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Schüleraustausch mit China 2011

Deutsche an der Shibei High School in Shanghai

Nach fast 10 Stunden Flug kamen wir am 7. April früh morgens in Pudong, dem supermodernen Flughafen Shanghais, an. Der Reise waren der Besuch unserer Austauschpartner im Jahr zuvor, Probennachmittage, – schließlich ist dies ein Kulturaustausch – und aufgeregte Diskussionen (wieweit ist China eigentlich von Fukoshima entfernt?) vorangegangen. Nun waren wir also in Shanghai und wurden von den Lehrern der Shibei High School mit einem herzlichen „Ni Hao“ begrüßt.
Wie wichtig Schule in China genommen wird, wurde schon gleich nach der Ankunft klar: nach der ersten Begrüßung ging der Unterricht weiter. Die deutschen Gäste bekamen zum Einstieg Unterricht in Kalligraphie und Tai Chi. Einige Schüler schliefen dabei angeblich ein, was sicherlich allein auf die Zeitverschiebung zurückzuführen war.
In China aufzuwachsen, heißt einer von 1,3 Milliarden zu sein. Angesicht dieser Zahl versteht man nach 14 Tagen China die Sorge der chinesischen Eltern, wenn es um die schulische Karriere ihrer Sprösslinge geht. Letztlich entscheidet auch der Schulabschluss, ob man als „Stand-around“ arbeitet  (eine neue Wortschöpfung von Herrn Buffy) oder in der Wangfujing Dajie in Beijing, in der sich eine Nobelboutique an die andere reiht, zum Shopping geht.
Während die chinesischen Gastgeber also bis tief in die Nacht paukten, waren wir ebenso unermüdlich beim Sightseeing und Shoppen (Die Reihenfolge soll nichts über die Wertigkeit aussagen.). Am letzten Tag hatten wir nochmals gemeinsam Unterricht mit den chinesischen Schülern und Schülerinnen: zunächst Englisch, dann wurde in der Musikstunde die chinesische Oper behandelt. Auch der Nachmittag war der Begegnung mit der Kultur des Austauschpartners vorbehalten: Dabei war das Liedrepertoire des Chors der Shibei High School eindeutig westlich geprägt, doch vielleicht vermittelte auch die Sternpolka, die unsere Gruppe einstudiert hatte, nicht ein ganz authentisches Bild zeitgenössischen fränkischen Brauchtums. Dafür hatten alle einen Riesenspaß, als die chinesischen Mädels und Jungs bayerische Tanzschritte übten, während sich Jenni, ihre Musiklehrerin, eifrig Notizen zur Body-Percussion machte.
In Shanghai und Xian wird übrigens jeden Abend auf den großen öffentlichen Plätzen getanzt: vielleicht konnte unsere Gruppe ja neue Impulse geben. Wir sind jedenfalls gespannt auf das Kulturprogramm der China-Delegation nächstes Frühjahr in Würzburg.
Elisabeth Mäule für das China-Team
 

Lehrkräfte

Müller Dr., G. (Chinesisch)