Zurück zum Portal

 
 OX-Login  
Sie sind hier: Portal > Schulprofil > Modellklassen > 10 Jahre Modellklassen
Diese Seite ausdrucken

Ein Haus für Hochbegabte – zehn Jahre Modellklassen am DHG


Zehn Jahre Modellklassen sind Grund zum Feiern! Zur Feierstunde im DHG versammelten sich Eltern, Schüler und Lehrer, Wegbereiter und Wegbegleiter des Projekts. Nach der musikalischen Begrüßung durch sechs Schüler, die im sechshändigen Klavierspiel ihren Teamgeist bewiesen, unterstrich Herr Baur in seiner Festrede die Bedeutung der Hochbegabtenförderung für die Gesellschaft und betonte die Notwendigkeit der „pädagogischen Laboratorien, zu denen die Modellklassen“ gehören.
Prominente Gäste aus Politik und Pädagogik würdigten in ihren Grußworten die Pionierleistung des Deutschhaus-Gymnasiums, das als erste Schule in Bayern Klassen für besonders begabte Kinder eingerichtet hatte, die inzwischen in jedem Regierungsbezirk Nachahmer gefunden haben.
Herr Sondheimer, Vorsitzender des Begabtenfördervereins, der die Arbeit in den Klassen finanziell unterstützt, hob aus Elternsicht hervor, dass man sich in den Modellklassen als Schüler wohlfühlen könne.
Mit Unterstützung durch Schüler der Mittelstufe stellte Frau Hochmuth den Aufbau des Modellprojektes vor. Sie beschrieb die pädagogischen Grundprinzipien in den Klassen als das „ideelle Fundament“ der Arbeit und erläuterte die wichtigsten „Bausteine“ der Hochbegabtenförderung am Deutschhaus-Gymnasium. Die Schüler veranschaulichten die Ausführungen durch den Bau eines Hauses aus überdimensionalen, farbigen Kartons. Die Vielfalt der Elemente, die gelungene Begabungsförderung ausmachen, wurde in der spielerischen Aktion und an dem bunten Gebäude, dem die Schüler am Ende gemeinsam das Dach in Deutschhaus-Blau aufsetzten, augenfällig.
Die Gäste wurden eingeladen, sich von der intensiven Arbeit in den Klassen in Ausstellungen selber ein Bild zu machen. Dort konnten Jahresarbeiten aus verschiedenen Fächern bestaunt werden – darunter selbst gedrehte Filme, naturwissenschaftliche Modelle oder geschichtliche Untersuchungen. Man konnte kreative Hutmode oder Nachbauten der Erfindungen Leonardo da Vincis bewundern – entstanden im Rahmen von Projektwochen der Modellklassen.
In einem Interview mit zwei älteren Schülern wurde die Bedeutung der Klassen für die Betroffenen beleuchtet. Insa Martin aus der zwölften Jahrgangsstufe empfand etwa den bilingualen Unterricht, bei dem ein Sachfach auf Englisch gelehrt wird, oder die Projektwochen als sehr gewinnbringend. Max Thees, der 2011 Abitur gemacht hat, erachtete für sich die Rolle der gleichgesinnten Klassenkameraden und die Möglichkeit des Frühstudiums als besonders wichtig.
Zum Abschluss der offiziellen Feier debattierten vier Schüler der elften Jahrgangsstufe geistreich und schlagfertig die nicht ganz ernst gemeinte Frage: „Sollen zehnjährige Jubiläen bundesweit verboten werden?“ Die Antwort konnte angesichts des folgenden Umtrunks, den der Begabtenförderverein freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte und zu dem alle Anwesenden herzlich geladen waren, natürlich nur „nein“ lauten.

Ute Meyer
Fotograf: Ulf Cronenberg