wort“, das Angelika Humann, Dozentin der  Dr.- Ing.-Hans-Joachim- Lenz- Stiftung, Mainz, durchführte, stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit vor.

Entdecken des Reichtums der deutschen Sprache 

Wortorientiertes Lesen stand im Mittelpunkt und die Schüler berichteten  in den Arbeitssitzungen, die im Abstand von etwa fünf Wochen stattfanden, von ihren Entdeckungen:  Wörter, die besonders schön klingen, Wörter, die wir heute nicht mehr verwenden, Wörter, die ungewohnte Bilder zeichnen oder durch ihre Lautung Rhythmen entstehen lassen. Dabei beschrieben sie ihre veränderte Wahrnehmung von Sprache und erzählten  von der Verwunderung und Neugierde,  wenn sie solche Wörter im Gespräch ausprobieren, doch auch von der Achtlosigkeit, mit der Gesprächspartner auf ihre ungewohnte Sprachverwendung reagieren.
Im Rahmen des Projekts untersuchte jeder  Schüler ein literarisches Werk aus den verschiedenen Epochen des 17. bis 20. Jahrhunderts, das er sich in einer Vorstellrunde ausgewählt hat und das die Lenz-Stiftung kostenfrei zur Verfügung stellt.  Dabei war die Herausforderung, nicht inhaltlich zu lesen, sondern die ganze Aufmerksamkeit auf das einzelne Wort oder den Klangzusammenhang des Satzes zu legen und die Beobachtungen nach unterschiedlichen Kategorien zu ordnen:  nach Wörtern,  die dem einzelnen Schüler unbekannt sind,  ihm nicht mehr gebräuchlich zu sein scheinen oder auf ihn besonders schön wirken und nach Sätzen, die ihn sprachlich oder auch inhaltlich besonders beeindrucken.  Die für diesen Reflexionsprozess notwendige Sensibilität gegenüber Sprache motivierte Frau Humann  besonders mit sprachspielerischen  und kreativen Aufgabenstellungen
Die so entstandenen Listen mit Textzitaten wurden zusammen mit einem Erfahrungsbericht, in dem jeder Teilnehmer seinen eigenen Weg zu einem erweiterten Sprachbewusstsein nachvollzog, in einer von der Lenz-Stiftung besorgten  Publikation veröffentlicht. 
 

Abschluss des Projektes "Das vergessene Wort"

Es herrscht Spannung in der kleinen Aula des Deutschhaus-Gymnasiums. Knapp fünfzig Gäste sind anwesend; die Schüler gehen ihren Plan noch einmal durch. Die angehenden Abiturienten sollen an diesem Abend ihr Projekt vorstellen, für das sie sich von ihrer Kursleiterin Christine Hochmuth begeistern ließen. Sie betritt als erste die Bühne und schreitet mit einem stolzen Lächeln ins Scheinwerferlicht. „Die Welt verändert die Sprache, die Sprache verändert die Welt“, beginnt sie ihre Rede. Sie begrüßt das Publikum aus Eltern, Lehrern, Schülern und insbesondere Frau Hartogs und Frau Humann, die die Hans-Joachim-Lenz- Stiftung aus Mainz vertreten,  die das Projekt ermöglicht hat.
 
Auch der Schulleiter, Herr Baur, der zu Beginn seiner Rede zugibt, kein Germanist zu sein, betont die Bedeutsamkeit der Sprache für seinen persönlichen Alltag: Erstaunt zeigt er sich über das Ausmaß des sprachlichen Wandel, den er beobachtet. Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse und vergleichen in einem Sketch auf unterhaltsame Weise die Grammatik und den Satzbau des Deutschen und des Chinesischen. Amüsant sind auch die folgenden Dialoge. Sie stellen unterschiedliche sprachliche Stile gegenüber: Zuerst sieht man eine Mutter, die mit ihrer Tochter über den Zustand ihres Zimmers streitet. Dabei verwendet die Tochter jugendliche Umgangssprache und die Mutter bildungsbürgerliche, intellektuelle Ausdrücke und Sprachformen. Danach wechseln sie die sprachlichen Niveaus und die Diskussion erfährt eine gänzlich andere Prägung. Auch in der nächsten Szene, einer Personenkontrolle, bekommt die gleiche Aussage durch die unterschiedliche Sprachverwendung eine völlig andere Wirkung und das Machtgefüge verändert sich vollständig.
Doch Sprache wird nicht nur durch diesen soziologischen Aspekt gekennzeichnet, sondern umfasst auch poetische Qualitäten. In der nächsten Präsentation tragen zwei Schülerinnen Synonyme für „Morgenröte“ bei J. v. Eichendorff  wie „Aurora“, „Morgenglanz“, „Morgenröte“, „flammender Morgen“, „Morgensonne“, „Morgenscheine“, „Morgenglühen“, und „Morgenschimmer „vor und zeigen dadurch die Vielfalt unserer Sprache. So kann jeder seinen eigenen Wortschatz finden und damit wird Sprache wichtig für unsere Individualität und Identitätsfindung. Dies ist auch Thema der nächsten Gruppe, die mit verschiedenen Zitaten den Einzelnen zu beeindrucken und auch zu beeinflussen versucht. Doch das Ich weiß sich von den Manipulationsversuchen zu lösen und erkennt sich dank seiner Sprache als Individuum.
Mit der feierlichen Übergabe der Teilnahmezertifikate und der in diesem Projekt entstandenen Publikation „Das Vergessene Wort“ an die Schülerinnen und Schüler endet die Veranstaltung und ein schönes und lehrreiches Projekt findet einen gelungenen Abschluss.
Vera B./ Jonathan G.
 

Ohren auf für Darklord, Zement und die Kuh Sonja!


Einen Vormittag lang bevölkerten sonderbare, komische und aufregende Wesen die Schulbibliothek und fanden gespannte Zuhörer: Anlässlich des bundesweiten Vorlesetags waren unsere fünften Klassen dazu eingeladen, sich Geschichten von Darklord, Zement, der Kuh Sonja und anderen interessanten Figuren anzuhören. Oft waren fünfundvierzig Minuten viel zu schnell vorbei und hätte man gern gewusst, wie es weitergeht... Ein kleiner Trost für alle Neugierigen: Darklord (Jamie Thomson: Darklord – da gibt’s nichts zu lachen!) und Zement (Die Kurzhosengang) warten in den Regalen der Schulbibliothek auf euch!

P. Elflein

Gegen das Vergessen: Gerd Berghofers Programm über die verbrannten Dichter


An die (fast) vergessenen Schriftsteller und Schriftstellerinnen Deutschlands, deren Schriften im Dritten Reich verbrannt und die schließlich selbst Opfer des Regimes wurden, erinnerte der Rezitator Gerd Berghofer mit seinem literarischen Programm „Die verbrannten Dichter“. Nicht nur die Texte der Autoren, auch ihre teils erschütternden Biografien sowie kleine Anekdoten aus ihrem Leben nutzte Gerd Berghofer, um bei den Schülern der zehnten Klassen Geschichten von Menschen zu erzählen, die nicht vergessen werden sollen: Erich Mühsam, Else Lasker-Schüler, Armin T. Wegener, Oskar Maria Graf, Kurt Tucholsky, und viele andere mehr.
 
 

Rittertum am DHG - Mittelalter-Projekt der siebten Jahrgangsstufe

Eifriges Werken und Wirken in der 7c – die Gruppe von Thomas und Luca gestaltet ein Plakat zur Veranschaulichung von mittelalterlichen Redensarten, Theresa und ihre Gruppe entwerfen elegante mittelalterliche Mode, die Arbeitsgruppe um Jérôme ringt mit der Übersetzung eines mittelhochdeutschen Minnelieds.
Drei Schultage beschäftigten sich alle Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe mit Fragen rund ums Thema „Zwischen Fehde und Minne – Rittertum im Mittelalter“. Deutsch- und Geschichtslehrkräfte hatten für die Projekttage einen umfangreichen Lernzirkel erarbeitet, der an acht Stationen umfassende Einblicke in Kultur und Sprache des Mittelalters bot. Minnesang und Mode, Burgen und Bräuche standen auf dem Programm. Die Schüler lernten wichtige Epen kennen und befassten sich mit dem mittelalterlichen Burgenbau, sie entwarfen farbenfrohe Klassenwappen und gestalteten ansprechende Einladungen zu Festgelagen. Mithilfe von Lösungsblättern überprüften die Siebtklässler ihre fachlichen Arbeitsergebnisse. Die kreativen Arbeiten wurden im Klassenverband vorgestellt. Ergänzt wurde die vielseitige und intensive Auseinandersetzung mit dieser deutschen Hoch-Zeit durch eine Exkursion auf die Marienfestung – eindeutiger Standortvorteil fürs DHG!
U. Meyer

DHG liest vor: Vorlesetag für die 5. Klassen


Am 15.11.2013 lud die Stiftung Lesen zum 10. Bundesweiten Vorlesetag ein, um so bei möglichst vielen Kindern die Lust aufs Lesen zu wecken. Mehr als 80 000 Vorleser, darunter auch das Deutschhaus-Gymnasium, beteiligten sich an dieser Aktion. Wie jedes Jahr durften unsere Fünftklässler für eine Schulstunde in die Bibliothek kommen und den Vorleserinnen lauschen. Auf diese Weise erfuhren die Schüler, wer sich um acht Uhr an der Arche Noah trifft, wieso Pauls Eltern beschlossen haben, sich von ihm zu trennen, u.v.a.m. Wer nach diesen kurzen Auszügen noch nicht genug hatte, konnte sich das Lesefutter gleich aus dem Regal nehmen!
P. Elflein
 

Alle Macht der Fantasie! Die 5a zu Besuch in der Schreibwerkstatt


Wie bringt man Fünftklässler im Handumdrehen dazu, dass sie mit Feuereifer und drei Stunden lang Gedichte schreiben? Man lädt sie zu einer Schreibwerkstatt in die Stadtbücherei ein, stellt ihnen Gummibärchen auf die Tische und lässt sie mit dem Workshop-Leiter Alexander Jansen ans Werk gehen.
Was dabei herauskommt: jede Menge Bildgedichte, Elfchen, Haikus, Quatschgedichte – und Kindersätze wie dieser: „Meine Fantasie sieht aus wie tausend explodierende Kerzen“.

P. Elflein

Vorlesetag in der Bibliothek

In der Bibliothek könnte man die redensartliche Stecknadel fallen hören. Gebannt verfolgen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d, wie der junge Krabat auf die geheimnisvolle Mühle stößt, in der er sich als Lehrling verdingen möchte. Der fesselnde Vortrag der Vorleserin, Frau Hertel, macht Lust aufs Weiterlesen im Jugendbuchklassiker von Otfried Preußler.
Neben „Krabat“ wird Lustiges und Humorvolles zu Gehör gebracht, etwa neue Abenteuer der bekannten und gefürchteten Familie Herdmann.
Am 9. bundesweiten Vorlesetag hat Frau Elflein alle fünften Klassen in die Bibliothek eingeladen und Eltern, Lehrer und auch eine Buchhändlerin gebeten, den Kindern aus ihren Lieblings-Jugendbüchern vorzulesen. So ist ein abwechslungsreiches Programm zusammengekommen, das die Kinder aufmerksam verfolgen. Das Engagement der Vorleser, das Kennenlernen neuer Bücher, der behagliche Veranstaltungsort mit der riesigen Auswahl aktueller Kinder- und Jugendbücher – eine tolle Veranstaltung, um die Lesefreude der Fünftklässler zu wecken und zu fördern!
U. Meyer

Flohzirkus und Löwengarten (2012)

Noch rutschen die Schüler zappelnd und plappernd auf den Stuhlreihen in der Bibliothek umher und erwarten unruhig den Balladen-Vortrag von Peter Hub, den Frau Elflein einmal mehr für alle fünften Klassen organisiert hat. Auf die Einstiegsfragen des Schauspielers, die an den üblichen Deutschunterricht erinnern, lassen sich die jugendlichen Zuhörer nur zögerlich ein.
Als der Rezitator jedoch seine Stimme erhebt, um Goethes Zauberlehrling zum Leben zu erwecken, werden die Kinder schlagartig ganz still und lauschen gespannt der Geschichte von dem unartigen Lehrling, der bald mit der Überschwemmung des Hauses zu kämpfen hat, statt das geplante Bad genießen zu können. Packend stellt der unscheinbar wirkende Schauspieler seine Texte mit einfachen szenischen Mitteln dar. Als er das Erscheinen des alten Hexenmeisters durch die Eingangstür der Bibliothek gestisch andeutet, wenden sich alle Kinder gebannt um, um diesen in Augenschein zu nehmen.
Neben bekannten und weniger bekannten Balladen – eindrucksvoll vorgetragen unter anderem „Der rechte Barbier“ von Adelbert von Chamisso – hat Peter Hub lustige und nachdenkliche Erzählgedichte im Gepäck, mit denen er seine Zuhörer im zweiten Teil der Veranstaltung unterhält, z.B. den „Fisch mit Namen Fasch“ mit seinem „weißen Asch“ von Bertolt Brecht.
Zum Schluss ermuntert der Schauspieler die Kinder, sich selber am szenischen Vortragen von Gedichten zu versuchen. Eine schöne Aufgabe für den Deutschunterricht!
U. Meyer